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EORSTHE PEOPLE FOR EDVCATION FOR SCIENCE
LIBRARY OF
THE AMERICAN MUSEUM OF
NATURAL HISTORY
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ARCHIV NATURGESCHICHTE
GEGRÜNDET VON A. F.A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
W.F. ERICHSON, F.H. TROSCHEL, E. VON MARTENS, F. HILGENDORF, W. WELTNER und E. STRAND.
| —
VIERUNDACHTZIGSTER JAHRGANG.
1918. Abteilung A. 9. Heft.
HERAUSGEGEBEN
VON
EMBRIK STRAND
(BERLIN).
Fe
NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG R.STRICKER Berlin.
Inhaltsverzeichnis. 24-33703 ul 6
Seite Stein. Nordamerikanische Anthomyiden. 2. Beitrag...» : 2.2... Mohr. Biologie und Systematik der Sechsender-Hirsche. Gattung Rusa. (Mit 1 Tafel, 11 Textfiguren und 1 Karte). ...... «Fa. 106
Esben-Petersen. Neuropteren der inneren Sahara. (Aus der Sammelaus- beute des Freiherrn Hans von Geyr.) (Mit ö Textfiguren.) .... 143
Viehmeyer. Anleitung zum Sammeln von Ameisen ..... 2... 160
Strand. Bexensionen „+: . 3 4 A el ee IR 170
Nordamerikanische Anthomyiden. 2. Beitrag. Von Prof. P. Stein in Treptow (Rega).
Seit meiner ersten Abhandlung über die Anthomyiden Nord- amerikas in der Berliner ent. Zeitschrift XLII, 161—288 (1897) hat die Systematik in dieser Familie so mannigfache Veränderungen erfahren, daß jene Arbeit in vieler Beziehung einer Berichtigung und Ergänzung bedarf. Außerdem bin ich durch reichhaltiges neues Material, das schon seit Jahren in meinem Besitz ist, und das ich besonders den Herren Aldrich, Melander und . Johannsen verdanke, in den Stand gesetzt, einen weiteren umfangreichen Beitrag zur Kenntnis der nordamerikanischen Anthomyiden zu liefern. Tabellen, die ich von den wichtigsten Gattungen ent- worfen habe, werden die Auffindung der Arten ermöglichen und den Gebrauch der Arbeit erleichtern. Wegen der Bestimmung der Gattungen ünd der von mir gebrauchten Terminologie verweise ich auf meine Arbeit ‚Die Anthomyidengattungen der Welt‘, die im Archiv für Naturg. erschienen ist, und in der man alles Nötige finden wird. Bemerken will ich noch, daß ich die mexikanischen Arten als der neotropischen Region angehörig nicht aufgenommen oder höchstens in den Bestimmungstabellen beiläufig erwähnt habe.
1. Phaonia R. D,
1 Alle Schenkel schwarz 2 Schenkel ganz oder zum Teil gelb 12 2 Schienen gelb, Queradern deutlich gesäumt 3
Schienen schwarz 4
3 Dorsazentralborsten (dc) 4, Akrostichalborsten (a) vor der Naht 2 Paar limbinervis Stein Dorsozentralborsten 3, Akrostichalborsten vor der Naht fehlend nigrocincta‘) Stein
4 Letzter Hinterleibsring messinggelb bestäubt, a kontinuierlich,
6—7 Paar orichalcea Stein Letzter Ring anders gefärbt, a nie kontinuierlich -5
5 a vor der Naht 1—2 Paar kräftiger, wenn auch kurzer 6 a vor der Naht ganz fehlend B)
Dar sch habe diese mexikanische Art erwähnt, da sie vielleicht auch wie die vorige in Californien vorkommt. Archiv für Naturgeschichte 1918. A.9.
1 9.Heft
28 Prof. P. Stein:
6 Vorderschienen ohne Borste auf der Mitte 7 Vorderschienen mit 1—2 Borsten ix 7 Hinterleib eiförmig, Fühlerborste lang behaart serva Meig.
Hinterleib kegelförmig, Fühlerborste kurz behaart hilariformis Stein
8dce4 caerulescens Stein de 3 versicolor SP. noV.
9 Vorderschienen innen dicht zottig behaart morio Zett. Vorderschienen innen nicht auffallend zottig behaart 10
10 Vorderschienen ohne Mittelborste, Queradern deutlich, wenn auch nicht breit, gesäumt nervosa SP. NOV. Vorderschienen mit Borste, Queradern nicht gesäumt 11
11 Vorderschienen auf der dem Körper abgewandten Seite mit 1 Borste, Schwinger schwärzlich brunneinervis Stein
Vorderschienen abgewandt mit meist 2 feinen Borsten, innen ebenfalls mit 2 Borsten, Schwinger gelblich consobrina Zett.
12 de 3 13 de 4 29 13 a vor der Naht ein kräftiges Paar solitaria sp. noV. a vor der Naht fehlend 1 14 Vorderschienen mit Borste 15 Vorderschienen ohne Borste 22 15 Ganze Fliege einfarbig gelb [lava sp. nov. Fliege anders gefärbt 16
16 Schildchen zum großen Teil gelblich, wenn auch bisweilen grau- lich bestäubt 17
Schildchen grau, höchstens an der äußersten Spitze schwach
gelblich 19
17 Schulterbeulen gelb bysia WIk. Schulterbeulen grau» 18
18 Vorderschenkel zum größten Teil gebräunt pallidula Cog. Vorderschenkel ganz gelb pallicornis Sp. nov.
19 Taster schwarz 20 Taster gelb 21
20 Queradern gesäumt fusca Stein Queradern nicht gesäumt caesia SP. noV.
21 Beine ganz gelb?) . diruta Stein Wenigstens die Vorderschenkel gebräunt dulcis sp. nov.
22 Oueradern deutlich gesäumt 23 Queradern nicht gesäumt 24
23 Thorax lehmgelb Juscinervis Sp. NOV. Thorax grau inculta Sp. noV.
24 Ganze Fliege einfarbig gelb flava sp. novV.?) Fliege nicht ganz gelb 25
2) Die Färbung der Tarsen kommt nicht in Betracht. 3) Da die Vorderschienen des Weibchens im Gegensatz zum Männchen meist eine Borste tragen, habe ich die Art auch hier aufgenommen.
Nordamerikanische Anthomyiden 3
25 Mindestens die Vorderschenkel gebräunt 96 Alle Schenkel gelb 237 26 Hinterleib an der Basis schwach durchscheinend gelblich, Mittel- und Hinterschenkel zum Teil gebräunt, Taster gelb dulcis sp. nov.
Hinterleib ganz grau, Mittel- und Hinterschenkel gelb, Taster schwarz prisca sp. nov.
27 Fühlerborste sehr lang gefiedert, Präalarborste (ra) lang apta sp. nov.
Borste mäßig lang gefiedert, fra kurz oder mäßig lang 28
28 Schildchen zum Teil gelb pallicornis sp. nov. Schildchen ganz blaugrau caesia Sp. noVv.
29 Fühlerborste pubeszent, vor der Naht nie auffallend kräftige Akrostichalborsten 30 Borste lang gefiedert, wenn aber nur kurz, dann vor der Naht auffallende Akrostichalborsten 32
30 Thorax schwarz, gestriemt infesta sp. nov.*)
Ganze Fliege gelb 31 Vorderschienen mit Borste, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 3—4 Borsten signia WIk.) Vorderschienen ohne Borste, Hinterschienen außen abgewandt
und innen abgewandt mit je 1 Borste inepta sp. nov. 32 a vor der Naht 1—2 Paar kräftiger striata Stein a vor der Naht fehlend a! 33 4. Längsader an der Spitze deutlich aufgebogen Houghii Stein 4. Längsader ganz gerade 34 34 Schildchen ganz grau soccala WIk. Schildchen wenigstens an der Spitze gelblich 35
35 Vorderschienen mit Borste 36 - Vorderschienen borstenlos 37
36 Taster gelb, Mittelschienen außer den Borsten auf der Hinter- seite auch noch innen mit 1 längeren Borste deleta Stein Taster schwarzbraun, Mittelschienen nur hinten mit Borsten
luteva WIk. 37 Fühler und Taster schwarz varıipes Coq. Fühler an der Basis und die Taster gelb 38
88 Grundbehaarung des Thorax dicht, 2. Hinterleibsring am Hinter- rand mit einigen stärkeren Borsten, Tarsen braun oder schwarz, Augen sehr dicht behaart, Hinterschenkel unter- seits zugekehrt der ganzen Länge nach fein behaart
quieta Sp. nov.
*) Die Art gehört ebenso wie inepta eigentlich zur Gattung Alloeostylus. Der Einfachheit halber habe ich sie bei Phaonia untergebracht, um so mehr, als die Trennung beider Gattungen mir nicht durchaus notwendig erscheint.
5) Die Art ist höchst wahrscheinlich mit der ebenfalls in Nordamerika nicht selten vorkommenden Alloeostylus diaphanus Wied. identisch. Meine Bemerkungen über die Londoner Type passen wenigstens genau.
1* 9. Heft
4 Prof. P. Stein:
Grundbehaarung des Thorax zerstreut, 2. Ring ohne Borsten am Hinterrand, Tarsen gelb, Augen locker behaart, Hinter- schenkel unterseits zugekehrt nackt perfida sp. nov.
Neue Arten.
1. Ph. apta sp. nov. f
Oculis intime cohaerentibus, pubescentibus, antennis fuscis, articulo 2 et basi articuli 3 flavis, seta longe plumata, palpis fuscis; thorace cinereo, indistincte quadristriato, scutello flavo pellucido; abdomine ovato, flavido-cinereo, linea dorsali obscura; pedibus flavis, pulvillis et unguibus elongatis; alis, squamis, halteribus flavis, spinula nulla. — Femina fronte lata differt. Long. 7—8 mm.
Augen eng zusammenstoßend, nur bei starker Vergrößerung pubeszent, Stirn in sehr stumpfer Ecke nur wenig, Wangen gar nicht vorragend, Backen mäßig breit, Fühler rötlichgelb, Ende des 3. Gliedes in ausgebreiteter Weise verdunkelt, Borste lang gefiedert, Taster fadenförmig, dunkelbraun, Basis gelblich durch- scheinend. Thorax gelblich aschgrau, die Anfänge von 2 dunkler grauen Mittelstriemen nur von hinten gesehen einigermaßen deut- lich, während die Seitenstriemen dadurch wenig auffallen, daß sie mit der Färbung der Brustseiten verschmelzen; dc 3, fra lang, Grurdbehaarung des Thorax fein, nicht sehr dicht, abstehend, Schildchen durchscheinend gelb. Hinterleib breit eiförmig, ziem- lich dicht gelbgrau bestäubt, mit feiner dunkler Mittellinie, die beiden letzten Ringe auf Mitte und Hinterrand abstehend be- borstet. Beine gelb, Vorderhüften fein grau bestäubt, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen verlängert ; Vorderschienen borsten- los, Mittelschienen hinten mit 2—3, Hinterschienen außen Y, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 3—4 kürzeren, von der Mitte bis zur Spitze sich erstreckenden Borsten. Flügel, Schüppchen und Schwinger gelblich, erstere ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader kaum divergierend, 1. Hinterrand- zelle aber ziemlich breit offen, hintere Querader steil und kaum geschwungen. — Das einzige Weibchen, welches ich mit großer Wahrscheinlichkeit als zugehörig ansehe, gleicht in allen Merk- malen vollständig dem Männchen, trägt aber an den Hinterschienen außen abgewandt nur 1 Borste.
1 8 Polk, Wisc. (Baker), 1$2 2 Ithaka, N. Y. (Joh.) 9. 6. 01 und 1 Pärchen Woods Hole, Mass. 7. 7. 02.
2. Ph. caesia sp. noV.
Oculis vitta media angusta nigra et orbitis angustis parum disjunctis, nudis, antennis et palpis nigris, seta distincte pilosa; thorace et scutello nigris caeruleo-griseo-pollinosis, vittis 4 paullo obscurioribus vix distinguendis; abdomine oblongo, angusto, nigro, caeruleo-griseo-pollinoso, vitta media obscuriore vix observanda; pedibus flavis; tarsis obscuris, pulvillis et unguibus elongatis; alis flavidis, spinula nulla, squamis flavidis, halteribus flavis. — Femina fronte lata et abdomine apice acuto a mare differt. Long. 6—6,5 mm.
Nordamerikanische Anthomyiden 5
Augen nackt, durch eine sehr schmale schwarze Strieme und ebenso breite, silbergrau bestäubte Orbiten nur ganz wenig ge- trennt, Stirn in schwacher Ecke vorragend, Wangen noch schmäler, Backen ebenfalls schmal, Fühler den unteren Augenrand erreichend, schwarz, 2. Glied rötlichgrau bestäubt, Borste deutlich behaart, die Behaarung etwas länger als das 3. Fühlerglied breit ist, Taster schwärzlich. Thorax und Schildchen schwarz, bläulichgrau bereift, mit mehr oder weniger deutlichem Glanz, 4 Striemen auf ersterem, die kaum etwas dunkler sind, nur schwer wahrnehmbar; dc 3, pra ganz fehlend oder nur ein sehr kurzes Börstchen, a nur vor dem Schildchen, im übrigen der Thorax nur mit kurzen und zer- streuten Härchen besetzt. Hinterleib länglich, ziemlich schmal und an der Spitze meist etwas flach gedrückt. Er ist wie der Thorax bestäubt und läßt eine schwärzliche Mittelstrieme nur sehr undeut- lich erkennen. Von der Mitte des 3. Ringes an ist er länger ab- stehend beborstet, bis dahin kurz abstehend behaart. Beine gelb, Tarsen etwas verdunkelt, Pulvillen und Klauen verlängert ; Vorder- schienen in der Regel wohl borstenlos, bisweilen mit 1 feinen Borste, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten, Hinterschenkel unterseits ab- gewandt von der Mitte bis zur Spitze mit einigen allmählich länger, aber nicht sehr lang werdenden Borsten. Flügel gelblich, namentlich an der Basis, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader fast parallel, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen gelblich, Schwinger gelb.
3 d Santa Cruz, Cal. 24. 7. 15 und 1 2 Palo Alto, Cal. 8. 7. 95 (Stanford Univ., Joh.).
3. Ph. dulcis sp. nov.
Oculis arcte cohaerentibus, plus minusve hirtis, antennis sordide ftlavis, apice obscuratis, seta haud longe pilosa, palpis flavis; thorace cinerco, griseo-pollinoso, lineis 4 vix obscuriorıbus valde indistinctis, scutello cinereo, extremo apice paullo flavido; abdomine oblongo, dimidio apicali setoso, pallide testaceo, vitta media satis lata, segmento 3 magnam in partem et segmento 4 fere toto cinereis; pedibus flavis, femoribus anterioribus fere totis cinereis, posticis cinereis, basi plus minusve sordide flavis, pulvillis et unguibus robustis et elongatis; alis subflavidis, spinula brevi, squamis fere albis, halteribus flavidis. Long. 7 mm.
Die hohen und schmalen Augen sind mehr oder weniger deut- lich behaart und stoßen oben mit ihren Orbiten eng zusammen, erscheinen aber etwas getrennt, weil die Orbiten verhältnismäßig breit sind; die in sehr flachem Bogen abgerundete Stirn und die Wangen ragen nur wenig vor, während die Backen etwa '/, der Augenhöhe betragen, Mundrand etwas zurückweichend. Fühler ganz wenig unter der Augenmitte eingelenkt, den untern Augen- rand erreichend, schmutzig lehmgelb, nach der Spitze zu allmählich verdunkelt, Borste ziemlich kurz behaart, vielleicht sind die Haare
9. Heft
6 Prof. P. Stein:
aber teilweise abgebrochen, Taster gelb. Thorax und Schildchen hell aschgrau, ersterer mit 4 kaum etwas dunkleren und deshalb nur wenig auffallenden Linien, letzteres an der äußersten Spitze kaum etwas gelblich; dc 3, a nur vor dem Schildchen, fra ziemlich lang, Grundbehaarung’ des Thorax sehr locker und abstehend. Hinterleib länglich, schwach gewölbt, vom Hinterrand des 2. Ringes an kräftig beborstet; er ist ganz blaß ziegelrötlich gefärbt, eine ziemlich breite, aber nicht scharf begrenzte Mittelstrieme schwärz- lich, der 3. Ring zum Teil, der 4. mit Ausnahme des äußersten Hinterrandes ganz grau bestäubt, Bauchlamellen fast Kreisrund, blaßgelb, Hypopyg im letzten Ring versteckt, aber beide Ab- schnitte von hinten deutlich wahrzunehmen. Beine gelb, Vorder- und Mittelschenkel fast ganz aschgrau, die Hinterschenkel schmutzig lehmgelb, nach der Spitze zu noch mehr verdunkelt, Pulvillen und Klauen kräftig und lang; Vorderschienen mit 1 ziemlich feinen Borste, die oft verschwindet, Mittelschienen hinten mit 2, Hinter- schienen außen Y, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit meist 1 Borste. Flügel schwach gelblich, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader etwas schief und schwach geschwungen, kaum etwas lehmgelblich gesäumt, Schüppchen fast weiß, Schwinger gelblich.
1 & Austin, Tex. und 1 Z in Bezzis Sammlung Lakehurst, N. J. 23. 5. 03.
4. Ph. flava sp. n.
Tota fere flava; oculis vitta media angusta nigra et angustis- simis orbitis distincte separatis, breviter pubescentibus, antennis fuscis, basi sordide flavis, seta distincte pilosa, palpis flavis; thorace et scutello immaculatis subnitidis; abdomine oblongo, satisangusto, subcylindrico, flavo, apice interdum infuscato; pedibus flavis; alis, squamis, halteribus flavidis. — Femina fronte lata differt. Long. 5—6 mm.
Ganze Fliege blaßgelb bis rotgelb. Augen des Männchens sehr zerstreut pubeszent, durch eine schmale schwarze Strieme und linienförmige seidenweiß bestäubte Orbiten etwas getrennt, Fühler verdunkelt lehmgelb, Basis mehr oder weniger gelblich, Borste nicht sehr lang, aber deutlich behaart, Taster fadenförmig, gelb. Thorax und Schildchen einfarbig gelb, oft ins Rötlichgelbe ziehend, ‘ schwach glänzend; dc 3, a sehr kurze, 2—3 reihig angeordnete Börstchen, fra ganz fehlend oder nur ein kurzes Börstchen, im übrigen der Thorax fast nackt. Hinterleib länglich, fast walzen- förmig, blaßgelb, die beiden ersten Ringe schwach durchscheinend, der Rest etwas schmutziger und stumpf, von der Mitte des 3. Ringes an abstehend beborstet. Beine einfarbig gelb, Pulvillen und Klauen mäßig verlängert; Vorderschienen beim Männchen meist borstenlos, beim Weibchen mit deutlicher Borste, Mittelschienen hinten mit 2—3, Hinterschienen außen Y, vor der Spitze mit 1
Nordamerikanische Anthomyiden 7
nicht sehr langen, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 2 kürzeren Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit 2—3 nicht sehr langen und ziemlich entfernt stehen- den Borsten. Flügel durch die gelben Adern deutlich gelblich tin- giert, beim Männchen mit kaum sichtbarem, beim Weibchen mit deutlichem Randdorn, 3. und 4. Längsader etwas divergierend, hintere Querader recht steil und gerade, Schüppchen und Schwinger noch intensiver gelb als die Flügel. — Die breite Stirnstrieme des Weibchens ist schmutzig rot und hinten nur wenig ausgeschnitten.
Ziemlich zahlreiche Stücke beiderlei Geschlechts aus Friday Harbor, Wash., 28. 5. 06, Guemes Isl., Wash. 13. 7. 05, Stanford Um...Cal., 21.10.05, Palo: Alto, Cal. 5. 7: 95,.10. 5.12, 29 4 06; Bellingham, Wash. 30: 7., Lynden, Wash. 29. 8., Santa Cruz, Cal. 24. 7. 95, Felton, Cal. 15. 5. 07, Blue Lake, Cal. 20. 6. 07 (Bradley), Mesa Grande, Cal. 30. 9. 06 (Bradley).
Anm. Bei einem Männchen ist die schwarze Stirnmittel- ' strieme fast so breit wie das 3. Fühlerglied, während bei 2 anderen Männchen die Stirn nur wenig schmäler ist als beim Weibchen und ebenfalls schmutzig rot gefärbt. Ich kann diese breitstirnigen Stücke nur für eine abnorme Bildung ansehen, da sie sich sonst in nichts von den anderen unterscheiden. Daß ein solcher Wechsel in der Stirnbreite ab und zu vorkommt, beweist die weiter unten beschriebene Pegomyia abnormis und das von mir in der Berl. ent. Zeitschr. XLII, 191, Anm., erwähnte Stück von Mydaea amroeba. Nach meiner Bestimmungstabelle der Gattungen würde man bei den breitstirnigen Männchen der oben beschriebenen fiava auf die Gattung Dialyta kommen. Und in der Tat haben sie außerordent- liche Ähnlichkeit mit der neuen Dialyta pallida, nur ist bei dieser der Randdorn deutlicher und die Fühler sind, was für die Gattung Dialyta recht charakteristisch ist, oberhalb der Augenmitte ein- gelenkt.
5. Ph. fuscinervis Sp. novV.
Oculis intime cohaerentibus, parce et breviter pilosis, an- tennis fuscis, basi flavis, seta distincte pilosa, palpis tlavis; thorace et scutello rufo-flavis, opacis, 4lineis vix obscurius rufis aegerrime observandis; abdomine satis brevi, ovato, rufo-flavo, dimidio basali pellucido, vitta media et incisuris segmentorum indistincte fuscis, dimidio apicali setis rigidis armato; pedibus flavis, pulvillis et unguibus brevibus; alis flavidis, spinula minuta, nervis trans- versis distincte, sed non late infuscatis, squamis, halteribus flavidis. “ — Femina fronte lata et oculis brevissime pubescentibus differt. Long. 6,5 mm.
Die Augen sind bei starker Vergrößerung deutlich, aber nicht sehr dicht behaart und stoßen aufs engste zusammen, indem sich die linienförmigen Orbiten berühren; Stirn und Wangen ragen fast gar nicht vor, während die Backen mäßig breit sind. Sämtliche Teile des Kopfes sind gelblich gefärbt mit seidenartigem weißlichem
9. Heft
8 1% Prof. P, Stein:
Schimmer. Das kleine Stirndreieck ist rotbraun gefärbt und wird von Borsten eingefaßt. Fühler braun, das 2. Glied und die Basis des 3. gelblich, Borste mäßig lang gefiedert, Taster fadenförmig, gelb. Thorax und Schildchen blaß rotgelb, schwach durch- scheinend. Der erstere zeigt sich, wenn man ihn ganz schräg von hinten betrachtet, vorn schwach gelblichweiß bereift und läßt die kaum sichtbare Spur von rötlichen Längsstriemen erkennen; dc 3, a vor der Naht 2 Paar, hinter derselben 3, fra beim Männchen sehr kurz und haarförmig, beim Weibchen etwas länger.‘ Hinter- leib ziemlich kurz, eiförmig, stark gewölbt, vom Hinterrand des 2. Ringes an kräftig abstehend beborstet. Er ist blaß rötlichgelb gefärbt, wie der Thorax, die beiden ersten Ringe und die Basis des 3. durchscheinend, eine braune Rückenstrieme verhältnismäßig deutlich, während sehr feine Ringeinschnitte nur undeutlich wahr- zunehmen sind, die Spitze meist etwas schmutziger rotgelb. Beine rotgelb, Tarsen etwas dunkler, Pulvillen und Klauen ziemlich kurz; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinter- schienen außen Y, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten, von denen die letzteren die kürzesten sind. Flügel gelblich, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader ganz allmählich, aber nicht sehr stark divergierend, hintere Querader steil und gerade, beide Queradern mit deutlichem, aber nicht scharf begrenztem und nicht sehr breitem Saume, Schüppchen und Schwinger gelblich. — Das Weibchen gleicht bis auf die breite Stirn und den zugespitzten Hinterleib ganz dem Männchen. 1 82 2 Friday Harbor, Wash. VII. 05.
6. Ph. inculta 2 sp. nov.
Oculis fere nudis, late disjunctis, antennis sordide flavis, arti- culo 3 apice obscurato, seta longe plumata, palpis flavis; thorace flavido-cinereo, indistincte quadrilineato, scutello flavido sub- pellucido; abdomine ovato, flavido-cinereo, linea media basali indistincta; pedibus flavis; alis subflavidis, nervis transversis distincte, sed non late infuscatis, squamis, halteribus flavidis. Long. 8—9 mm.
Die Augen sind nur mit wenigen kurzen Härchen besetzt und erscheinen ganz nackt, Fühler lehmgelb, das 3. Glied am Ende mehr oder weniger gebräunt, Boıste lang gefiedert, Taster faden- ‘ förmig, gelb, sämtliche Teile des Kopfes aschgrau, Stirnmittel- strieme etwas dunkler. Thorax gelblichgrau mit 4 undeutlichen, kaum etwas dunkleren Längslinien, Schildchen durchscheinend gelblich, kaum etwas graulich bestäubt; dc 3, zwischen der 1. und 2. aber ein größerer Zwischenraum als zwischen der 2. und 3., SO daß sich vielleicht öfter noch eine 4. Borste einschiebt, Zra ziemlich lang, Grundbehaarung des Thorax aus ziemlich dichten, halb an- liegenden Börstchen bestehend. Hinterleib ziemlich breit eiförmig, noch etwas mehr ins Gelbliche ziehend als der Thorax, nur an der
Nordamerikanische Anthomyiden 9
äußersten Basis mit kaum sichtbarer Spur einer dunkleren Mittel- linie, 3. Ring am Hinterrand, 4. an der Basis länger abstehend beborstet, während der Hinterrand ohne stärkere Borsten ist. Beine gelb, Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen !/, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten. Flügel schwach gelblich, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader fast parallel, hintere Querader schief und nicht geschwungen, beide Queradern deutlich, aber schmal schwärzlich gesäumt, Schüppchen und Schwinger gelblich. 8 9 Big, Stone, S.. D.
7. Ph. (Alloeostylus) infesta 2 sp. nov.
Oculis late disjunctis, fere nudis, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace nigro-cinereo subnitido, leviter griseo- pollinoso, duabus lineis mediis obscurioribus distinctis, scutello cinereo, subnitido; abdomine flavido-cinereo, linea media angusta plus minusve distincta; pedibus flavis; alis, squamis, halteribus distincte flavidus, spinula nulla. Long. 7,5—8 mm.
Augen fast ganz nackt, durch eine breite schwarze, hinten bis auf !/, ihrer Länge ausgeschnittene Stirnmittelstrieme, die keine Kreuzborsten trägt, und schmale, grau bestäubte Orbiten getrennt, Stirn etwas, Wangen gar nicht vorragend, Backen ziem- lich schmal, Fühler ziemlich lang, schwarz, 2. Glied bisweilen rötlichgrau, Borste pubeszent, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax schwarz, ziemlich glänzend, der mittlere Teil bis zum Schildchen grau bestäubt, und zwar vorn heller, hinten dunkler, so daß man ganz vorn die Anfänge von 2 schmalen, dunkleren Längslinien bemerkt; von gleicher Bestäubung ist eine breite Strieme, die von den Schulterbeulen bis zur Flügelwurzel reicht. Schildchen schwarz, grau bestäubt ; de 4, a vor der Naht 2—3 Paar, aber nicht sehr lang und ziemlich fein, fra lang. Hinterleib von der gewöhnlichen Form, schwarz, dicht gelbgrau bestäubt, mit feiner, nicht immer deutlicher Rückenlinie, nackt, vom Hinterrand. des 3. Ringes an länger beborstet. Beine gelb, Tarsen schwarz; Vorder- schienen mit 1 Borste, die allerdings bei einem Exemplar fehlt, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen, fast auf der Mitte mit 1 langen, außen abgewandt mit 2 etwas kürzeren und innen abgewandt mit 3—4 noch kürzeren Borsten. Flügel gelblich mit recht auffallend gelber Basis, ohne Randdorn, 3. und 4. Längs- ader parallel, hintere Querader steil und kaum geschwungen, Schüppchen und Schwinger intensiv gelblich.
Je ein 2 Ithaca, N. Y. (Joh.) u. Big Stone, S. D.
Anm. Ein in der Sammlung des Herrn Bradley befindliches; wahrscheinlich ebenfalls aus Ithaka stammendes Männchen Ist schlecht erhalten, scheint mir aber das zugehörige. Die Augen stoßen eng zusammen, und die Hinterschienen sind innen abgewandt
9. Heft
10 Prof. P. Stein:
und innen zugekehrt mit je einer Reihe feiner Borstenhaare be- setzt, die sich von etwas vor der Mitte bis zur Spitze erstrecken. Im übrigen paßt die obige Beschreibung.
8. Ph. (Alloeostylus) inepta 2 sp. nov.
Oculis fere nudis, vitta frontali lata nigra, setis decussatis instructa, separatis, antennis nigris, articulo 2rufo, seta pubescente, palpis flavis; thorace rufo-flavo, subnitido, antice leviter albido- flavo-pollinoso, vestigio duarum linearum rufarum distincto, scu- tello flavo, subpellucido; abdomine rufo-flavo, subnitido, maximam in partem subpellucido, apice obscurato; pedibus flavis; alis, squamis, halteribus flavidis, spinula nulla. Long. 7 mm.
Augen fast nackt, durch eine breite, mit Kreuzborsten ver- sehene schwarze Mittelstrieme und schmale gelbgrau bestäubte Orbiten recht breit getrennt, Wangen ebenfalls gelbgrau bestäubt, Untergesicht, Backen und der untere Teil des Hinterkopfes rötlich, während der obere Teil des letzteren grau gefärbt ist. Fühler lehm- braun, 2. Glied rot, Borste kurz pubeszent, Taster ziemlich hell- gelb. Thorax und Schildchen rotgelb, ziemlich glänzend, ersterer ganz vorn in der Mitte dünn gelblichweiß bereift, so daß man die Anfänge von 2 feinen rötlichen Längslinien wahrnimmt, Brust- seiten von den Schulterbeulen einschließlich heller gelblich; dc 4, a vor der Naht 2—3 Paar, ziemlich breit getrennt, aber nicht sehr lang und wenig auffallend, fra ziemlich lang. Hinterleib schmal länglich, zugespitzt, ebenfalls rotgelb mit ziemlichem Glanz, die 3 ersten Ringe mehr oder weniger durchscheinend, letzter Ring verdunkelt, mit graulicher Bestäubung. Er ist fast ganz nackt und nur der letzte Ring auf Mitte und Hinterrand mit einigen längeren, aber ziemlich feinen Borsten. Beine gelb, Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 3, Hinterschienen außen, etwas vor Beginn des letzten Drittels mit 1 längeren, außen ab- gewandt genau auf der Mitte mit 1 kürzeren, und innen abgewandt mit 1 noch kürzeren Borste, die zwischen jenen beiden steht. Flügel, Schüppchen und Schwinger ziemlich intensiv gelblich, erstere ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader parallel, hintere Quer- ader steil und gerade.
1 2 Pender, Id. 25. VII. 05.
Anm. Die Art ist nahe verwandt mit Alloeostylus diaphanus Wied. und gleicht ihr fast vollkommen, unterscheidet sich aber sofort und sicher durch die Beborstung der Beine. Die Mittel- schienen von diaphanus tragen nicht nur hinten, sondern auch innen hinten 2 kräftige Borsten, während die Hinterschienen außen abgewandt mit 2 und innen abgewandt mit 3—4 Borsten ver- sehen sind.
9. Ph. limbinervis Stein
Oculis distincte separatis, dense pilosis, antennis et palpis nigris, seta satis longe plumata; thorace albido-cinereo, distincte
Nordamerikanische Anthomyiden 1
quadrilineato, scutello cinereo, basi nigro; abdomine oblongo, paullo depresso, cinereo, linea media et binis masculis indistinctis segmentorum 2—4 obscuris; pedibus nigris, apice femorum inter- mediorum et omnibus tibiis sordide rufis; alis fere hyalinis, nervis transversis distincte infuscatis, squamis albis, halteribus flavidis. Long. 9,5 mm.
Ich gebe von dieser Art, die ich kürzlich in den Ann. Mus. Nat. Hung. XVI, 208, 14 (1918) beschrieben habe, auch an dieser Stelle eine ausführliche Beschreibung. Die dicht behaarten Augen sind durch eine schwarze Stirnmittelstrieme und linienartige grau be- stäubte Orbiten noch etwas breiter getrennt als bei Ph. fuscata Fall., so daß die ziemlich kräftigen Frontoorbitalborsten in dichter Reihe bis zum Scheitel verlaufen. Stirn und Wangen ragen mäßig vor, während die Breite der Backen etwa !/, der Augenhöhe beträgt, sämtliche Teile hell aschgrau, mit seidenartigem Schimmer. Fühler und Taster schwarz, Borste deutlich gefiedert. Thorax und Schild- chen hell aschgrau, ersterer mit 4 deutlichen, dunkler grauen Längsstriemen, von denen die mittelsten wie gewöhnlich zwischen Ouernaht und Schildchen aufhören, während die seitlichen an der Naht unterbrochen sind. An der Stelle, wo die Mittelstriemen endigen, beginnt eine neue Strieme, die sich genau in der Mittel- linie des Thorax befindet und bis auf die Basis des Schildchens reicht ; de 4, a vor der Naht 2—3 Paar, fra ziemlich lang, im übrigen der Thorax kurz und dicht abstehend behaart. Hinterleib länglich, etwas länger wie Thorax und Schildchen zusammen, ein wenig flachgedrückt, die ersten Ringe mit kurzen halb anliegenden, vom Hinterrand des 3. Ringes an mit längeren und kräftigen abstehenden Borsten besetzt. Er ist von derselben hell aschgrauen, etwas ins Gelbliche ziehenden Färbung wie der Thorax und läßt namentlich von hinten gesehen eine an den Vorder- und Hinterrändern der Ringe etwas abgekürzte dunkelgraue Mittelstrieme und auf Ring 2—4 paarige rundliche, an ihren Rändern etwas verwaschene dunkelgraue Flecken erkennen, von denen die des letzten Ringes bedeutend kleiner und undeutlicher sind. Beine schwarz, das Spitzenviertel der Mittelschenkel und sämtliche Schienen schmutzig- rot, Pulvillen und Klauen kräftig, aber nicht sehr stark verlängert; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinter- schienen außen, im Beginn des letzten Viertels mit 1, außen ab- gewandt mit 2—3 kräftigen, innen abgewandt mit 1—2 etwas schwächeren Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt fast der ganzen Länge nach mit ziemlich dichtstehenden kräftigen, aber nicht sehr langen Borsten besetzt. Flügel fast glashell, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader schief und stark geschwungen, beide Queradern deutlich gebräunt, Schüppchen weiß, Schwinger gelblich.
2 8 Stanford Un., Cal. 28. II. 06. Die Art kommt auch in Mexiko vor. 9, Heft
#2 Prof. P. Stein:
10. Ph. nervosa sp. nov.
Oculis fere cohaerentibus, longe et dense pilosis, antennis et palpis nigris, seta longe plumata; thorace et scutello nigris, cinereo- pollinosis, vittis 4 nigris distinctis; abdomine satis brevi, ovato, nigro, cinereo-pollinoso, maculis micantibus obscurioribus; pedibus nigris, pulvillis et unguibus elongatis; alis flavido-griseis, spinula nulla, nervis transversis distincte, sed non late infuscatis, sguamis albidis, halteribus sordidis, interdum fere nigris. Long. ca. 8 mm,
Augen dicht und lang behaart, an der schmalsten Stelle durch eine linienförmige schwarze Mittelstrieme und ebenso breite, weiß- grau bestäubte Orbiten etwas getrennt, nach vorn und hinten zu etwas mehr. Stirn deutlich, aber nicht in scharfer Ecke etwas vor- ragend, Wangen nur wenig schmäler, Backen fast Y, so breit wie die Augenhöhe, Fühler und Taster schwarz, Borste lang gefiedert. Thorax und Schildchen schwarz, dicht aschgrau besträubt, mit einem schwachen Stich ins Bläuliche, ersterer mit 4 deutlichen schwarzen Striemen, von denen die mittleren fast ebenso breit sind wie die seitlichen; de 4, fra lang, a ein Paar recht langer vor dem Schildchen, Grundbehaarung des Thorax fein und ziem- lich dicht, abstehend. Hinterleib ziemlich kurz, eiförmig, anfangs kurz abstehend behaart, vom Hinterrand des 2. Ringes an ziemlich . dicht und lang abstehend beborstet. Er ist wie der Thorax bläulich aschgrau bestäubt mit dunkleren Schillerflecken, die aber weder eine deutliche Mittelstrieme noch paarige Flecke bilden. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen verlängert ; Vorderschienen borsten- los, Mittelschienen hinten meist mit 2, Hinterschienen außen etwas nach dem Beginn des letzten Viertels mit 1, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit mehreren kräftigen Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt der ganzen Länge nach mit kräftigen, aber nicht sehr langen Borsten. Flügel graulichgelb, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader schwach divergierend, hintere Querader etwas schief und deutlich geschwungen, beide Queradern deutlich, aber nicht breit bräunlich gesäumt, Schüppchen weißlich, Schwinger gelb bis braunschwarz. — Das, Weibchen gleicht bis auf die breite Stirn vollständig dem Männchen.
‚382% Ithaca, N. Y. (Joh.), 1 $ Ithaca 24. IV. 13 (Bradley).
11. Ph. pallicornis sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, pubescentibus, antennis sordide flavis, apice plerumque obscuratis, seta modice longe pilosa, palpis flavis; thorace cinereo, indistincte quadrilineato, scutello fere toto flavo, pellucido ;abdomine oblongo, cinereo, linea dorsali plusminusve distincta; pedibus flavis, pulvillis et unguibus paullo elongatis; alis, squamis, halteribus flavidis, spinula nulla. Long. 7 mm.
Augen hoch und schmal, eng zusammenstoßend, pubeszent, Stimm und Wangen fast gar nicht vorragend, Backen ziemlich schmal, Fühler schmutzig gelb, am Ende gebräunt, mit mäßig lang behaarter Borste, Taster ziemlich hellgelb. Thorax schwarz,
Nordamerikanische Anthomyiden 13
aschgrau bestäubt, schwach glänzend, der etwas dunklere Anfang von 2 Mittelstriemen verhältnismäßig deutlich, Seitenstriemen kaum zu erkennen; dc 3, fra kurz und fein, Grundbehaarung des Thorax kurz abstehend und ziemlich locker, Schildchen fast ganz durchscheinend gelb. Hinterleib länglich, ebenfalls hell asch- grau bestäubt, mit feiner dunkelgrauer Mittellinie, genau wie bei Mydaea tincta, mit welcher die Art überhaupt in Färbung und Zeichnung große Ähnlichkeit hat, von der Mitte des 3. Ringes an abstehend beborstet. Beine gelb, Pulvillen und Klauen mäßig ver- längert; Vorderschienen meist borstenlos, selten mit 1, Mittel- schienen hinten mit 2, Hinterschienen außen Y, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten. Flügel ohne Randdorn, nebst den Schüppchen und Schwingern recht auffallend gelblich, 3. und 4. Längsader wenig divergierend, hintere Querader steil und kaum geschwungen.
4 & Moscow, Id. (Aldr.), Port Gamble, Wash. 16. VIII. 10, Chimacum, Wash. 23. VIII. 10 (Mel.), Beliingham, Wash. und 1 2 Vancouver 31. VIII. 04 (Hine).
12. Ph. perfida sp. nov.
Oculis fere intime cohaerentibus, distincte pilosis, antennis sordide flavis, apice obscurätis, seta longe plumata, palpis flavis; thorace nigro, cinereo-pollinoso, 4 lineis obscurioribus plus minusve distinctis, scutello flavo, subpellucido, paullo griseo-pollinoso; abdomine satis late ovato, griseo-pollinoso, linea dorsali segmen- torum 1 et 2 distincta; pedibus flavis, pulvillis et unguibus valde elongatis; alis flavidis, spinula minuta, nervis transversis leviter infuscatis, squamis et halteribus flavidis. Long. 8 mm.
Die Augen sind deutlich, wenn auch nicht sehr dicht behaart und stoßen auf dem Scheitel mit den linienförmigen Orbiten fast zusammen, Fühler schmutzig gelb, an der Spitze gebräunt, Borste lang gefiedert, Taster hellgelb. Thorax hell aschgrau bestäubt mit 4 etwas dunkler grauen und darum nicht sehr auffallenden Striemen, Schulterbeulen gelblich, aber meist graulich. bestäubt, Schildchen durchscheinend gelblich, an der Basis nur schwach bestäubt; dc 4, a nur vor dem Schildchen, fra lang, Grundbehaarung des Thorax ziemlich locker, kurz abstehend. Hinterleib ziemlich breit eiförmig, dicht hell aschgrau bestäubt, etwas ins Gelbliche ziehend, mit einer feinen dunklen Rückenlinie, die wenigstens auf den beiden ersten Ringen recht deutlich ist, vom Hinterrand des 3. Ringes an ab- stehend beborstet. Beine nebst den Hüften gelb, Tarsen wenig dunkler, Pulvillen und Klauen stark verlängert; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 3, Hinterschienen mit der gewöhnlichen Rückenborste, außen abgewandt mit 2, innen ab- gewandt mit 3 kürzeren Borsten, Hinterschenkel unterseits zu- gekehrt ganz nackt, abgewandt in der Endhälfte mit 3—4 längeren, vorher kürzeren Borsten. Hintere Querader schief und deutlich geschwungen, das übrige wie in der Diagnose.
1 Sg in Houghs Sammlung ohne Orts- und Zeitangabe.
9. Heft
14 ’ Prof. P. Stein:
13. Ph. prisca sp. nov.
Oculis -cohaerentibus, fere nudis, antennis fuscis, articulo 2 rufescente, seta breviter pilosa, palpis nigris; thorace cinereo, quadrilineato, scutello cinereo; abdomine oblongo, satis angusto, fere cylindrico, cinereo, linea media angusta nigra satis distincta; pedibus flavis, femoribus anticis obscuratis, pulvillis et unguibus elongatis; alis flavidis, spinula minuta, squamis albidis, halteribus flavis. Long. 6 mm.
Augen fast nackt, mit ziemlich breiten, silberweißen Orbiten zusammenstoßend, so daß das kleine, ziemlich schmale Stirn- dreieck sich nach oben zu nicht fortsetzt, Stirn nur wenig und. ziemlich abgerundet vorragend, die gekielten Wangen sehr schmal, Backen etwas breiter, Fühler etwas unter der Augenmitte ein- gelenkt, den unteren Augenrand erreichend, lehmbraun, das 3. Glied etwa doppelt so lang als das rötliche 2., Borste ziemlich kurz gefiedert, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und. Schild- chen hell aschgrau bestäubt, ersterer mit 4 dunkleren Striemen; dc 3, pra lang, a nur vor dem Schildchen, Grundbehaarung des Thorax spärlich, kurz und fein. Hinterleib länglich, fast walzen- förmig, ebenfalls hell aschgrau, mit schmaler dunkler Mittelstrieme, die ganz schräg von hinten gesehen mindestens auf den ersten Ringen immer deutlich ist; in der Basalhälfte ist er ziemlich lang abstehend, aber fein behaart, in der Endhälfte noch länger und kräftiger abstehend beborstet. Beine gelb, Vorderschenkel mehr oder weniger gebräunt, Pulvillen und Klauen namentlich an den vorderen Beinen ziemlich verlängert; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen im Beginn des letzten Drittels mit 1 ziemlich langen Borste, außen abgewandt mit mehreren sehr kurzen Borsten, darunter 1 langen auf der Mitte, innen abgewandt. mit 3 kurzen Borsten und auch auf der dem Körper zugekehrten Seite der ganzen Länge nach, aber sehr kurz beborstet, Hinterschenkel unterseits abgewandt mit anfangs kürzeren, vor der Spitze längeren Borsten, zugekehrt der ganzen Länge nach fein behaart. Flügel gelblich, mit sehr kleinem Rand- dorn, 3. und 4. Längsader kaum etwas divergierend, hintere Quer- ader ziemlich steil und wenig geschwungen, Schüppchen weißlich, Schwinger gelb.
1 & Ithaca, N.'Y.:(Joh)
Anm. Ein zweites Männchen, das ebenfalls in Ithaka 12. VIII. 01 gefangen ist, stimmt mit dem eben beschriebenen recht überein, hat aber eine außerordentlich lang behaarte Fühlerborste. Da es leider etwas verschrumpft ist, kann ich nicht angeben, ob noch andere wesentliche Unterscheidungsmerkmale vorhanden sind.
14. Ph. quieta sp. nov.
Simillima Ph. erraticae Fall., differt statura minore, oculis non tam arctissime cohaerentibus, antennis paullo brevioribus, uno tantum pari setarum acrostichalium ante scutellum, femoribus
Nordamerikanische Anthomyiden 15
posticis subtus in latere versus corpus directo per totam longitudi- nem pilosis, alarum nervis transversis distinctius infuscatis et vena long. 4 prorsus recta.
Die Art hat die größte Ähnlichkeit mit Ph. erratica Fall. und errans Meig. und steht in der Größe zwischen ihnen. Die Augen stoßen zwar ebenfalls mit ihren Orbiten aufs engste zusammen, die letzteren sind aber breiter als bei erratica, so daß die Augen etwas getrennt erscheinen. Das 3. Fühlerglied ist nur doppelt so lang als das 2., während es bei erratica fast dreimal so lang ist; im übrigen ist Färbung der Fühler und Taster dieselbe. Eine weiterer plasti- scher Unterschied besteht darin, daß sich vor dem Schildchen stets nur ein Paar kräftiger Akrostichalborsten findet, und daß die Hinterschenkel unterseits zugekehrt der ganzen Länge nach fein und ziemlich lang behaart sind, während sie bei erratica hier nackt sind. Die Flügelqueradern sind wie bei errans deutlich, wenn auch nicht sehr breit gesäumt und die 4. Längsader verläuft bis zum Ende ganz gerade, während sie bei erratica vor ihrem Ende deutlich nach unten ausgebogen ist. Das Weibchen unterscheidet sich gleichfalls durch die meisten der genannten Merkmale von dem der erratica.
3 Pärchen Friday Harbor, Wash. 19. VII. 05 (Aldr.).
15. Ph. solitaria sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, distincte hirtis, antennis fuscis, basi plerumque rufescentibus, seta distincte pilosa, palpis fuscis; thorace cinereo, levissime albido-pollinoso, lineis 2 mediis valde indistinctis, scutello cinereo, apice late flavido pellucido; abdomine ovato, olivaceo-cinereo, linea media obscuriore indistincta; pedibus flavis, pulvillis et unguibus satis brevibus; alis, squamis, halteribus flavidis. Long. 6,5—7 mm.
Die oben aufs engste zusammenstoßenden Augen sind deutlich behaart, die vorn vollständig abgerundete Stirn und die Wangen ragen gar nicht vor, Backen mäßig breit, Fühler in der Mitte der Augenhöhe eingelenkt, bräunlichgrau, Basis mehr oder weniger rötlichgelb, Borste deutlich gefiedert, Taster braun, bisweilen schwach durchscheinend. Thorax aschgrau, mit einem Stich ins Olivenfarbene, äußerst dünn hellgrau bestäubt, so daß man nur die schwache Spur von 2 Mittelstriemen bemerkt, Schildchen von grauer Färbung, aber an der Spitze in ausgebreiteterWeise gelblich durchscheinend; dc 3, a vor der Naht ein kräftiges und langes Paar, pralang, im übrigen der Thorax ziemlich lang, aber nicht sehr dicht abstehend behaart. Hinterleib eiförmig, deutlich gewölbt, von der Färbung des Thorax, aber etwas dichter bereift als dieser, von hinten gesehen mit einer undeutlichen grauen Rückenlinie; von der Mitte des 3. Ringes meist an ist er abstehend, aber nicht sehr kräftig beborstet. Beine gelb, Pulvillen und Klauen ziemlich kurz; Vorderschienen mit 1, Mittelschienen hinten meist mit 2, Hinter- schienen außen Y, vor der Spitze mit 1, außen abgewandt mit
9. Heft
16 Prof. P. Stein:-
2 längeren, innen abgewandt mit 2—3 kürzeren Borsten, Hinter- schenkel unterseits abgewandt mit stärkeren, zugekehrt mit feineren Borsten. Flügel, Schüppchen und Schwinger gelblich, erstere ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader steil und gerade.
3 & Wisconsin ohne nähere Orts- oder Zeitangabe (Hough) und 1 & Ithaca 31. V. 13 (Bradl.).
16. Ph. versicolor Q sp. nov.
Simillima Ph. servae Meig., differt tibiis anticis setis duabus armatis et abdomine distinctius cinereo-albido-tesselato.
Die Art hat außerordentliche Ähnlichkeit mit serva Meig., hat dieselbe Thoraxbeborstung, die Grundfärbung ist aber mehr weißgrau, der Hinterleib mit deutlichen dunkleren und helleren Schillerflecken versehen, erst vom Hinterrand des 3. Ringes an beborstet und die Vorderschienen tragen auf der dem Körper ab- gewandten Seite 2 kräftige Borsten, während sie bei serva stets borstenlos sind und auch schon der 3. Hinterleibsring auf der Mitte mit kräftigen Borsten besetzt ist. Die Flügel sind fast glashell und ne Schüppchen fast weiß, während bei serva beide deutlich gelb- ich sind.
1 2 Marshall Pass, Col. 28. VII. 08 (Aldr.).
Alte Arten.
17. Ph. bysia WIk. List Dipt. IV. 936 [Anth.]) (1849).
1 2 Vancouver, 23. V. 04 (Hine), dem leider die Hinterbeine fehlen, so daß ich nicht mit Sicherheit die Zugehörigkeit zur Gat- tung Phaonia angeben kann. Im übrigen paßt aber die von mir in der Zeitschr. f. Hym. 190 (1901) gegebene Beschreibung der Londoner Type so gut, daß die Art wohl damit identisch ist. Möglicherweise fällt sie aber auch mit der oben beschriebenen dalk- cornis zusammen.
18. Ph. caerulescens Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 187, 14 [Aricia] (1897).
Das mir bei meiner Beschreibung unbekannte Männchen hat ebenfalls sehr lang und dicht behaarte Augen, die fast aneinander stoßen, indem das ziemlich breite schwarze Stirndreieck sich nach hinten zu schnell verschmälert und in schmaler schwarzer Strieme bis zum Scheitel fortsetzt. Im übrigen gilt die von mir für das Weibchen gegebene Beschreibung auch vollständig für das Männ- chen. Ich will noch erwähnen, daß die 2. der hinter der Naht be- findlichen Dorsozentralborsten oft die Neigung hat, sehr dünn zu werden und bisweilen ganz zu verschwinden, und daß die Mittel- 3 schienen in der Regel nur hinten 3 Borsten tragen.
1 & Stanford Un., Cal. II. 06 und zahlreiche 2 Berkeley, * Cal. III. 97 (Hough).
Nordamerikanische Anthomyiden 17
19. Ph. consobrina Zett.
Mehrere Pärchen Moores Lake, Zd. 10. VII. 07, Marshall Br Col. 28. VII. 08 (Aldr.) und Colorado (Hough).
20. Ph. deleta Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 171, 8 [Aricia] (1897). 3 & Mac Henry, Ill. VI. 1900 (Aldr.) und 1 2 Ithaka (Joh.). 21. Ph. (Allocostylus) diaphana Wied. Ziemlich häufig Friday Harbor VI. 06 (Alcr.), Pender, Id. VI. 05 (Aldr.) Woodland, Cal. 23. V. 10 (Mel.), Montreal, Can.
10. VII. 03 (Bezzi). Die von Walker beschriebenen geldria und signia sind zweifellos mit dieser Art identisch.
22. Ph. diruta Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 188,1 [S:log.] (1897).
1 &Ithaca (Joh.). 1 @ von Hough in Lawrence, Kans. gefangen stimmt ganz gut mit meiner Beschreibung, zeigt aber einige Ab- weichungen. Die Vorderschenkel sind obenauf schwach gebräunt, die Vorderschienen borstenlos, während die Hinterschienen außen 2 Borsten tragen, eine längere etwas hinter der Mitte und eine kürzere zwischen Basis und Mitte, außen abgewandt 3 längere, innen abgewandt 3 kürzere und feinere Borsten; das Schildchen ist an der äußersten Spitze schwach gelblich.
23. Ph. errans Meig. 2 Pärchen Sandusky Ohio (Joh.), die gut mit unserer Art stimmen.
24. Ph. fusca Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 189, 2 [Sp:log.) (1897). 1 Pärchen Ithaca (Joh.) und 1 2 Chicago.
25. Ph. hilariformis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 196, 12 [Spelog.] (1897).
Diese von mir anfangs als Spilogaster beschriebene, später zu Hydrophoria gezogene Art muß nun endgültig und mit Recht bei Phaonia untergebracht werden. Ich habe noch mehrere Männ- chen aus Austin, Tex. 23. XII. 99 u. 24. III. 1900 kennen gelernt (Aldr.) und 1 & Ithaca (Joh.).
26. Ph. Houghii Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 177, 1 [Aricia] (1897).
1 & Kendrik, Id. (Aldr.), 1 d Nelson, B. C. 17. VII. 10 (Mel.)
und je 1 2 Pullman, Wash. 16. VIII. 07 (Alcr.), Mt. Constitution,
Wash. 28. VII. 09 (Mel.) und Palo Alto, Cal. 2. XI. 94 (Joh.).
27. Ph. morio Zett. 1 & Mt. Rainier, Wash. 3. VIII. 05 (Alcr.) und 1 ä Unalaska_
24. VII. 97 (Hough).
28. Ph. orichalcea Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 183, 9 [Aricia] (1897). 1 2 Montreal 29. VI. 03 (Bezzi).
Archiv für Naturgeschichte "1918. A. a 2 9. Heit
18 rer HPTDE. "B. Br em?
29. Ph. serva Meig.
. 2 & Montreal 17. VI. 05, Ithaca (Joh.) und 1 2 Polk (Wisc.), die vollständig mit unseren europäischen Stücken übereinstimmen.
30. Ph. soccata Wlk. List Dipt. IV, 941 [Anth.] (1849).
1 Ithaka (Joh.). Walker hat nur das Weibchen beschrieben, dessen Merkmale ich in der Zeitschr. f. Hym. 209 (1901) ausführ- lich auseinandergesetzt habe. Das vorliegende Männchen stimmt so gut damit, daß ich es wohl für das zugehörige halten kann. Die Augen sind dicht und lang behaart und durch eine für ein Männchen recht breite, schwarze Stirnstrieme und linienförmige Orbiten so weit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle mindestens 1%, mal so breit ist wie die Fühler. Stirn und die gekielten Wangen deutlich und beide gleichstark vorragend, Mundrand vorgezogen und schief abgeschnitten, Backen fast !/, so breit wie die Augen- höhe, sämtliche Teile mit schwärzlichem Schiller. Fühler etwas über der Augenmitte eingelenkt, den unteren Augenrand ein wenig überragend, schwarz, 3. Glied 3—4 mal so lang als das 2., Borste lang gefiedert, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, mit deutlichem Glanz, ziemlich dünn bräunlichgrau be- stäubt, so daß nur vorn die Anfänge von 4 ziemlich breiten Striemen zu erkennen sind, von denen gewöhnlich die mittleren fast zu- sammengeflossen sind; dc 4, pra recht lang, a nur vor dem Schild- chen. Hinterleib länglich eiförmig, so lang wie Thorax und. Schild- chen, dichter bräunlichgrau bestäubt als der Thorax, schräg von hinten gesehen mit einer verloschenen, ziemlich breiten braunen Mittelstrieme, vom Hinterrand des 2. Ringes an lang abstehend beborstet. Beine gelb, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen ver- längert; Vorderschienen mit 1 Borste, Mittelschienen außen hinten und hinten mit je 2, Hinterschienen außen in der Nähe der Basis mit 1 kleineren, !/, vor der Spitze mit 1 längeren Borste, außen abgewandt mit 3—4 längeren, innen abgewandt mit ebensoviel kürzeren Borsten, Hinterschenke] unterseits abgewandt der ganzen Länge nach mit nicht sehr langen Borsten. Flügel gelblich, nament- lich an der Basis, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader nur wenig divergierend, hintere Querader schief und etwas ge- schwungen, Schüppchen und Schwinger ziemlich intensiv gelblich. Länge 6,5 mm. 1
31. Ph. striata Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 179, 3 [Aricia] (1897). 1 Pärchen Pullmann, Wash. 30. IV. (Aldr.).
32. Ph. varipes Coq., Proc. Wash. Ac. Sci. 441 (1900).
Das einzige mir vorliegende in Lyndon, Verm. 22. VIII. 1900 gefangene Weibchen stimmt vollständig mit der Coquilletschen Beschreibung, könnte aber ebenso gut ein kleines Exemplar von errans Meig. sein.
Nordamerikanische Anthomyiden 19
. 2. Triehoptieus Rond. 1. Tr. curvipes sp. nov.
Oculis nudis, intime cohaerentibus, antennis et palpis nigris, seta vix pubescente, thorace et scutello nigris, subnitidis, abdomine subconico, nigro, cinereo-pollinoso, vitta media plus minusve di- stincta; pedibus nigris, femoribus posticis incurvatis, tibiis posticis intus apice dente brevi armatis; alis paullo infuscatis, squamis flavidis, halteribus nigris. — Femina fronte lato, abdomine im- maculato, pedibus simplicibus differt. Long. 6,5—7 mm.
Augen nackt, hoch und schmal, fast aufs engste zusammen- stoßend, im Profil fast den ganzen Kopf einnehmend, da nur die schmalen Backen zu sehen sind, Fühler und Taster schwarz, Borste fast nackt. Thorax und Schildchen tiefschwarz, deutlich gleißend, ohrie jede Zeichnung, auch die Schulterbeulen und Brustseiten kaum etwas bereift; dc 4, a zweireihig, fra kurz. Hinterleib an- nähernd kegelförmig, halb anliegend behaart, an den Einschnitten länger beborstet. Von hinten gesehen ist er aschgrau bestäubt und läßt eine schmale, sich nirgends zu dreieckigen Rückenflecken er- ‚weiternde Mittelstrieme erkennen. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen wenig verlängert; Vorderschienen borstenlos, Mittel- schienen hinten mit 2 ziemlich kurzen Borsten, Hinterschenkel stark gekrümmt, anfangs dünner, gegen das Ende zu verdickt, 'unterseits zugekehrt der ganzen Länge nach fein behaart, 'ab- gewandt anfangs feiner behaart, gegen die Spitze zu stärker be- borstet, Hinterschienen innen an der Spitze mit kurzem, kräftigem ‚Zahn, der ganzen Länge nach mäßig lang und dicht behaart, ‚außen mit 1 längeren Borste im letzten Drittel, außen abgewandt fein behaart mit 1 stärkeren Borste. Flügel schwach angeräuchert, 3. und 4. Längsader fast parallel, hintere Ouerader steil und gerade, Schüppchen gelblich, Schwinger schwarz. — Die Augen des Weib- chens sind durch eine breite schwarze, hinten nur wenig aus- ‚geschnittene, mit Kreuzborsten versehene Mittelstrieme und sehr schmale graue Orbiten getrennt, Hinterleib einfarbig schwarz, schwach glänzend, Beine einfach. Ein, wie es scheint, in copula gefangenes Pärchen Lynn, Mass. 23. VIII. (Bezzi).
2. Tr. medius sp. nov.
Simillimus Tr. innocuo Zett., differt pedum pilis longioribus et densioribus. R | Die Art gleicht der Tr. innocuus Zett. ungemein in Größe, Färbung und Zeichnung und unterscheidet sich nur durch die Beborstung der Beine. Die Mittelschenkel sind unterseits bis auf das Spitzenviertel vorn und hinten mit sehr langen und dicht stehenden Borstenhaaren besetzt, während sie bei innocuus nur mit kurzen Härchen versehen sind. Während ferner die Hinter- schienen bei dieser Art innen der ganzen Länge nach nur mit verhältnismäßig kurzer Bewimperung besetzt sind, sind sie bei medius innen zugekehrt und abgewandt mit langen Borstenhaaren
2* 9. Heft
20 rn Prof. P. Stein: ER Ei”
versehen und tragen außen ebenfalls 3—4 lange Borsten, wogegen sich bei innocuus hier nur 1 im Beginn des letzten Viertels befindet. Die Mittelschienen sind innen bei innocuus ganz nackt, tragen da- gegen bei der neuen Art hier einige längere Borsten. Ein wesent- licher Unterschied, der bei allen mir vorliegenden Stücken konstant ist, scheint auch darin zu liegen, daß die Mittelschienen bei innccuus außen vorn im Beginn des letzten Viertels eine kräftige Borste tragen, die bei medius stets fehlt. Eine kleine Abweichung findet sich auch in der Hinterleibszeichnung. Bei innocuus bemerkt man stets nur eine Rückenlinie, die sich kaum auf einem Ring drei- eckig erweitert, während bei medius wenigstens der 2. Ring einen dreieckigen Fleck trägt, dessen Hinterrand fast die ganze Breite des Ringes einnimmt. Auch mit villicrura Coq. hat die neue Art große Ähnlichkeit, ist aber konstant kleiner und steht ihr wiederum in der Behaarung nach, indem Vorderschienen und Vordertarsen auf der dem Körper abgewandten Seite fast nackt sind, während sich bei villierura hier deutliche Behaarung findet. Außerdem ist der Mundrand bei letzterer entschieden weiter vorgezogen als bei den beiden anderen Arten. Man könnte nach dem. Gesagten alle 3 Arten als Abänderungen einer Art auffassen und medius als Normalform ansehen, während die beiden andern die äußersten Grenzen der Behaarung nach oben und unten hin darstellen. Zahl- reiche $ von Rabbit Ear Pass und Marshall Pass, Col. (Hough).
3. Tr. furcatus Stein, Arch. Nat. A 10, 40, 1 (1915).
Ziemlich zahlreich aus Unalaska 18. IX. 97 (Hough). Durch die nackten, etwas getrennten Augen, weniger dicht be- haarten Hinterschienen, gelbe Schwinger und kleinen, aber deut- lichen Randdorn unterscheidet sich diese Art von den übrigen. Ich habe a.a.O. eine genaue Beschreibung dieser auch in Deutsch- land vorkommenden Art gegeben. Ein Männchen findet sich auch in Bradleys Sammlung mit der Bezeichnung Selkirk Mts., Br. Col. 4. VIII. 05.
4. Tr. septentrionalis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 184, 10 [Aricia] (1897).
Gemein vom Marshall Pass VII. 08 und Rabbit Ear Pass, ferner 3 Pärchen aus Lyndon, Verm. 22. VIII. 1900. Die Art ist im männlichen Geschlecht an den dornartigen Borsten am Ende der Vorderschienen leicht zu erkennen und kann in dieser Be- ziehung nur mit sedar Zett. verwechselt werden, der sie auch sonst außerordentlich ähnelt. Letztere trägt aber an den Vorderschienen auf der dem Körper abgewandten Seite 6 starke, in einer Reihe stehende Borsten, während sich hier bei sepfentrionalis 4, zu je 2 in 2 Reihen angeordnete Borsten befinden. Außerdem zeigt der Hipterleib von sedar nur eine schmale Rückenlinie, während der von septentrionalis auf jedem Ring mit einem deutlichen dreieckigen Mittelfleck versehen ist. Ich habe die Art ursprünglich als Arscia und späterleider noch einmalals Trichopticus spiniger beschrieben.
Nordamerikanische Anthomyiden Pal
5. Tr. villicrura Coq., Proc. Wash. Ac. Sci. 443 [Hyetodesia]
(1900).
4 & und eine Anzahl @ aus Unalaska 18. IX. 97 (Hough). Die Art ist, wie schon erwähnt, mit innocuus und medius nahe ver- wandt und gleicht beiden in Färbung und Zeichnung sehr, ist aber leicht durch die Beborstung und Behaarung der Beine zu unter- scheiden. Die Vorderschienen tragen auf der Innenseite 4—5 lange feine Haare und sind nebst den Tarsen auf der dem Körper ab- gewandten Seite der ganzen Länge nach mit dichten Wimper- haaren besetzt, die etwa doppelt so lang sind als der Querdurch- messer der Schiene. Ein zweites, die Art von den andern unter- scheidendes Merkmal ist, daß die Mittelschienen innen in der End- hälfte etwa mit einer Reihe lockerstehender Borsten versehen sind. Die Hinterschenkel sind unterseits zugekehrt wie abgewandt mit dichten, außerordentlich langen Borstenhaaren versehen und ebenso die Hinterschienen ‘innen zugekehrt und abgewandt, während sie außen der ganzen Lärfge nach mit 6—7 nach der Spitze zu all- mählich etwas länger werdenden Borsten besetzt sind, zwischen die sich noch kürzere Behaarung einschiebt. Das Weibchen ist denen anderer Arten so ähnlich, daß es nicht mit Sicherheit unter- schieden werden kann.
3. Neoeriphia Schnbl.
1. N. metatarsata Stein, Ann. Mus. Zool. Petersb. XII, 326, 9 [Eridhia] (1907).
Von dieser zuerst aus Tibet beschriebenen Art finden sich mehrere Pärchen vor, die auf dem Cameron Pass 31. VII. (Hough) gesammelt sind. Auch in der Wiener Sammlung finden sich einige Stücke von Fruhstorfer auf dem Pikes Peak, Col. gefangen.
4. Pogonomyia Rond.
1. P. flavipennis sp. nov.
Simillima P. Meadei Pok., differt alis distincte flavidis et . abdomine cinereo-pollinoso, vitta media obscuriore.
Mir liegen mehrere an Größe recht verschiedene Stücke vor. Während die kleinsten kaum 5 mm lang und dementsprechend zart sind, erreichen die größten ein Länge von 7 mm. Im allgemeinen ist die Art viel schlanker als die übrigen Arten der Gattung, aber sofort durch die auffallend gelblich tingierten Flügel von allen anderen zu unterscheiden. Außerdem ist der Hinterleib schräg von hinten gesehen schwach graulich bestäubt und läßt eine dunklere Rückenstrieme mehr oder weniger deutlich erkennen. Beide Merkmale sind zur Unterscheidung vollständig ausreichend, während auch das Weibchen sofort an der gelben Färbung der Flügel zu erkennen ist.
5 & 2 2 aus London, Ont. 23. V. 07, Polk, Wisc., Chicago 6. VI. 08, 28. III. 99, Mac Henry, Ill. 28. VI. 97.
9. Heft
22 : Prof. P. Stein:
2. P. umicolor sp. niov.
Simillima iterum P. Meadei, differt statura multo majore, alis fere hyalinis, spinula costali nulla, pedibus aliter setosis. Long. 7 mm.
In meiner ersten Arbeit über Nordam. Anth. habe ich die vor- liegende Art als alpicola Rond.? bestimmt, da mir die wirkliche alpicola damals noch unbekannt war. Es handelt sich aber sicher um eine neue Art, deren Hauptmerkmale ich auch damals schon angegeben habe. Sie wird am besten mit Meadei verglichen, der sie in der Körperfärbung vollständig gleicht, ist aber bedeutend größer, da letztere höchstens eine Länge von 5,5 mm erreicht, und auf den ersten Blick schon durch die fast elashellen Flügel, die nur an der Basis etwas graulich sind, zu unterscheiden. Ein anderer konstanter Unterschied liegt in der Beborstung der Beine, nament- lich der Mittelschenkel. Dieselben sind bei Meadei unterseits nur fein behaart, ohne stärkere Borsten, während sich bei unicolor auf der Unterseite, etwas nach vorn gerichtet, in der Spitzenhälfte 5 kräftige, gegen die Spitze zu an Länge abnehmende Borsten finden. Beim Weibchen stehen hier nur 1—2 längere Borsten, welches Merkmal aber neben der bedeutenderen Größe genügt, beide Arten auch im weiblichen Geschlecht zu unterscheiden.
2 Pärchen aus Moscow, Id. u. Pullman, Wash. 30. V. 07 (Aldr.).
3. P. alpicola Rond.
Ziemlich zahlreich vom Marshall Pass 28. VII. 08 (Aldr.) in Stücken, die vollständig mit unseren europäischen übereinstimmen. Die Art ist außer der bedeutenderen Größe von Meadei dadurch zu unterscheiden, daß die gekielten Wangen außerordentlich breit sind, der Thorax eine mehr oder weniger deutliche Striemung er- kennen läßt und der Hinterleib von hinten gesehen an den Vorder- rändern der Ringe mehr oder weniger dicht bräunlich bestäubt ist.
4. P. Meadei Pok.
Mir liegen 4 Pärchen vor, die am selben Ort und zur selben Zeit gefangen sind wie die vorige. Sie gleichen auf den ersten Blick völlig unseren Stücken, zeigen indessen bei genauerer Unter- suchung einige Unterschiede, die zwar konstant zu sein scheinen, aber die Aufstellung einer neuen Art kaum rechtfertigen könnten. Die Mittelschenkel, die "bei unserer Meadei unterseits vorn und hinten der ganzen Länge nach lang und fein behaart sind, sind hier nur mit wenigen kurzen Borsten besetzt. Die Mittelschienen tragen bei unsern Stücken außen vorn 2 kräftige Borsten, sind aber bei den amerikanischen hier nackt, und endlich zeigen die Flügel einen kleinen deutlichen Randdorn, der unserer Art fehlt. Beim Weibchen kommt nur- der letzte Unterschied in Betracht.
5. Dialyta Meig. 1:2. ala sp. nov. Capite, antennis, palpis flavis, fronte lata obscurius flava, an- tennarum seta breviter pilosa, thorace et scutello flavis, subnitidis,
Nordamerikanische Anthomyiden 23
dc 3; abdomine fere cylindrico vel subconico, sordide flavo, pellu- cido; pedibus flavis, pulvillis elongatis, alis, squamis, halteribus flavidis, spinula costali haud longa, sed distincta. Long. 6,5 mm,
Kopf, die langen Fühler und die Taster blaßgelb, die breite Stirnmittelstrieme etwas dunkler gelb, Borste kurzhaarig, so daß die Behaarung ober- und. unterseits zusammen knapp so lang ist wie das 3. Fühlerglied breit. Thorax und Schildchen einfarbig hell- gelb, etwas glänzend und schwach durchscheinend; de 3, fra ganz fehlend, Grundbehaarung des Thorax fein und ziemlich locker. Hinterleib annähernd walzenförmig, ebenfalls gelb, aber zum Teil schmutzig rötlich, ziemlich durchscheinend, die Hinterränder aller Ringe und die Mitte der beiden letzten Ringe mit abstehenden Borsten. Beine blaßgelb, Tarsen kaum verdunkelt, Pulvillen etwas verlängert ; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen mit 1 etwas hinter dem Beginn des letzten Drittels, außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten. Flügel recht intensiv gelblich, namentlich an der Basis, Randdorn deutlich, wenn auch nicht sehr lang, 3. und 4. Längsader schwach divergierend, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen und Schwinger blaßgelb. Charakteristisch für die Gattung scheinen auch die an der Spitze auffallend breit abgerundeten Flügel zu sein.
1 & Julietta, Id. 2. VII. 07 (Aldr.).
Anm. Von den oben erwähnten breitstirnigen Männchen der Phaonia flava unterscheidet sich vorliegende Art sofort durch die blaßgelben Fühler und die breitere, nur wenig dunkler gelbe Stirnmittelstrieme. Um jene nicht zur Gattung Dialyta zu ziehen, worauf man nach meiner Bestimmungstabelle kommen würde, achte man darauf, daß bei dieser Gattung die Fühler stets merklich über der Augenmitte eingelenkt sind, was bei Phaonia flava nicht der Fall ist.
2. D. rufitibia sp. nov. Oculis late disjunctis, antennis nigris longis, seta distincte pubescente, palpis nigris; thorace, scutello, abdomine oblongo nigris subnitidis, levissime cinereo-pollinosis, de 3; pedibus nigris, apice femorum et tibiis rufis; alis flavidis, spinula distincta, nervo transv. post. levissime infuscato, squamis, halteribus flavis. — Femina abdomine ovato, subacuto differt. Long. 7,5 mm.
Die Art gleicht in Größe und Gestalt vollständig der D. erı- nacea Fall. und gibt sich für den, der letztere kennt, sofort als zur Gattung Dialyta gehörig zu erkennen. Stirn breit, überall so breit wie ein Auge, Fühler oberhalb der Augenmitte eingelenkt, lang und kräftig, mit deutlich pubeszenter Borste, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, schwach glänzend, dünn graulich bereift; de 3, a auch vor dem Schildchen fehlend, ra
‚wie bei allen Arten der Gattung ebenfalls fehlend. Hinterleib länglich, fast walzenförmig, wie der Thorax gefärbt und bestäubt, vom Hinterrand des 2. Ringes an mit kräftigen, langen, abstehenden
9, Heit
94 Prof. P. Stein:
Borsten, wie sie ebenfalls für die Gattung charakteristisch sind. Beine schwarz, die Spitze der Schenkel und die Schienen rotgelb, Pulvillen und Klauen sehr kurz; Vorderschienen mit kräftiger Borste, Mittelschienen außen vorn mit 1, außen hinten mit 2, Hinterschienen außen fast auf der Mitte mit 1 ziemlich langen, außen abgewandt mit 2 etwas kürzeren, innen abgewandt mit 5 noch kürzeren Borsten. Flügel recht intensiv gelblich, mit kräf- tigem Randdorn und schwach gedörneltem Vorderrand, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader steil und gerade, schwach gesäumt, Schüppchen und Schwinger gelblich. — Das Weibchen gleicht bis auf die Form des Hinterleibes dem Männchen.
1 & aus Polk, Wisc. (Baker) und 2 Q aus Wisc. (Hough) ohne Orts- oder Zeitangabe.
6. Hebeenema Schnbl.
1. A. fulva Big., Ann. Soc. ent. Fr. ser. 6. V. 291. 3 [S2zlog.]
(1885).
Die Beschreibung Bigots ist richtig, genügt aber nicht, um die Art von ähnlichen zu unterscheiden, da weder die Beborstung des Thorax noch der Beine erwähnt wird. Die Art hat im Habitus große Ähnlichkeit mit H.nigricolor Fall. und ist leicht als Hebecnema- art zu erkennen. Die Augen stoßen oben so eng zusammen, daß man hier nicht einmal von Orbiten etwas sieht, die oberen Fazetten sind auffallend größer als die unteren. Der Kopf erscheint von vorn nach hinten flach gedrückt, so daß im Profil von Stirn und Wangen nicht das Geringste wahrzunehmen ist, Backen mäßig breit. Fühler braun, 2. Glied und in geringer Ausdehnung auch die Basis des 3. gelblich, Borste deutlich gefiedert, Taster faden- förmig, gelb. Thorax und Schildchen einfarbig rotgelb, glänzend, ohne jede Zeichnung und Bestäubung; dc 4, fra fehlend, a nur vor dem Schildchen, s? 1, 2, die untere hintere aber höchstens halb so lang wie die obere und viel feiner, Grundbehaarung zwischen den Dorsozentralborsten fast 5-reihig. Hinterleib fast stumpf kegel- förmig, etwas nach unten gekrümmt, entweder einfarbig rotgelb wie der Thorax oder in der Endhälfte mehr oder weniger verdunkelt, zuweilen mit sehr feinen, schwarzen Ringeinschnitten. Er ist kurz’ und zerstreut abstehend behaart, vom Hinterrand des 3. Ringes an länger, aber nicht sehr stark abstehend beborstet. Beine gelb, Tarsen verdunkelt, Pulvillen und Klauen kaum verlängert ; Vorder- schienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt mit 1, innen abgewandt mit 2 Borsten, Hinter- schenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit 2 nicht sehr langen Borsten. Flügel gelblich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längs- ader schwach divergierend, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen und Schwinger gelblich. >
Recht häufig. Fundorte sind San Mateo, Cal. 6. IV. 06, Stan- ford Un. 21. X. 05, Guemes Isl., Wash. 13. VII. 05, Friday Harbor
Nordamerikanische Anthomyiden 95
5. VI. 06, Santa Cruz, Cal. 24. VII. 95, Felton, Cal. 20. V. 07, Berkeley, Cal. 16. IX. 06. aus den Sammlungen von Aldrich. Melander und Bradley.
2. H. nigricolor Fall.
3 & vom Mt. Constitution 17. V. 10 und Bellingham 30. VII., die sich nur durch etwas geringere Größe und ganz gelbe Vorder- schenkel von unseren Stücken unterscheiden, und 4 2 von denselben Orten und aus Olga, N. D.? 17. V. 10.
3. H. umbratica Meig.
Häufig. Einige Fundorte sind Montreal, Friday Harbor, Polk, Wisc., Big Stone, S. D., Chicago, Pullman.
4. H. vespertina Fall.
Ebenso häufig wie die vorige, Pacific Grove, Wash., Redwood, Cal., Palo Alto, Cal., Friday Harbor, Bellingham, Moscow, Id., Mt. Constitution.
7. Mydaea R. D.
1 Wenigstens die Schienen gelb, wenn auch zuweilen verdunkelt 2 Beine ganz schwarz, höchstens die Hinterschienen schwach
rötlich 29
Bi ic. 3 3 dc 4 15
3 Thorax und Schildchen ganz gelb aperta Sp. noV. Thorax anders gefärbt 4
4 Alle Schenkel s: hwarz d Wenigstens die Hinterschenkel gelb | 8
5 Vordertarsen außerordentlich verbreitert und durchscheinend rötlichgelb tarsalis Stein®) Vordertarsen einfach 6
6 Beide Queradern breit gesäumt 7
Queradern nicht oder schwach gebräunt copiosa v. d. Wulp
7 Fühlerborste pubeszent, Hinterschenkel unterseits abgewandt in der Endhälfte mit 6—7 kräftigen, gleichlangen Borsten, Hinterschienen innen der ganzen Länge nach fein zottig behaart 5 obscuripes Zett. Borste deutlich behaart, Hinterschenkel nur vor der Spitze mit 1—2 Borsten, Hinterschienen innen mit einzelnen kurzen
Borsten signatipennis v.d. Wulp‘)
8 Schildchen an der Spitze breit gelb Schildchen grau 10
9 Taster gelb, Vorderschienen borstenlos, Fühlerborste lang be- haart impedita sp. nov. Taster schwarz, Vorderschienen mit Borste, Fühlerborste kurz
behaart humilis sp. nov.
®) Bis jetzt nur aus Mexiko bekannt. TER 9. Heft
26 Prof. P. Stein:
10 Fühlerborste sehr kurz pubeszent, fast nackt, Hinterleib beim Männchen mit sehr verloschenen Fleckenpaaren, beim Weib-
chen ungefleckt ofiosa SP. noV. Borste deutlich behaart oder gefiedert, Hinterleib mit deutlichen Fleckenpaaren 11
11 Taster gelb 19 Taster schwarz 13
12 st 2, 2, Fühler schwarz abiens Stein st 1, 2. Fühler lehmgelb rubripalpis v.d. Wulp’) 13: Querader deutlich gebräunt 14 Queradern nicht gebräunt limnophorina Stein
14 Stirnmittelstrieme an der schmalsten Stelle nicht breiter als die Orbiten, Hinterschenkel ganz gelb obscurinervis Stein
Stirnmittelstrieme an der schmalsten Stelle viel breiter als die Orbiten, Hinterschenkel am Ende gebräunt maculipes Stein‘)
15 Augen dicht und lang behaart 16 Augen nackt oder pubeszent 18
16 a vor der Naht ein Paar kräftiger orbitaseta Stein a vor der Naht fehlend 17
17. Augen des Männchens etwas getrennt, Hinterleib gelbgrau, a auch vor dem Schildchen nicht brevis Stein Augen eng zusammenstoßend, Hinterleib schwarzgrau, a vor dem Schildchen ein kräftiges Paar rufitibia Stein
18 Thorax und Schildchen gelb 19 Thorax anders gefärbt _ 20
19 Hinterschienen außen abgewandt mit 1 Borste, Queradern nicht gebräunt, Fühlerborste deutlich behaart Hebecnema fulvaBig. Hinterschienen außen abgewandt mit 2 Borsten, Queradern gesäumt, Fühlerborste pubeszent varia SP. NOV.
an var. amoebae?)
20 Hinterschienen außen abgewandt mit 1 Borste auf der Mitte,
st 2, 2 uniseta Stein Hinterschienen außen abgewandt mit 2 Borsten, 21,2 21
21 Fühlerborste deutlich gefiedert 22 Borste pubeszent . 26
22 Fühler gelb flavicornis Cog. . Fühler höchstens an der Basis gelb 23 23 Queradern deutlich gebräunt 24 Queradern nicht gebräunt 25
24 Taster gelb, Hinterleib mit deutlichen Fleckenpaaren, an der Basis durchscheinend fulviventris Big. Tsater schwarz, Hinterleib höchstens mit Schillerflecken, nie durchscheinend biseriata sp. noV.
?) Auch diese Arten sind Mexikaner.
Nordamerikanische Anthomyiden 27
25 Schildchen und Schulterbeulen gelb humeralis Zett. (tincta ?) . Schildchen und Schulterbeulen grau urbana Meig.?) 26 Fühler und Taster ganz schwarz, Schildchen an der Spitze nie rötlichQueradern nicht gesäumt, 27 2. Fühlerglied rötlich, Taster gelb, Schildchen an der Spitze mehr oder weniger gelb, Queradern gebräunt 28 27 Stirn deutlich vorragend, 3. Fühlerglied doppelt so lang als das 2., st2, 2, Vorderschenkel gebräunt, Legeröhre des Weibchens
ohne Dornen otiosa Sp. noV Stirn kaum vorragend, 3. Fühlerglied dreimal so lang als das 2.,
st 1, 2, Vorderschenkel gelb, Legeröhre mit Dornenkranz furtiva sp. nov.
38 Thorax ziemlich hellgrau, Schulterbeulen oft gelblich, Hinter- leib an der Basis oft durchscheinend gelblich amoeba Stein (lysinoe WIk.?)
Thorax dunkelbraun, Schulterbeulen nicht gelblich, Hinterleib
nie durchscheinend pubiceps Stein (troene WIk.?)
29 Hinterschienen rötlich 30 Alle Schienen schwarz 31 30 Fühlerborste lang behaart van der Wulpii Schnbl. Borste nackt _ nudisela Sp. noV.
31 Augen dicht und lang behaart 32 Augen nackt oder sehr zerstreut behaart 39 32 Schwinger schwarz 33 Schwinger gelb 34
33 Fühlerborste lang behaart nigridennis Wlk. (nisida Stein) Borste pubeszent pulla sp. nov. 34 Fühlerborste pubeszent astuta Sp. noVv. Borste deutlich gefiedert . 39
35 Hinterleib grau bestäubt, mit schmalen schwarzen, in der Mitte sich nach vorn zu einer Mittelstrieme fortsetzenden Hinter- randsbinde, fra ziemlich lang rugia WIk.
Hinterleib mit mehr oder weniger deutlichen Fleckenpaaren, pra meist kurz. oder mäßig lang 36
36 Schüppchen und Flügelbasis auffallend gelb flavocalyptrata sp. noV:
Schüppchen und Flügelbasis nicht auffallend gelb 37
37 Augen des Männchens eng zusammenstoßend lucorum Fall. Augen des Männchens mehr oder weniger getrennt 38
38 Hinterschenkel unterseits zugekehrt ganz nackt obscurata Meig. Hinterschenkel unterseits zugekehrt mit langen, feinen Borsten- haaren barbana WIk.
39 Fühlerborste pubeszent Schüppchen schwarz ?ulla sp. nov.
Borste lang gefiedert, Schüppchen gelblich oder weiß 40
. ®) Kommt man hier auf eine Art mit schwarzen Schenkeln, so ist es eine-neue, die ich, da sich in der Sammlung nur ein Weibchen aus Ithaka befindet, nicht beschrieben habe,
9. Heft
28 . » Prof. P. Stein:
40 fra ziemlich lang 41 pra sehr kurz 42
41 Stirn an der schmalsten Stelle mindestens ?/, so breit wie ein Auge, Schwinger höchstens blutrot Enoplodteryx spinosaWlk.
Stirn an der schmalsten Stelle viel schmäler, Schwinger fast schwarz nigribennis WIk.
42 Hinterleib ungefleckt oder höchstens mit Rückenstrieme 43 Hinterleib mit mehr oder weniger deutlichen Fleckenpaaren 44
43 Ganze Fliege schwarzgrau, dc 4, Queradern nicht gebräunt nubila Stein
Fliege gelbgrau, dc 3, Queradern deutlich, wenn auch nicht stark gebräunt exilis Sp. noV.
44 Thorax schwarz, dünn bräunlichgrau bestäubt, mit undeutlichen Striemen, Flügel intensiv angeräuchert, s?1, 2 tinctipennis Stein
Thorax hellgrau, mit 4 deutlichen Striemen, Flügel fast glas- hell mit gelblichen Adern, sit 2, 2 Dunctata Stein
Neue Arten. 1. M. aperta sp. nov. 2
Oculis late. disjunctis, nudis, antennis nigris, articulo 2 rufes- cente, seta breviter pilosa, palpis aut flavis, extremo apice fusco, aut plus minusve infuscatis; thorace et scutello pallide flavis, subpellucidis, immaculatis; abdomine flavido-griseo, immaculato; pedibus flavis, tarsis nigris; alis, squamis halteribus, flavidis, spinula distincta. Long. 7 mm.
Augen fast rund, nackt, durch eine breite braune, hinten nur wenig. ausgeschnittene Mittelstrieme und schmale graue Orbiten getrennt, Fühler schwarz, 2. Glied rötlichgelb oder wenigstens rötlich, Borste kurz behaart, Taster fadenförmig, gelb, an der äußersten Spitze gebräunt, oder ganz schwarz. Thorax, Schildchen und Hinterrücken einfarbig blaßgelb, schwach durchscheinend, de 3, pra mäßig lang, a nur vor dem Schildchen, die übrige Grund- behaarung kurz und sehr zerstreut, so daß der Thorax fast nackt erscheint. Hinterleib gelbgrau oder hellbraun, schwach glänzend, ganz ungefleckt, vom Hinterrand des 2. Ringes an abstehend be- borstet. Beine gelb, Tarsen schwarz; Vorderschienen mit 1, Mittel- schienen hinten mit 3, Hinterschienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit 3—4 kürzeren Borsten. Flügel ‘schwach gelblich, mit deutlichem Randdorn, 3. und 4. Längsader
divergierend, hintere Querader steil und leicht geschwungen, Schüppchen und Schwinger gelblich.
2 @ Portola, Cal. 13. IV. 06 (Aldr.) und Dewatto, Wash. 7. VI. 06 (Aldr.). Letzteres Stück hat dunkle Taster und an den Hinterschienen außen abgewandt nur 1 Borste, gleicht aber in allen andern Merkmalen so sehr dem ersten, daß ich es für dieselbe Art halte. 4 weitere Weibchen stammen aus Chimacum, Wash. 13. VIII. 10 (Mel.) und Poulabo, Wash. 17. VIII. 10 (Mel.).
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3, M. astula sp. nov. 2
Oculis distincte pilosis, late disjunctis, antennis nigris, seta basi incrassata, pubescente, palpis apice paullo dilatatis nigris; thorace nigro, leviter. flavido-cinereo pollinoso, distincte quadri- lineato; abdomine flavido-cinereo, maculis micantibus irregularibus obscurioribus; pedibus nigris; alis cinereis, basi flavidis, spinula parva, squamis et halteribus distincte flavis. Long. 7 mm.
Die Augen sind deutlich behaart und durch eine breite, hinten bis zur Mitte ausgeschnittene Mittelstrieme und schmale gelbgrau bestäubte, mit äußerst kleinen Börstchen besetzte Orbiten ge- trennt, Stirn und Wangen deutlich vorragend, Backen halb so breit wie die Augenhöhe, sämtliche Teile gelblichgrau bestäubt mit schwärzlichen Reflexen, namentlich die Wangen neben der Fühler- basis, Fühler und Taster schwarz, Borste nur bei starker Ver- größerung. pubeszent, an der Basis verdickt. Thorax schwarz, gelblichgrau bestäubt, mit 4 ziemlich deutlichen schwarzen Strie- men, in ähnlicher Weise wie bei Phaonia serva Meig., der die Art bei flüchtiger Betrachtung sehr gleicht; de 4, anur vor dem Schild- chen, fra kaum halb so lang wie die folgende Supraalarborste (sa). Hinterleib gelblichgrau, schwach glänzend, mit dunkleren, je nach der Beleuchtung wechselnden Schillerflecken, vom Hinterrand des 3. Ringes an abstehend beborstet, vorher fast nackt. Beine schwarz, Vorderschienen mit 1—2 Borsten, Mittelschienen außen vorn mit 1, - hinten mit 2—3, Hinterschienen außen abgewandt mit 4—5, innen abgewandt mit 2—3 Borsten, Hinterschenkel unterseits ab- gewandt und zugekehrt mit einerlockeren Reihe längerer Borsten. Flügel graulich mit gelblicher Basis und sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader schief und ge- schwungen, Schüppchen und Schwinger intensiv gelblich.
2 Q vom Marshall Pass, 28. VII. 08 (Aldr.).
3. M. biseriata sp. nov. &
Oculis fere cohaerentibus, sat longe sed sparsim pilosis, an- tennis angustis, nigris, articulo 3 basi plus minusve rufescente, seta longe plumata, palpis fere nigris; thorace et scutello nigris, flavido- griseo-pollinosis, vittis 4 paullo obscurioribus thoracis sat distinctis; abdomine oblongo, nigro, dense flavido-griseo-pollinoso, maculis micantibus plus minusve distinctis; pedibus flavis, pulvillis et unguibus elongatis, tibiis posticis intus utrinque longe setosis; alis flavidis, spinula fere nulla, nervis transv. fusco-limbatis, squamis flavidis, halteribus flavis. Long. 8,5 mm.
Augen hoch und schmal, ziemlich lang, aber sehr zerstreut behaart, durch eine schmale schwarze Stirnstrieme und sich fast berührende silberweiße Orbiten nur wenig getrennt, Stirn deutlich etwas vorragend, Wangen ein wenig schmäler, Backen Yy,—'/, so breit wie die Augenhöhe, Fühler unter der Augenmitte eingelenkt, den unteren Augenrand erreichend, ziemlich schmal, schwarz, 3. Glied an der Basis durchscheinend lehmgelb, Borste lang ge-
9. Heit
30 - tr Prof, DB, Bteln rn
fiedert, Taster fadenförmig, fast schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, dicht gelblichgrau bestäubt, so daß die 4 etwas dunkleren Striemen auf ersterem verhältnismäßig deutlich sind; dc 4, pra ganz fehlend, höchstens ein kurzes Härchen, a vor dem Schildchen recht lang, s? 2, 2. Hinterleib länglich, dicht mit einem Grau be- stäubt, das noch gelblicher ist als das des Thorax, mit etwas dunk- leren Schillerflecken, die aber kaum zu paarigen Flecken angeordnet sind; er ist vom Hinterrand des 2. Ringes an lang abstehend be- borstet, bis dahin kurz. Beine gelb, Pulvillen und Klauen ver- längert; Vorderschienen mit 1, Mittelschienen hinten mit 2—3, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt und zu- gekehrt mit je einer Reihe kräftiger etwas abwärts gerichtiter Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit einigen längeren Borsten. Flügel schwach gelblich, mit kaum merklichem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader steil und kaum geschwungen, beide Queradern deutlich gesäumt, Schüppchen weißlichgelb, Schwinger gelb.
; 1 g aus Ithaka (Aldr.).
4. M. exilis sp. nov. &
Oculis nudis vel brevissime pubescentibus, distincte separatis, antennis et palpis nigris, seta satis longe pilosa; thorace dilute cinereo, indistincte quadrilineato, scutello cinereo; abdomine sub- conico, breviter hirto, flavido-cinereo, immaculato; pedibus nigris, tibiis posticis sordide flavidis, pulvillis et unguibus paullo elongatis; alis subflavidis, spinula distincta, nervis transv. distincte sed anguste infuscatis, squamis et halteribus flavidis. Long. 5,5 mm.
. Augen nackt oder bei starker Vergrößerung nur mit sehr zer- streuten kurzen Härchen, durch eine schwarze Strieme und linien- förmige grau bestäubte Orbiten recht deutlich getrennt, so daß die Stirn an der schmalsten Stelle etwa 114 mal so breit ist als das 3. Fühlerglied, Stirn und Wangen kaum vorragend, Backen etwa 1/, der Augenhöhe, Fühler ziemlich schmal, schwarzgrau, 2. Glied rötlich grau, Borste lang gefiedert, Taster fadenförmig, dunkel- braun. Thorax und Schildchen gelblich aschgrau, ersterer mit sehr undeutlichen, dunkler grauen Mittellinien, die seitlichen kaum an- gedeutet; de 3, a nur vor dem Schildchen, fra sehr kurz, Grund- behaarung kurz abstehend und sehr zerstreut. Hinterleib kegel- förmig, aschgrau, mit noch gelblicherem Ton als der Thorax, in ‘ der Basalhälfte mit kurzen abstehenden, feinen Börstchen besetzt, in der Endhälfte länger abstehend beborstet. Eine Zeichnung ist bei dem einzigen vorliegenden Stück nicht zu erkennen, doch scheint es, als ob die Spur einer Rückenlinie vorhanden wäre. Beine schwarz, sämtliche Schienen mehr oder weniger schmutziggelb durchscheinend, ‚was besonders an den Hinterschienen wahrzu- nehmen ist, Pulvillen und Klauen etwas verlängert; Vorder- schienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt und innen abgewandt ebenfalls mit je 2 Borsten,
Nordamerikanische Anthomyiden 31
Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor. der Spitze mit etwa 2 längeren Borsten, zugekehrt nackt. Flügel schwach gelblich, mit deutlichem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader steil und gerade, beide Queradern deutlich, aber nicht breit gesäumt, Schüppchen und Schwinger gelblich.
1 & ohne nähere Angabe aus Mass.
5. M. flavocalypirata sp. nov.
Oculis fere cohaerentibus, dense et longe hirtis, antennis et palpis nigris, seta breviter pilosa; thorace nigro, leviter cinereo- pollinoso, quadristriato; abdomine oblongo, convexo, fusco- pollinoso,linea media et maculis irregularibusaegerrime observandis; pedibus nigris, pulvillis et unguibus elongatis, tibiis posticis intus pilosis; alis leviter infuscatis, basi flavis, omnibus nervis obscuris, spinula minuta, squamis et halteribus cistincte flavis. — Femina flavido-cinerea oculis brevissime hirtis, pedibus simplicibus differt. Long. ca. 7 mm.
Augen dicht und lang behaart, durch eine schmale Strieme wenig getrennt, Stirn und Wangen deutlich vorragend, letztere gekielt, Backen mindestens 13 der Augenhöhe, Fühler etwas unter der Augenmitte eingelenkt, den unteren Augenrand erreichend, schwarz, 3. Glied doppelt so lang als das 2. und etwas schmäler, Borste kurz behaart, die Gesamtbehaarung etwa so lang als das 3. Fühlerglied breit ist, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schild- chen schwarz, dünngraulich bereift, ersterer mit 4 ziemlich breiten schwarzen Striemen, dc gewöhnlich 3, ausnahmsweise auch 4, dra reichlich halb so lang wie die 1. dc hinter der Naht, anur vor dem Schildchen, s21,2, im übrigen der Thorax kurz abstehend behaart. Hinterleib länglich eiförmig, dicht abstehend behaart, vom Hinter- rand des2. Ringes an abstehend beborstet. Er ist seidenartig bräun- lichgelb bestäubt und läßt beireinen Stücken große paarige Schiller- flecken erkennen. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen verlängert ; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2 Borsten, Hinterschienen außen abgewandt meist mit 2, innen abgewandt mit 7—9 fast die ganze Länge einnehmenden Borsten, innen zugekehrt ebenfalls fast der ganzen Länge nach mit langen, feinen Borsten- haaren, Hinterschenkel unterseits abgewandt wie zugekehrt fast der ganzen Länge nach mit langen Borsten. Flügel dadurch ziem- lich angeräuchert, daß sämtliche Adern von einem deutlichen Schatten begleitet sind, an der Basis auffallend gelb, Randdorn klein, hintere Querader steil und geschwungen, Schüppchen und Schwinger intensiv gelb. — Das Weibchen ist gelbgrau gefärbt, hat breit getrennte, äußerst kurz behaarte Augen, schwache grau- liche Thoraxstriemen und einfarbigen Hinterleib. Die Vorder- schienen tragen 1 Borste, Mittelschienen außen vorn und außen hinten je 2, die Hinterschienen sind innen zugekehrt nackt. Beide Queradern sind schwach gebräunt, was beim Männchen wegen der Säumung sämtlicher Adern weniger auffällt, im übrigen Flügelbasis und Schüppchen ebenso intensiv gelb als beim Männchen.
9. Heft
32 .ı Prof. P.-Stein: f
Ziemlich zahlreich in Bradleys Sammlung mit der Bezettlung Carbonate to Prairie Hills, Br. Col., 18. XTI. 08. _
6. M. furtiva sp. nov. 9
Simillima M. urbanae Meig., differt antennarum seta fere nuda.
Die Art gleicht in Größe, Färbung und Zeichnung außer- ordentlich der gemeinen M. urbana Meig., ist aber sofort durch die fast nackte Fühlerborste zu unterscheiden. Der Hinterleib ist ein- farbig dunkel gelbbraun, ziemlich glänzend und läßt kaum schwache Schillerflecken erkennen. Vom Hinterrand des 3. Ringes an ist er stärker beborstet. Beine ganz gelb, Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2—3, Hinterschenkel unterseits ab- gewandt von der Mitte bis zur Spitze mit 4—5 längeren Borsten, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 2—3 Borsten. Flügel ziemlich gelblich tingiert, namentlich an der Basis, mit kurzem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader ziemlich steil und deutlich geschwungen, Schüpp- chen recht intensiv gelblich, Schwinger gelb. Legeröhre mit Borsten- kranz, ein Merkmal, das die Selbständigkeit der Art zweifellos macht.
- 1 Q@ Mt. Constitution 17. V. 10 (Mel.).
7. M. humilis sp. nov. &
Oculis intime cohaerentibus, nudis, antennis nigris, articulo 2 sordide rufescente, seta breviter pilosa, palpis fuscis; thorace ci- nereo, leviter albido-pollinoso, duabus lineis angustis obscurioribus aegre, lateralibus vix observandis, scutello flavo subpellucico, levis- sime albido-pollinoso; abdomine oblongo, hirto, cinereo, binis maculis parvis segmentorum 1 et 2 aegr rime tantum et indistincte observandis; pedibus flavis, tarsis nigris, pulvillis et unguibus vix elongatis; alis flavidis, spinula brevi, sed distincta, nervis transv. levissime et anguste infuscatis, squamis et halteribus flavidis. Long. ca. 6 mm.
Augen hoch und schmal, fast den ganzen Kopf einnehmend, nackt, oben aufs engste zusammenstoßend, Fühler schwarz, 2. Glied rötlich, Borste kurz behaart, Taster braun. Thorax asch- grau, dünn heller grau bereift, 2 feine dunklere Mittellinien nur ganz vorn bemerkbar, während breitere Seitenstriemen kaum an- gedeutet sind, Schildchen gelblich durchscheinend, äußerst dünn hellgrau bereift; de 3, a nur vor dem Schildchen, fra halb so lang wie die folgende Supraalarborste (sa), Grundbehaarung kurz und zerstreut. Hinterleib länglich, überall abstehend behaart, an den Einschnitten und hinten länger abstehend beborstet. Er ist wie der Thorax gefärbt und bestäubt und läßt nur bei gewisser Beleuchtung und auch dann kaum bemerkbar auf den ersten Ringen die Spur von kleinen paarigen Flecken erkennen. Beine gelb, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen deutlich etwas verlängert; Vorderschienen mit 1 Borste, Mittelbeine fehlen, Hinterschienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit 3 kürzeren Borsten. Flügel gelblich, mit deutlichem Randdorn, 3. und 4. Längsader etwas
Nordamerikanische Anthomyiden 33
divergierend, hintere Querader ziemlich steil und schwach ge- schwungen, beide Queradern von einem sehr schmalen dunkleren Schatten begleitet, Schüppchen und Schwinger gelblich.
1 8 Guemes Isl., Wash. 13. VII. 05 (Aldr.).
8. M. impedita sp. nov.& _
Oculis arcte cohaerentibus, nudis, antennis et palpis flavis, seta longe plumata; thorace cinereo, leviter albido-pollinoso, lineis duabus mediis angustis indistinctis, humeris et scutello flavis, sub- pellucidis; abdomine oblongo, flavido-cinereo, subnitido, linea media angustissima indistincta; pedibus totis flavis, pulvillis et unguibus paullo elongatis; alis, squamis, halteribus flavidis, spinula nulla. Long. 6,5—7 mm.
Augen hoch und schmal, nackt, fast Cen ganzen Kopf ein- nehmend, oben aufs engste zusammenstoßend, indem sich die äußerst feinen, silbergrau bestäubten Orbiten berühren, Stirn- dreieck schmal und klein, von etwa 4 Borsten jederseits eingefaßt, Fühler blaß lehmgelb, mit ebenso gefärbter, langgefiederter Borste, Taster fadenförmig, gelb. Thorax aschgrau, schwach glänzend, der hintere Teil vor dem Schildchen gelbgrau, auf der Mitte des Rückens dünn weißlichgrau bestäubt, so daß sich nur ganz vorn die Anfänge von 2 feinen, etwas dunkler grauen Längslinien ab- heben, Schulterbeulen und Schildchen blaßgelb, schwach durch- scheinend; dc 3, fra ziemlich kurz, a nur vor dem Schildchen, Grundbehaarung aus kurzen, ziemlich zerstreuten, feinen Börstchen bestehend. Hinterleib länglich, gelbgrau, schwach glänzend, eine äußerst feine, an der Basis etwas breitere Mittelstrieme nur ganz von hinten gesehen schwach bemerkbar. Er ist fast nackt, vom Hinterrand des 3. Ringes an abstehend beborstet. Beine blaßgelb, auch die Tarsen, Pulvillen und Klauen wenig verlängert; Vorder- schienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 3, Hinterschienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit 3 kürzeren Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit 2—3 längeren Borsten, zugekehrt nackt. Flifgel, Schüppchen und Schwinger gelblich, erstere ohne Randdorn, 3. und. 4. Längs- ader etwas divergierend, hintere Querader schief und etwas ge- schwungen.
1 8 Woods Hole, Mass., VII. 1900 (Aldr.).
9. M. nudiseta sp. nov. &
Oculis nudis, sat late disjunctis, fronte et epistomatis lateribus distincte prominentibus, peristomate lato, antennis brevibus, nigris, seta nuda, basi distincte incrassata, palpis nigris; thorace nigro, leviter cinereo-pollinoso, lineis duabus mediis obscurioribus in- distinctis; abdomine oblongo, subconico, nigro, leviter cinereo- pollinoso, linea media et maculis irregularibus valde indistinctis, fere nullis; pedibus nigris, tibiis posticis rufescentibus, pulvillis et unguibus brevibus; alis cinereis, basi subflavidis, spinula minuta, squamis albidis, halteribus sordide flavis, fere fuscis. Long. 8,5 mm.
Archiv für Naturgeschichte 1919. A. 9. 3 9. Heft
34 Prof. P. Stein:
Augen nackt, verhältnismäßig klein, durch eine für ein Männ- chen recht breite Strieme getrennt, die an der schmalsten Stelle fast ?/, so breit ist wie ein Auge an derselben Stelle, Mittelstrieme schwarz, hinten nur wenig ausgeschnitten, Orbiten äußerst schmal, letztere sowie die stark vorragende Stirn und Wangen nebst den breiten Backen silbergrau bestäubt. Der Unterrand der Backen ist bis zur Mundecke hin teils mit abwärts gerichteten, teils mit aufwärts gekrümmten zahlreichen Borsten besetzt. Fühler ziem- lich kurz, schwarz, 3. Glied kaum doppelt so lang als das grau be- stäubte 2., Borste nackt, an der Basis ziemlich auffallend verdickt, Taster kräftig, schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, etwas glänzend, mit schwachem, hellgrauem Reif überzogen, von dem sich nur ganz vorn die Anfänge von 2 schmalen, dunkler grauen, ziemlich genäherten Linien abheben; dc 3, anur vor dem Schildchen, pra halb so lang wie die folgende sa, Grundbehaarung kurz ab- stehend, nicht sehr dicht. Hinterleib recht robust, länglich, ab- gestumpft kegelförmig, wie der Thorax gefärbt und. bestäubt, in der Basalhälfte kurz abstehend behaart, von der Mitte des 3. Ringes an länger abstehend beborstet. Betrachtet man ihn ganz schräg von hinten, so sieht man bei gewisser Beleuchtung eine schwach ausgeprägte Mittellinie und ganz unregelmäßige, mehr längliche als rundliche Flecke. Beine schwarz, Hinterschienen schmutzig rot, an der Basis verdunkelt, Pulvillen und Klauen wenig verlängert; Vorderschienen mit 1 Borste, Mittelschienen hinten mit 2-8, Hinterschienen außen abgewandt und innen abgewandt mit je 2 Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt der ganzen Länge nach mit kräftigen, aber nicht sehr langen Borsten, zugekehrt nackt. Flügel graulich, mit namentlich an der Basis gelblichen Adern und kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader schief und deutlich geschwungen, Schüppchen weißlichgelb, Schwinger schmutzigrot.
2 8 Moscow, 1. VI. 07, 3. VI. 11 (Aldr.).
10. M. otiosa sp. nov.
Oculis vitta frontali nigra, satis lata et angustissimis orbitis distincte separatis, nudis, antennis epistomate brevioribus nigris, seta pubescente, palpis nigris; thorace nigro, fusco-pollinoso, vittis 4 nigris distinctis; abdomine oblongo, fusco-pollinoso, binis maculis triangularibus segmentorum 2 et 3 paullo obscurioribus certo lumine tantum et vix observandis; pedibus flavis, femoribus anticis - fere totis, intermediis basi nigris, pulvillis et unguibus sat robustis; alis subflavidis, spinula fere nulla, squamis albidis leviter flavido- marginatis, halteribus flavis. — Femina fronte latiore, abdomine apice acuto, pulvillis bervibus differt. Long. 8—9 mm.
Augen nackt, durch eine ziemlich breite schwarze Stirnstrieme und linienförmige silbergraue Orbiten so breit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle etwa doppelt so breit ist wie das 3. Fühlerglied, Fühler kürzer als das Untergesicht, 3. Glied doppelt
Nordamerikanische Anthomyiden 35
so lang als das grau bestäubte 2., schwarz, Borste an der Basis verdickt, deutlich pubeszent, Stirn.an der Fühlerbasis fast halb so weit vorragend als der Augenquerdurchmesser breit ist, Wangen etwas schmäler, ebenfalls seidengrau bestäubt, neben der Fühler- basis mit schwarz schillerndem Fleck, Backen mindestens Y, der Augenhöhe, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, ziemlich dicht bräunlich bestäubt, 4 schwarze Striemen auf ersterem, namentlich von hinten gesehen, ziemlich deutlich; dc 4, pra kurz, a nur vor dem Schildchen, s?2, 2, Grundbehaarung kurz abstehend. Hinterleib länglich, wie bei urbana Meig. und ähnlichen Arten, heller bräunlich bestäubt als der Thorax, auf Ring 2 und 3 mit je 2 annähernd dreieckigen, fast die ganze Länge der Ringe einnehmenden, etwas dunkleren, aber nur bei gewisser Betrachtung erkennbaren Flecken, von denen auch der 1. Ring eine Spur trägt, 4. Ring wahrscheinlich mit Mittelstrieme, Hinter- rand des 2. Ringes mit anliegenden längeren Borsten, Hinterrand des 3. und Mitte und Hinterrand des 4. mit abstehenden Borsten besetzt. Beine gelb, Vorderschenkel fast ganz, Mittelschenkel von der Basis aus mehr oder weniger gebräunt, Pulvillen und Klauen kräftig; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 3—4 Borsten, Hinterschienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit 3 kürzeren Borsten, Hinterschenkel unter- seits abgewandt fast der ganzen Länge nach mit ziemlich langen Borsten besetzt, zugekehrt nackt. Flügel schwach gelblich, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend und zwar jene an der Spitze nach oben, diese ebenso deutlich nach unten gebogen, hintere Querader etwas schief und schwach ge- schwungen, Schüppchen weißlichgelb mit etwas intensiver gelbem Saum, Schwinger gelb. — Das Weibchen gleicht bis auf die ge- wöhnlichen Unterschiede dem Männchen und ist dem der oben beschriebenen furtiva außerordentlich ähnlich, unterscheidet sich aber sofort durch die Anordnung der Sternopleuralborsten zu 2, 2. ir » d San Jose, Cal., 2. IV. 03 (Joh.) u. 1 2 Troy, Id., 14. VI. 08 (Mel.
11. M. pulla sp. nov.
Oculis pilosis, vitta media nigra et angustissimis orbitis cinereis distincte separatis, antennis sat brevibus nigris, seta nuda vel pubescente, basi incrassata, palpis robustis, nigris; thorace nigro, subnitido, leviter cinereo-pollinoso, indistincte quadrilineato, scu- tello nigro, nitido; abdomine oblongo, caeruleo-nigro, levissime albido-pollinoso, fere immaculato; pedibus nigris, pulvillis et un- guibus paullo elongatis; alis cinereis, basi plus minusve nigri- cantibus, spinula distincta, squamis et halteribus nigris. — Femina oculis fere nudis, latissime sejunctis et alis clarioribus differt. Long. 7—8 mm.
Die Augen sind deutlich, wenn auch nicht sehr dicht behaart und werden durch eine an der Fühlerbasis ziemlich breite, dann
3* 9, Heft
36 Prof. P. Stein:
sich etwas verschmälernde und zuletzt wieder verbreiternde schwarze Mittelstrieme und kaum sichtbare Orbiten recht deut- lich getrennt, wenn auch nicht so stark wie bei der obigen nudiseta. Der hintere Ausschnitt der Mittelstrieme ist nicht sehr tief, aber glänzend schwarz und sendet ind ie Mittelstrieme noch eine äußerst feine, glänzende Linie hinein. Die Frontoorbitalborsten sind ziem- lich lang und dicht und erstrecken sich von der Fühlerbasis bis zur schmalsten Stelle der Stirn. Im Profil gesehen ragt letztere stark, die gekielten Wangen etwas weniger vor, so daß das Unter- gesicht etwas zurückweicht, Backen etwa halb so breit wie die Augenhöhe, sämtliche Teile nebst den Orbiten gelbgrau bestäubt, mit schwärzlichem Schimmer, Beborstung des unteren Backen- randes wie bei nudiseta. Fühler unter der Augenmitte eingelenkt, ziemlich kurz, Borste nackt oder kurz pubeszent, an der Basis deutlich verdickt, Taster kräftig, schwarz. Thorax und Schildchen tiefschwarz, mit einem geringen Stich ins Blaue, ziemlich glänzend, ersterer namentlich vorn sehr dünn weißlich bereift, so daß man besonders von hinten 4 schmale schwärzliche Striemen mehr oder weniger deutlich erkennt, Schildchen kaum bereift; de 4, a nur vor dem Schildchen, fra etwa 1, so lang wie die folgende sa, Grundbehaarung ziemlich lang und dicht, abstehend. Hinterleib länglich, schwach gewölbt, in der Basalhälfte kurz abstehend be- haart, in der Endhälfte abstehend beborstet. Er ist viel deutlicher schwarzblau gefärbt als der Thorax und mit dünnem, bläulich- grauem Reif überzogen, von dem sich bei seitlicher Betrachtung auf Ring 2 die kaum bemerkbare Spur von 2 länglichen, fast drei- eckigen Flecken abhebt. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen etwas verlängert ; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 3, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 3 Borsten, Mittelschenkel unterseits mit einer Reihe ziemlich langer Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewanct der ganzen Länge nach mit ziemlich langen Borsten, zugekehrt nackt. Flügel graulich, von der Basis her mehr oder weniger schwärzlich, mit deutlichem Randdorn, 3. und 4. Längsader recht deutlich diver- gierend, hintere Querader ziemlich steil und etwas geschwungen, Schüppchen schwärzlich mit noch schwärzerem Saum, Schwinger schwarz. — Die fast nackten Augen des Weibchens sind durch eine sehr breite Strieme getrennt, deren hinterer Ausschnitt eben- falls glänzend schwarz ist, und die Flügel sind etwas klarer; sonst gleicht es dem Männchen.
2& 1% Stanford Un., Cal., 22. II. 06 (Aldr.) und je 12 Palo Alto, Cal., 25. TU: 95° (Joh), San’ Jose, Cal., 2. Ivz03
(Joh.). 12. M. varia sp. nov.
Oculis arcte cohaerentibus, bus, antennis nigris, articulo 2 rufescente, seta pubescente, palpis filiformibus, flavis; thorace rufo-flavo, levissime albido- pollinoso, lineis duabus
Nordamerikanische Anthomyiden 3%
rufescentibus parum distinctis, scutello flavo; abdomine oblongo hirto, flavido-griseo, binis maculis magnis segmentorum 2 et 3 valde indistinctis (abdomine alterius exemplaris rufo-flavo pellu- cido, apice fusco) ; pedibus flavis, tarsis nigris, pulvillis et unguibus paullo elongatis; alis, squamis, halteribus flavidis, spinula nulla, nervis transv. distincte nec vero late infuscatis. — Femina fronte lata, abdomine apice.acuto, plerumque immaculato, spinula costali brevi differt. Long. 7—7,5 mm.
Augen hoch und schmal, aufs engste zusammenstoßend, mit einigen kurzen Härchen, Fühler schwarz, 2. Glied rötlich, Taster fadenförmig, gelb. Thorax und Schildchen rötlichgelb, etwas glänzend, ersterer vorn ganz dünn weißlich bereift, so daß man die Anfänge von 2 schmalen rötlichen Mittellinien erkennt; dc 4, pra ziemlich kurz, a nur vor dem Schildchen, Grundbehaarung kurz abstehend, ziemlich dicht. Hinterleib länglich, überall kurz ab- stehend behaart, von der Mitte des 3. Ringes an abstehend beborstet, gelbgrau, mit je einem Paar großer, aber sehr verloschener und sich nur schwach abhebender, etwas dunklerer Flecke auf Ring 2 und 3. Bei einem Stück ist der Hinteıleib auf den 3 ersten Ringen rotgelb wie der Thorax und mehr oder weniger durchscheinend, eine Mittel- strieme des 3. Ringes und der letzte Ring fast ganz verdunkelt; ganz von ‚hinten gesehen ist der Hinterleib dünn weißlich bereift, und man erkennt dann auf Ring 2 ein Paar großer, etwas dunklerer Flecke. Da dies Stück in allen übrigen Merkmalen mit den andern übereinstimmt, kann ich darin nur eine Abänderung erblicken. Beine gelb, Pulvillen und Klauen etwas verlängert ; Vorderschienen beim Männchen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2—3, Hinter- schienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit gewöhnlich 4 kürzeren Borsten, auch zugekehrt mit einigen kurzen Borsten auf der Mitte, Hinterschenkel unterseits abgewandt mit 3—4 längeren Borsten vor der Spitze, zugekehrt ganz nackt. Flügel gelblich, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Querader steil und schwach geschwungen, beide Queradern deutlich braun gesäumt, Schüppchen und Schwin- ger gelblich. — Die Augen des Weibchens sind durch eine breite dunkelgraue Mittelstrieme und schmale heller graue Orbiten ge- trennt, der Hinterleib ist meist einfarbig gelbgrau, selten mit einer schwachen Spur der beim Männchen sichtbaren Fleckenpaare, die Vorderschienen tragen regelmäßig eine Borste, und der Flügel- randdorn ist deutlich. Bei einem Weibchen, das sich auch wieder in sonst nichts von den anderen unterscheidet, ist der Hinterleib in der Basalhälfte gelbrot, gegen das Ende gebräunt, eine ganz schwache Andeutung von großen Flecken auch hier auf dem 2. Ring wahrnehmbar.
283 9% Friday Harbor, 29. V.06 (Aldr.) 1 $ Mt. Constitution, 31. VII. 08 (Aldr.), 184 2 Palo Alto, Cal. 27. IV. 92, 2. V. 92, 9. X. 94 (Joh.).
9. Heft
38 Prof. P. Stein:
Alte Arten.
13. M. abiens Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 193, 9 [Sprlog.] (1897). 1 2 Woods-Hole, Mass. 19. VIII. 99 (Aldr.).
14. M. amoeba Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 190, 3 [Spzlog.] (1897).
Sehr zahlreich Pullman, Wash. 25. V. 07 (Aldr.) Hagermann und Albion, Id., Moscow 22. VII. 11 (Mel.).
An den gefleckten Queradern, der pubeszenten Fühlerborste, dem mehr oder weniger durchscheinenden, schmutzig gelbroten und gefleckten Hinterleib ist die Art verhältnismäßig leicht zu erkennen. Sie ist vielleicht mit Iysinoe W]lk. identisch.
15. M. barpana W]Ik., List Dipt. IV, 933 [Anth.] (1849).
1 8 Pullman, Wash. VI. (Aldr.), auf welches genau die von mir in der Zeitschr. f. Hym. u. Dipt. IV, 188 (1901) von der Lon- doner Type gegebene Beschreibung paßt. Von lucorum Fall., mit welcher die Art große Ähnlichkeit hat, unterscheidet sie sich sofort durch die deutlich getrennten Augen und die Borste auf der äußern Vorderseite der Mittelschienen, von obscurata Meig., der sie gleich- falls sehr ähnlich ist, durch die lang und dicht behaarten Augen, die kürzere Präalarborste und dadurch, daß die Hinterschenkel unterseits zugekehrt mit langen, feinen Borstenhaaren besetzt sind, während sie hier bei obscurata ganz nackt sind.
16. M. duplicata Meig. Mehrere Stücke Three Rivers, Cal., Moscow, Id. u. Pullman, Wash.
17. M. humeralis Zett. 2 Q in Houghs Sammlung ohne Orts- und Zeitangabe. Die Art ist weiter nichts als das Weibchen zu Zincta Zett.
18. M. lucorum Fall.
Häufig, Fundorte sind Mt. Constitution, Orcas Isl., Wash., Woodside, Cal., Moscow, Pine Lake (Cal.), Marshall Pass, Belling- ham, Pullman, Chicago, Montreal.
19. M. nigripennis WIk., List Dipt. IV, 932 [Anth.] (1849).
1 2 Pine Lake, Cal. und 5 Z und 4 ? in Houghs Sammlung aus Colorado ohne nähere Angabe, aus North Park, Cal., Rabbit Ear Pass, Col. und 1 $ Montreal 9. VI. 03 (Bezzi). In der Zeit- schrift f. Hym. u. Dipt. IV, 203 (1901) habe ich eine genauere Beschreibung der Type gegeben. Ich will noch ergänzend er- wähnen, daß die Augen bei reinen Stücken ziemlich dicht und lang behaart und durch eine deutliche schwarze Strieme getrennt sind. Die Vorderschienen des Männchens sind borstenlos, während die des Weibchens stets eine kräftige Borste tragen. Die Schüppchen des Männchens sind schmutzig weiß, das untere deutlich schwarz gesäumt, die des Weibchens gelblich, Randdorn bei beiden Ge-
Nordamerikanische Anthomyiden 39
schlechtern deutlich, hintere Querader schief und geschwungen, st2,2. Das Männchen habe ich seinerzeit in der Berl. ent. Zeitschr. XLI, 185, 11 (1897) als Aricia nitida, das Weibchen in derselben Arbeit als Spzlog. crebuscularıs beschrieben.
90. M. nubila Stein
| 2 & Ithaka (Joh.). Ich habe die Art als obscura in der Berl.
ent. Zeitschr. XLII, 197, 4 (1897) beschrieben, den Namen aber ändern müssen, da v.d. Wulp schon vorher eine obscura ver- öffentlicht hatte.
21. M. obscurata Meig.
Mehrere Stücke beiderlei Geschlechts vom Mt. Constitution 3. VIl.: 09.
22. M. obscuripes Zett. 3 2 Pullman IV, Stanford Un., Cal. II. 06.
23. M. orbitaseta Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 186, 12 [Arıcva] (1897).
Das von mir noch nicht beschriebene Männchen hat lang behaarte, dicht zusammenstoßende Augen, neben der Fühlerbasis zeigt sich auf den Wangen ein braunschillernder Fleck, die Taster sind oft gelblich, der dicht gelbgrau bestäubte Hinterleib läßt auf Ring 2 und 3 je ein Paar großer brauner Flecke erkennen,”in ähn- licher Weise wie bei lucorum Fall., die beim Weibchen kleiner, aber oft recht deutlich sind. Die Beine sind gelb, Vorderschenkel zum größten Teil gebräunt, Pulvillen und Klauen kräftig und deutlich verlängert, Beborstung die beim Weibchen angegebene, Hinter- schenkel aber unterseits abgewandt der ganzen Länge nach ziem- lich lang beborstet, während sie auch zugekehrt von der Basis bis über die Mitte ziemlich lang behaart sind. Alles übrige wie beim Weibchen.
3 &6 2 Mts. near Moscow 9. IX. 08 (at summit on stones), Claremont, Cal. (Baker) und Pullman, 25. V. 07.
24. M. pubiceps Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 194, 10 [Sprlog.] (1897).
2 &1 2 Pullman 30. V. 07 und 13. IX. 08.
25. M. rufitibia Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 181, 5 [Aricia] (1897).
2 und 3 2 Chicago und Pine Lake (Johns.). Beim Weibchen sind Mittel- und Hinterschenkel oft größtenteils rot gefärbt, so daß dasselbe vom Weibchen der orbitaseta nur durch den Mangel der Akrostichalborsten vor der Naht zu unterscheiden ist. Da die- selben bei orbitaseta aber bisweilen fehlen können, bleibt in diesem Falle kein sicheres Unterscheidungsmerkmal übrig. Es scheint mir allerdings als wenn das 2. Fühlerglied bei orbitaseta regelmäßig rötlich wäre, während es bei rufitibia schwarz gefärbt ist.
9. Heft
40 Prof. P. Stein: 26. M. (Enoplopteryx) spinosa WIk., List Dipt. IV. 626 [Anth.] (1849).
Auch die Type dieser Art habe ich in London untersuchen können und darüber in der mehrfach erwähnten Zeitschrift be- richtet. Sie ist der nigripennis Wlk. ungemein ähnlich, unter- scheidet sich außer durch bedeutendere Größe im männlichen Ge- schlecht sicher durch folgende Merkmale. Die Augen sind fast ganz nackt und durch eine Strieme getrennt, die an der Fühler- basis noch etwas breiter ist als ein Auge an derselben Stelle, so daß man die Art früher zur Gattung Coenosia gezogen hätte. Die Flügel sind auch an der Basis nicht schwärzlich tingiert, sondern gleichmäßig graulich gefärbt, die Schüppchen gelblichweiß und die Schwinger blutrot. Kaum zu unterscheiden sind beide Arten im weiblichen Geschlecht, doch sind die Schwinger bei spinosa wie im männlichen Geschlecht blutrot, während sie bei nigripennis entschieden fast ganz schwarz sind.
1 ? aus Pine Lake (Aldr.) und 7 $ und 1 Q in Houghs Samm- lung aus North Park, Col.
27. M. tincta Zett. Wie oben bemerkt, das $ von humeralis Zett.
28. M. tinctipennis Stein.
8&3 2 Chicago 10. VIII. 01 (Mel.), Sheridan, Wyom. (Mel.), Polk, Wisc. (Aldr.), Big Stone, S. D., Ithaka VII. 04, Montreal 11. VII. 03 (Bezzi) . Schnabl hat die Art im Jahre 88 als nigripennis beschrieben, ein Name, welcher der Walkerschen nigridennis wegen nicht bleiben kann. Ich habe deshalb in meinen ‚„Anthomyiden Europas“ den Namen in £inctipennis umgeändert. Die von mir in der Berl. ent. Zeitschr. XLII, 198, 15 (1897) beschriebene Spil. nigricans ist zweifellos mit der vorliegenden Art identisch, obwohl sie, wahrscheinlich ausnahmsweise, 3 Dorsozentralborsten hat, aber auch dieser Name hat keine Berechtigung, da Rob. Desvoidy bereits eine Mydina nigricans beschrieben hat. Sämt- liche Stücke der verschiedenen Sammlungen haben ohne Aus- nahme 4 de.
29. M. uniseta Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 192, 2 [S?rlog.] (1897). Ziemlich zahlreich Stanford III. 06, Friday Harbor VII. 05, Pullman 11. IV. 07, 30. V. 07, San Diego, Cal., 23. II. 97, Ithaca, Palo Alto 2. III. 95, Wauseon, O. 2. IX. 01, Hawkins, O. 30. VL.
30. M. urbana Meig.
Mehrere mit unseren Stücken vollständig übereinstimmende Männchen und Weibchen vom Mt. Constitution VII. 05, Chicago 20. V. 99, Wilmercding, Pa., Ithaca.
31. M. v. d. Wulpii Schnbl. 1 8 von Hough aus Colorado und ein zweites in Aldrichs Sammlung vom Marshall Pass, 28. VII. 08. Auch diese Art hat
Nordamerikanische Anthomyiden 41
große Ähnlichkeit mit Iucorum Fall., unterscheidet sich aber sofort durch die mehr oder weniger rot durchscheinenden Hinterschienen und die nur in Gestalt eines kurzen feinen Härchens vorhandene Präalarborste.
32. M. copiosa v. d. Wulp, Biol. Centr. Am. II, 321, 3 [Sprlog.] (1896).
3 d aus Columbus, O. 19. V. 01 (Joh.) und Cincinnati, O. 9. VI. 01 (Joh.), die vollständig einer von mir untersuchten Wulp- schen Type gleichen und sich nur dadurch von ihr unterscheiden, ‚daß die Hinterschenkel unterseits abgewandt fast der ganzen Länge nach beborstet sind und auch zugekehrt in der Basalhälfte längere Borstenhaare tragen, während die Hinterschenkel der Type unterseits abgewandt nur vor der Spitze 2—3 längere Borsten tragen und zugekehrt ganz nackt sind. Mehrere aus Mexiko stammende Stücke der Bezzischen Sammlung stimmen bis ins Kleinste mit der Type überein, haben aber schwach gebräunte Oueradern. Die Art gehört in die nächste Verwandtschaft von M. duplicata Meig., von welcher sie sich nur durch 3 Dorsozentral- borsten, den Besitz einer Borste an den Vorderschienen und stets gelbe Schienen unterscheidet. Auch die von mir aus Guinea be- schriebene M. duplex und die aus Ceylon stammende appendiculata Stein sind der copiosa ungemein ähnlich, besitzen aber keine Borste an den Vorderschienen und haben dunkle Schienen. Eine ganz ähnliche Art kommt ferner in Afrika vor. Aus alledem folgt, daß selbst eine genaue Untersuchung der Type nicht immer genügt, die Identität einer Art mit absoluter Sicherheit festzustellen.
8. Myiospila Rond. 1. M. meditabunda Fbr. Nicht selten, Chicago 28. V. 99, Pullman 18. V. 07, Troy. 14. VI. 08, Three Rivers, Col. u. a. Orte.
9. Hydrotaea R. D.
1. AH. acuta Stein, Berl. ent. Zeitschr. RER 46778: (1897). 1 8 Oakville, Tex. (Mel.).
2. H. armipes Fall. ‘2 Pärchen aus Stanford Un. II. 06 (Alcr.) u. Almota, Wash. 24. VI. 11 (Mel.)
3. H. dentipes Fbr.
Ziemlich häufig aus Friday Harbor, Palo Alto, Stanford Un. (Aldr.), Pullman (Mel.). Sämtliche Stücke gleichen unserer euro- päischen dentipes, zeigen aber die von mir schon in meiner ersten Arbeit erwähnten geringen Abweichungen, so daß ich sie als dentipes var. caerulescens bezeichnen werde.
4. H. militaris Meig. In beiden Geschlechtern aus Lyndon, Vt., 2. VIII. 1900 (Mel.), Olga, N. D. 17. V. 10 (Mel.), Moscow 9. VII. 11 (Mel.),
9. Heft
49 Prof. P. Stein:
Friday Harbor, 30. VI. 09 (Mel.), Ithaca 31. V. 13 (Bradley), Andover, Can., 22. V. 10 (Bezzi) Montreal 15. VII. 13 (Bezzi).
5. H. occulta Meig. 2 $ Friday Harbor VII. 05 (Aldr.).
6. H. tuberculata Rond. 1322 Ithaka (Joh.).
7. H. unispinosa Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 165, 5 (1897). 1 8 Mt. Constitution 17. V. 10 (Mel.).
10. Ophyra R. D. 1. OÖ. aenescens Wied. 1 & Austin, Tex. und 1 2 Galveston, Tex. VI. 1900, beide in Melanders Sammlung. Die Art unterscheidet sich von allen an- deren Ophyra-Arten sofort durch die gelben Taster.
2. O. leucostoma Wied.
Ziemlich häufig, Fundorte sind Palo Alto IV. 06, Friday Harbor VI. 06, Big Stone, S. D., Bellingham, Oakville, Tex. 28. V. 03. Mac Henry 21. VI. 191, "Woods Hole.
11. Fannia R. D. 1. F. flavitibia sp. nov.
Simillima F. griseae Stein, differt maculis trigonalibus segmen- torum abdominis distinctis, hypopygio magis prominente et prae- cipue femoribus posticis subtus in latere versus corpus directo versus apicem circiter 6 setis longis instructis. — Femina femoribus nigris a femina F. griseae differt.
Die Art hat in Größe, Gestalt und Färbung außerordentliche Ähnlichkeit mit meiner F. grisea. Während diese aber einen ganz ungefleckten Hinterleib hat, auf welchem man auch ganz schräg von hinten kaum die Spur einer feineren Mittellinie erkennt, zeigen sich bei der neuen Art bei gleicher Betrachtung die charakteristi- schen dreieckigen Rückenflecke recht deutlich. Das Hypopyg ragt entschieden weiter vor als bei grisea, und die Hinterschenkel endlich tragen unterseits auf der dem Körper zugekehrten Seite vor der Spitze etwa 6 längere Borsten, während sie bei grisea an dieser Stelle ganz nackt sind. Durch die geringe Größe und die gelben Schienen fällt die Art leicht auf. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung der Weibchen beider Arten habe ich Dos auf- finden können.
5 d 4 2 Moscow 27. VII. 07, 9. IX. 08 (Aldr.).
2. F. fuscitibia sp. nov. 2 Orbitis nigris nitidis, antennis fuscis, basi sordide flavidis, palpis filiformibus, fuscis, thorace, scutello, abdomine nigris nitidis; pedibus flavis, tibüis fuscis, tarsis nigris, tibiis intermediis intus seta armatis; alis, squamis, halteribus subflavidis. Long. 4,5 mm. Trotzdem nur ein Weibchen vorliegt, trage ich kein Bedenken, die Art als neu zu beschreiben, da sie leicht wiedererkannt werden
Nordamerikanische Anthomyiden 43
kann. Die vom Scheitel bis zur Fühlerbasis glänzend schwarzen Orbiten sind noch etwas breiter als die rotbraune Mittelstrieme, Wangen graulich bestäubt, Fühler lehmbraun, Basis gelblich, die sehr kurzen und dünnen Taster gelbbraun. Thorax, Schildchen und Hinterleib glänzend schwarz, mit einem Stich ins Bläuliche, ohne jede Bestäubung, fra recht auffallend lang. Hüften und Schenkel gelb, Schienen braun, bei ganz reifen Exemplaren wahr- scheinlich schwarz, Mittelschienen außen vorn, außen hinten und innen mit je 2 Borsten, von denen die untere stärker und länger, die obere nur sehr kurz ist und bisweilen ganz verschwindet, Hinterschienen außen mit 1 ziemlich feinen, etwas hinter der Mitte stehenden Borste, außen abgewandt mit 2—3, innen ab- gewandt ebenfalls mit 2—3 in der Endhälfte stehenden Borsten. Flügel, Schüppchen und Schwinger gelblich: 1 2 Moscow 11. VII. 08 (Aldr.).
3. F. nigra sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, antennis et palpis nigris; thorace atro, antice opaco, postice cum scutello nitido; abdomine oblongo, sat brevi, nigro opaco, fusco-pollinoso, maculis mediis triangularibus distinctis; pedibus nigris, simplicibus; alis leviter infuscatis, squa- mis sordide albis, halteribus rufo-flavis. — Femina orbitis nigris nitidissimis, thorace, scutello, abdomine nigris nitidis differt. Long. 3,5 —4 mm.
Die Art ähnelt in Größe und der tiefschwarzen Färbung des Körpers der aerea Zett. Die Augen stoßen fast aufs engste zu- sammen, so daß an der schmalsten Stelle nur die linienförmigen, silberweißen, sich berührenden Orbiten zu sehen sind, und nehmen im Profil fast den ganzen Kopf ein, Fühler und Taster schwarz. Thorax und Schildchen tiefschwarz, stumpf, nach hinten zu all- mählich glänzend werdend, fra deutlich, a zweireihig. Hinterleib ziemlich kurz und schmal, länglich, mit wenig sichtbarem Hypopyeg. Er ist ebenfalls tiefschwarz, aber ganz stumpf, von hinten gesehen mit bräunlicher, ins Violette ziehender Bestäubung bedeckt, so daß man die gewöhnliche Zeichnung der Fannia-Männchen ver- hältnismäßig deutlich erkennt. Beine schwarz, Vorderknie gelblich. Die vordere der auf der Unterseite der Mittelschenkel befindlichen Borstenreihen besteht aus Borsten, die nicht sehr dicht stehen und von der Basis bis zur Spitze ganz allmählich an Länge ab- nehmen. Die Mittelschienen werden von der Basis bis zur Spitze ganz allmählich etwas stärker und sind innen mit der gewöhnlichen Pubeszenz versehen, Hinterschenkel unterseits zugekehrt nackt, abgewandt vor der Spitze mit 2 Borsten. Flügel schwach an- geräuchert, Schüppchen schmutzig weiß, Schwinger gelblich, mit ziemlich großem, rotgelbem Knopf. — Die Orbiten des Weibchens, die breiter sind als die schwarze stumpfe Mittelstrieme, sind glän- zend schwarz, ebenso wie Thorax, Schildchen und Hinterleib, die Vorderknie sind deutlicher gelb, Flügel, Schüppchen und Schwinger gelblich.
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44 Prof. P. Stein:
2 8 und 6 Q in der Sammlung des Herrn Bezzi aus Montreal 20. VI. 04, 11. VII. 03.
Anm. Von aerea Zett. unterscheidet sich die Art sofort durch den Mangel des kleinen Dorns an der Basis des Mittelmetatarsus und von serena Fall. durch den ganz stumpfen Hinterleib. Das Weibchen kann mit keiner anderen Art verwechselt werden.
4. F. aerea Zett. 1 8 Friday Harbor 30. VI. 09 und 1 & Moscow 12. VI, 10.
5. F. coracina Lw. 1 8.:Stanford Un, X. 05;
6. F. femoralis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 282 [Homal.] (1897). 1 8 Palo Alto 14. VIII. 95 (Joh.).
7. F. flavibasis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 171, 8 [Homal.] (1897).
Die mir vorliegenden 6 Männchen stimmen im allgemeinen gut mit der von mir gegebenen Beschreibung, gehören aber doch vielleicht zu einer neuen Art, da sie in einigen Merkmalen abweichen. Die Mittelmetatarsen tragen nämlich innen an der Basis wie bei aerea Zett. einen kleinen gekrümmten Zahn, der aber in Wirklich- keit kein Dorn ist, sondern aus mehreren eng aneinander liegenden Börstchen besteht. Während ich ferner in der Beschreibung von flavibasis angegeben habe, daß die Hinterschenkel unterseits zu- gekehrt von der Basis bis zur Spitze mit einer kontinuierlichen Reihe von Borsten besetzt seien, tragen die vorliegenden Stücke nur in der Endhälfte etwa 6 allmählich länger werdende Borsten.
2 & Reyport, Wash. 7. VIII. 05 (Aldr.), 3 & Vashon, Wash. 18. VIII. 10 (Mel.) und 1 & Pt. Gamble (Wash.) 10. VIII. 16 (Mel.).
Anm. Sollte der Mittelmetatarsus bei der Type von flavibasis kein Dörnchen an der Basis tragen (derselbe könnte mir seinerzeit bei dem einzigen Stück entgangen sein), so würde die vorliegende Art neu sein, und ich würde sie minuta m. nennen.
8. M. flavipalpis Stein, Arch. Nat. I, 1, 103, 2 (1911).
5 Q Stanford Un. 21. X. 06, Redwood City, Cal. 25. IV. 06, San Jose, Cal. 5. IV. 06, sämtlich aus Aldrichs Sammlung und Palo Alto, Cal. 9. X. 94, Claremont, Cal. 17. II. 08 in Melanders Besitz.
Die Art gehört in den Verwandtschaftskreis der leucosticta Meig. (brevis Rond.) und ist an dem rötlichen 2. Fühlerglied, den gelben Tastern und den zum größten Teil gelben Beinen leicht zu erkennen. Malloch hat sie als Benjamini beschrieben.
9. F. fuscula Fall. Je 1 & Montreal 12. VI. 04 (Bezzi) und Dewatto, Wash. VI. 06 (Aldr.) und je 1 2 Nelson 17. VII. 10 (Mel.) und Ithaca (Joh.).
10. _F. glaucescens Zett. 1 & Bath, Ml. 7. VIII. 99 (Mel.).
Nordamerikanische Anthomyiden 45
11. F. incisurata Zett. 1 & Moscow (Aldr.).
12. F. manicata Meig. 1 & Ithaka (Joh.).
13. F. serena Fall.
1 & Mc. Constitution 17. V. 10 (Aldr.) und 1 2 Olga 17. V. 10 (Mel.).
14. F. splendida Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 170, 1 [Homal.] (1897).
Leider ist mir das einzige Exemplar, nach welchem ich die Art beschrieben habe, nicht zur Hand, so daß ich. nicht angeben kann, ob ich mich bei der Beschreibung der Borsten der Mittelschenkel vielleicht geirrt habe. Die mir vorliegenden zahlreichen Männchen stimmen vollkommen mit meiner Beschreibung und. weichen nur dadurch ab, daß die vordere Borstenreihe auf der Unterseite der Mittelschenkel aus 4 feinen und gleichlangen Borsten besteht, die sich von der Basis bis etwa zur Mitte erstrecken, worauf dann 2 auffallend stärkere folgen, die sich ganz wie bei der gemeinen sociella Zett. scharf von den übrigen abheben, indem sie mehr dornartig sind. Alle andern Angaben sind zutreffend, so daß ich nicht glaube, daß es sich um eine neue Art handelt. Das 2. Fühlerglied. des Weibchens ist meist deutlicher gelb, die Taster in der Regel gelb, selten verdunkelt, Thorax und Schildchen hell bläulichgrau mit mehr oder weniger gelblichen Schultern, Hinterleib rotgelb, Beine einfach. i
Recht zahlreich in beiden Geschlechtern Friday Harbor 30. VI. 09, Mt. Constitution 28. VII. 09, Poulabo, Wash. 17. VIII. 10, Boston 19. VIII. 10, Vashon 18. VIII. 10, Pt. Gamble 16. VIII. 46; Chimacuım 23: VIII. 10, St.’ Cruz) .Cal. 28. VII. 95.
Anm. Die Art ist höchstwahrscheinlich mit der von Thomson aus Californien beschriebenen, ihm nur im weiblichen Geschlecht bekannten ochrogaster identisch.
Die nicht erwähnten F. canicularis L. und scalaris Fbr. sind auch in Amerika gemein. In Aldrichs Sammlung befindet sich ein Stück der ziemlich häufig vorkommenden gynandrischen Form von scalaris, aus Polyporus gezogen.
12. Coelomyia Hal. 1. C. subpellucens Zett.
1 & Monroe, Wash. 20. V. 08, das in der Färbung der Beine und allen andern Merkmalen vollständig mit unsern nordeuropä- ischen Stücken übereinstimmt, während bei 4 aus Olga, Wash. 17. V. 10, Mt. Constitution 17. V. 10, Seattle, Wash. stammenden Männchen sämtliche Schienen gelblich sind, ohne daß sonst der geringste Unterschied zu entdecken wäre.
9. Heft
* 46 Prof. P. Stein:
13. Euryomma Stein
1. E. deregrinum Meig. 1 2 Chicago (Joh.).
14. Azelia R. D.
1. A. aequa sp. nov. &
Simillima colore et magnitudine A. cilipes Hal. et Macguarti Staeg., differt ab hac seta praeapicalitibiarum intermediarum extus deficiente, ab illa tibiis anterioribus vix flavis et tibiis posticis extus non longe pilosis.
Die Art kann ihrer Größe nach nur mit A. cilipes Hal. und Macquarti Staeg. verwechselt werden. Von jener unterscheidet sie sich außer den dunkleren Vorder- und Mittelschienen noch durch die Beborstung der Hinterschienen. Letztere sind bei cölides außen fast der ganzen Länge nach mit langen und dicht stehenden, nach der Spitze zu noch länger werdenden Borstenhaaren besetzt, während sich bei der vorliegenden Art nur außen abgewandt eine Reihe kurzer Wimperhaare findet. Innen abgewandt finden sich bei aegua 4 annähernd gleichlange Borsten, die sich von der Mitte bis zur Spitze erstrecken, während cilipes meist nur 2 längere unmittelbar vor der Spitze trägt, vor denen sich bisweilen noch einige kürzere finden. Macquarti unterscheidet sich von der neuen Art sofort durch die kräftige Präapikalborste auf der Außenseite der Mittelschienen und durch die kontinuierliche Borstenreihe auf der innern, dem Körper abgewandten Seite der Hinterschienen.
1 $ Mt. Constitution 31. VII. 08 (Aldr.).
2. A. cilipes Hal.
1 & Chicago 20. V. 99 (Mel.). 3. A. gibbera Meig.
Je 1 & Sherbrooke, Queb. 30. V. 02 (Bezzi), Mt. Constitution 31. VII. 08 und Friday Harbor 19. VII. 05.
15. Limnophora R. D.
1 Schüppchen schwarz 2 Schüppchen heller 3 2 Schwinger schwarz, de 4 concolor SP. nov. Schwinger rotgelb, dc 3 squamosa Sp. NOV.
3 Schienen mehr oder weniger rötlich, bei den dunkelsten Stücken wenigstens die Hinterschienen rötlich curchscheinend, bis- weilen die Vordertarsen gelb 4
Schienen und Tarsen ganz schwarz 5
4 Augen eng zusammenstoßend, Tarsen schwarz rufitıbia sp. nov.
Augen durch eine ziemlich breite Strieme getrennt, mindestens die Vordertarsen gelb rufitarsis Sp. noV.
5 Stirn an der schmalsten Stelle wenigstens annähernd halb so breit wie ein Auge an derselben Stelle, oft breiter 6
Stirn höchstens %; so breit als ein Auge 10
Nordamerikanische Anthomyiden 47
6 Vertikal- und Ozellarborsten nur haarförmig, erstere sich nicht von den übrigen Haaren des Augenhinterrandes abhebend 7 Vertikal- und Ozellarborsten kräftig 8
7 Thorax und Schildchen tiefschwarz, Vibrissenleisten über der stärksten Borste ganz nackt, hintere Querader steil und gerade, höchstens 6 mm lange Art nobilis Stein Thorax und Schildchen aschgrau, Vibrissenleisten bis über die Mitte mit deutlichen Börstchen, hintere Querader schief und geschwungen, 7,5 mm lange Art aequifrons Stein
8 Thorax und Schildchen tiefschwarz, Stirn einfarbig schwarz, so daß Orbiten und Mittelstrieme nicht voneinander zu unter-
scheiden sind nigrifrons Sp. noVv. Thorax und Schildchen aschgrau, Orbiten und Mittelstrieme deutlich zu unterscheiden 9
9 Stirn im Profil an der Fühlerbasis vollständig abgerundet und kaum sichtbar, de 4 nigripes R. D. Stirn an der Fühlerbasis deutlich vorragend und eine stumpfe Ecke bildend, de 3 surda Zett.
10 Hinterleib von hinten gesehen dicht silberweiß bestäubt mit nur 2 großen, fast quadratischen Flecken auf Ring 2 leucogaster Zett.
Hinterleib anders bestäubt und gezeichnet 11 11 de 3 12 de 4 15
12 Stirn ander schmalsten Stelle bedeutend breiter alsdas3. Fühler- glied, Fühlerborste an der Wurzel recht auffallend pubeszent,
fast kurz behaart litorea Fall. Stirn an der schmalsten Stelle schmäler als das 3. Fühlerglied, Borste nicht auffallend pubeszent 13
13 Fleckenpaare des 2. und 3. Ringes nur einen kleinen Teil der Ringe einnehmend, so daß Seite und Mitte des Ringes aus- gedehnt hell bestäubt sind, Schildchen grau
parvimaculata-sp. nov.
Flecken des 2. und 3. Ringes den größten Teil der Ringe ein- nehmend, so daß nur eine schmale Mittellinie und die Vorder- ränder zu beiden Seiten grau bestäubt sind, Schildchen tief- schwarz 14
14 Thorax schwarz, schwach glänzend, auch ganz vorn kaum mit der Spur einer Mittelstrieme, Hinterleib annähernd kegel- förmig, Hinterschenkel unterseits zugekehrt an der Basis mit einigen Borsten, 4,5 mm große Art fumipennis Zett.
Thorax schwarz, stumpf, ganz vorn graulich bereift, mit dem Anfang einer ziemlich deutlichen Mittelstrieme, Hinter- schenkel unterseits zugekehrt nackt, Hinterleib länglich ei- förmig, 5,5—6 mm lange Art fumosa sp. nov.
15 4. Längsader am Ende deutlich etwas aufgebogen, 3. Längsader an der Basis meist mit einer Anzahl Börstchen narona WIk.
9, Heft
48 Prof. P. Stein:
4. Ersen am Ende nicht aufgebogen, .3. Längsader ganz nackt
16 Mundrand weiter vorgezogen als die Stirn, Rüssel mit ziemlich langen, hakenförmig zurückgeschlagenen Saugflächen _
subrostrata sp. nov.
Mundrand nicht oder kaum vorgezogen, Rüssel mit rundlicher
Saugfläche 17
17 Mittelschienen innen mit 1—2 kurzen, aber kräftigen Borsten
arn.ipes Stein
Mittelschienen innen nackt 18 18 Thorax zum größten Teil schwarz 19 Thorax braun oder aschgrau 20
19 Der hintere Teil des Thorax vor dem Schildchen meist graulich oder bräunlich bereift, Flecken des 2. Hinterleibsringes von hinten gesehen sich scharf von der Bestäubung abhebend und die Seiten des Hinterleibs längst nicht erreichend
nupta Zett.
Thorax überall schwarz, Flecken des 2. Ringes auch schräg
von hinten gesehen sich nicht scharf abhebend und so aus-
gebreitet, daß nur eine schmale Mittellinie und die Vorder- ränder zu beiden Seiten undeutlich grau bestäubt sind
aörea Fall.
20 Thorax hell aschgrau, bisweilen mit bräunlichen Striemen, a mehr oder weniger deutlich, äußerste Knie rötlich
arcuata Stein Thorax schokoladebraun, a kaum angedeutet, Beine ganz schwarz umbrina Sp. noV.
Neue Arten. 1. L. fumosa sp. nov.
Oculis intime fere cohaerentibus, antennis et al nigris, ‘seta pubescente; thorace nigro opaco, antice levissime cinereo- pollinoso, vitta media obscuriore vix observanda, dc 3; abdomine ovato, fusco-pollinoso, segmento 1 nigro, binis maculis triangula- ribus permagnis segmentorum 2 et 3 et vittis duabus mediis seg- menti 4 nigris; pedibus nigris, pulvillis elongatis; alis maximam in partem distincte infuscatis, venislong. 3 et 4 divergentibus, squamis albidis, halteribus flavis. Long. 5,5—6 mm.
Die oben schmäleren, unten etwas breiteren Augen stoßen oben fast aufs engste zusammen oder sind höchstens durch eine linienförmige schwarze Strieme getrennt, Frontoorbitalborsten lang und ziemlich dicht, von der Fühlerbasis bis zum Scheitel ver- laufend, Stirn über den Fühlern in abgerundeter Ecke nur wenig vorragend, die schwach gekielten Wangen ebenfalls schmal, Backen doppelt so breit wie das 3. Fühlerglied, Fühler etwas unter der Augenmitte eingelenkt, so daß die Entfernung der Fühlerbasis vom Scheitel länger ist als vom Mundrande, den unteren Augen- rand nahezu erreichend, Borste pubeszent, Mundrand schief ab-
Nordamerikanische Anthomyiden 49
geschnitten, etwa so weit-vorstehend wie die Stirn, Taster faden- förmig, schwarz. Thorax und Schildchen schwarz, stumpf, ersterer ganz vorn sehr schwach bräunlich bestäubt und hier mit dem Anfang einer dunkleren Mittelstrieme, Schulterbeulen wie gewöhnlich, namentlich von hinten gesehen, graulich. bereift, dc 3. Hinterleib fast eiförmig, ziemlich kräftig, bräunlich bestäubt, ein Paar großer, trapezförmiger Flecke auf Ring 2, die die ganze Länge des Ringes einnehmen und hinten die Seiten des Hinterleibes erreichen, ein ebensolches, nur wenig kleineres Paar auf Ring 2, und 2 Mittel- striemen auf Ring 4 schwarz. Man könnte auch sagen: Hinterleib schwarz, die Vorderränder von Ring 2 und 3 zu beiden Seiten, eine schmale Mittelstrieme auf denselben Ringen und der 4. Ring mit Ausnahme von 2 Striemen bräunlichgrau bestäubt. Er ist kurz abstehend behaart, vom Hinterrand des 2. Ringes an länger, Hypopyg entwickelt, aber imletzten Ring versteckt. Beine schwarz, Pulvillen verlängert, Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen ab- gewandt meist mit 1 Borste, Hinterschenkel unterseits abgewandt vor der Spitze mit 4 längeren Borsten, zugekehrt nackt. Flügel rauchbräunlich, nach der Spitze zu allmählich blasser werdend, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, hintere Quer- ader steil und gerade, Schüppchen weißlichgelb, Schwinger gelblich.
- ‘3 8 Kanaka Bay, San Juan Isl., Wash. 31. V. 06, Friday Harbor 29. V. 06, Marshall Pass 28. VII. 08.
2. L. nigrifrons sp. nov.
Oculis fronte atra late disjunctis, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace et scutello atris, subnitidis, de 4; abdomine oblongo, dense fusco-pollinoso, binis maculis hand magnis sub- rotundis segmentorum 2 et 3 et macula media indistincta segmenti 4 nigris; pedibus nigris, pulvillis paullo elongatis; alis flavidis, “ spinula nulla, venis long. 3 et 4 divergentibus, squamis sordide flavidis, halteribus rufis. Long. 5 mm.
Augen ziemlich hoch und schmal, Stirn über der Fühlerbasis nur ganz wenig, Wangen gar nicht vorragend, Backen kaum etwas breiter als das 3. Fühlerglied, Hinterkopf unten ziemlich stark gepolstert, Stirn von vorn gesehen über den Fühlern annähernd so breit wie ein Auge, nach dem Scheitel zu sich ganz wenig ver- schmälernd, tief schwarz, so daß die Orbiten nicht von der Mittel- strieme zu unterscheiden sind, Frontoorbitalborsten jederseits etwa 5, von der Fühlerbasis bis zum Scheitel verlaufend, Mundrand nicht vorgezogen, so daß das Untergesicht vollständig senkrecht verläuft. Thorax und Schildchen tiefschwarz, gleißend, auch die Schulterbeulen kaum heller bestäubt, Schildchen an der äußersten Spitze etwas bräunlich, dc 4. Hinterleib länglich, in der Basal- hälfte anliegend, in der Endhälfte abstehend beborstet, Hypopyg entwickelt, aber im letzten Ring versteckt. Er ist von hinten ge- sehen dicht bräunlichgelb bestäubt und läßt auf Ring 2 ein Paar
Archiv für Naturgeschichte 1918. A. a 4 9. Heft
50 Prof. P. Stein:
größerer länglichrunder, auf Ring 3 ein Paar kleinerer, runder schwarzer Flecke erkennen, welche von den Seiten des Hinter- leibes weit entfernt bleiben, letzter Ring mit einem kleinen un- deutlichen Mittelfleck. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen etwas verlängert; Vorderschienen mit 1 feinen Borste, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt und innen ab- gewandt ebenfalls mit je 2 Borsten. Flügel schwach gelblich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, Schüppchen gelblich angeräuchert, Schwinger rotgelb. 1 $ Caroline-Harford, N. Y. 15. VI. 04 (Bradley).
3. L. nitidifrons sp. nov. 9
Tota atra nitida, vitta media frontali postice profunde emargi- nata et hic nitidissima, antennarum seta nuda, alis hyalinis, squamis albidis, halteribus rufis. Long. 4—4,5 mm.
Obwohl nur einige Weibchen vorliegen, ist die Art so charakte- ristisch gefärbt, daß sie sofort wiedererkannt werden kann. .Die schmalen Orbiten sind schwarz, stumpf, die Wangen grau be- stäubt, die breite schwarze Stirnmittelstrieme ist hinten bis zur Fühlerbasis ausgeschnitten und der ganze Ausschnitt äußerst glänzend, tiefschwarz, Fühlerborste selbst bei starker Vergrößerung kaum pubeszent. Thorax, Schildchen und Hinterleib glänzend schwarz, ohne jede Bestäubung, dc 4. Beine schwarz, Vorder- schienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt und innen abgewandt ebenfalls mit je 2 Borsten. Flügel glashell, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, Schüppchen weißlich, Schwinger rotgelb.
3 @ Mt. Rainier, Wash. 7. VIII. 05 (Aldr.).
4. L. parvimaculata sp. nov. &
Oculis vitta media nigra angustissima et orbitis linearibus albis paullo disjunctis, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace nigro-brunneo, parte posteriore et scutello dilutioribus, dc 3; abdomine fere conico, dense albido-cinereo pollinoso, duabus maculis subtrigonalibus haud magnis, sat late disjunctis segmenti 2, duabus maculis angustis segmenti 3 et vitta media segmenti 4 nigris; pedibus nigris, pulvillis vix elongatis; alis flavidis, venis long. 3 et 4 paullo divergentibus, spinula nulla, squamis flavidis, halteribus flavis. Long. 5,5 mm.
Augen durch eine äußerst feine schwarze Strieme und noch schmälere silberweiße Orbiten nur sehr wenig getrennt, Fronto- - orbitalborsten bis zum Ozellendreieck verlaufend, mäßig lang, aber deutlich, Stirn im Profil nur wenig, Wangen fast gar nich vorragend, Backen höchstens so breit wie das 3. Fühlerglied, Fühler und Taster schwarz, Borste bei starker Vergrößerung deut- lich pubeszent. Thorax schwarzbraun, schwach gleißend, die Brustseiten von den Schulterbeulen abwärts, der hintere Teil des Thorax und des Schildchen aschgrau bestäubt mit einem Stich ins Grünliche, de 3, im übrigen der Thorax mäßig dicht ab-
Nordamerikanische Anthomyiden 51
stehend behaart. Hinterleib fast kegelförmig, mit deutlich ent- wickeltem, aber nur mäßig vorragendem Hypopyg, dessen 2. Ab- schnitt durch eine deutliche Längsfurche geteilt ist. Von hinten gesehen ist der Hinterleib sehr dicht weißlich aschgrau bestäubt und trägt auf Ring 2 ein Paar mäßig großer, verwaschen drei- eckiger Flecke, die durch einen Zwischenraum von der doppelten Breite des 3. Fühlergliedes getrennt sind und deren Hinterränder weit von den Seiten des Hinterleibes entfernt bleiben, während der 3. Ring ein Paar mehr striemenartiger Flecke trägt und der letzte eine bräunliche Mittelstrieme. Der Hinterleib ist halb anliegend kurz behaart, Hinterrand- des 2. und 3. Ringes und Mitte und Hinterrand des 4. Ringes länger abstehend beborstet. Beine schwarz, Pulvillen nur schwach verlängert ; Vorderschienen borsten- los, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 1 kurzen Borste, Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit 3 Borsten. Flügel gelblich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader deutlich etwas di- vergierend, hintere Querader sehr steil und gerade, Schüppchen gelblich, Schwinger gelb.
1:4 Ithaca, N. Y. (Joh.).
5. L. rufitarsis sp. noV.
Oculis vitta media nigra et orbitis angustis distincte separatis, antennis et palpis nigris, seta fere nuda; thorace et scutello cinereis, linea media obscuriore plus minusve distincta, dc 4; abdomine robusto, fere cylindrico, binis maculis segmentorum 2 et 3 et linea media segmenti4nigris,hypopygio maximo, valde prominente; pedibus nigris, tibiis plus minusve rufis, interdum fere nigris, tarsis rufescentibus, pulvillis elongatis; alis fere hyalinis, spinula nulla, venis long. 3 et 4 divergentibus, squamis flavidis, halteribus flavis. —Femina fronte latiore, tarsis nigris differt. Long. 5,5 —6 mm.
Die länglichen Augen werden durch eine schwarze Stirnmittel- strieme getrennt, die an der schmalsten Stelle noch etwas breiter ist als das 3. Fühlerglied und sich nach den Fühlern zu mehr, nach dem Scheitel zu weniger verbreitert, während die gelblichgrauen Orbiten von der Fühlerbasis bis zum Scheitel ungefähr gleichbreit bleiben und nicht ganz halb so breit sind wie die Mittelstrieme an der schmalsten Stelle, Frontoorbitalborsten jederseits etwa 6, ziemlich kräftig und von der Fühlerbasis sich in abnehmender Länge bis etwas über die Mitte der Stirn erstreckend. Im Profil ragt die Stirn an der Fühlerbasis nur schwach vor, während die Wangen an der schmalsten Stelle gar nicht zu sehen sind, Backen fast so breit als das 3. Fühlerglied lang ist, Hinterkopf unten stark gepolstert, Fühler ziemlich kurz, den unteren Augenrand nicht erreichend, 3. Glied höchstens 11%, mal so lang als das 2., Borste fast nackt, Taster fadenförmig, schwarz, bisweilen an der Basis schmutzig gelb, Rüssel mäßig lang und nicht sehr dick, glänzend schwarz. Thorax und Schildchen hell aschgrau, ersterer mit ziemlich
4* 9. Heft
52 i Prof. P. Stein:
deutlicher Mittelstrieme, die genau den Raum zwischen den Akrosti- chalborsten einnimmt, die Basalborsten des Schildchens auf einem bräunlichen Fleck stehend, dc 4, a zweireihig, kurz und fein, und stark genähert. Hinterleib kräftig, fast walzenförmig, so lang wie Thorax und Schildchen, wie der Thorax gefärbt, mit je einem Paar schwarzer Flecke auf Ring 2 und 3, die ziemlich breit getrennt sind und bei einem Stück die ganze Länge der Ringe einnehmen, während sie bei dem anderen kleiner und rundlich sind, letzter Ring mit einer verloschenen braunen Mittelstrieme, Mitte und Hinterrand des 4. Ringes abstehend beborstet. Das außerordent- lich stark entwickelte Hypopyg ragt etwa um die Hälfte des letzten Ringes aus diesem hervor, beide Abschnitte liegen über- einander und der untere ist wieder durch eine Längsfurche geteilt. Hüften und Schenkel schwarz, grau bestäubt, Schienen rötlichgelb, bisweilen sehr verdunkelt, Tarsen mehr oder weniger gelb, Pul- villen und Klauen verlängert; Vorderschienen borstenlos, Mittel- schienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt mit 2 längeren, innen abgewandt mit 2 kürzeren Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt der ganzen Länge nach, in der Basalhälfte kurz, in der Endhälfte länger beborstet. Flügel graulich, ohne Randdorn, Längsadern an der Basis gelblich, 3. und. 4. Längsader divergierend, hintere Querader sehr steil und gerade, Schüppchen weißlichgelb mit gelblichem Saum, Schwinger gelblich. — Das Weibchen hat in der Regel eine deutlichere Thoraxmittelstrieme, der 2. und 3. Hinterleibsring trägt außer den Fleckenpaaren eine mehr oder weniger abgekürzte Mittelstrieme, die Schienen sind mehr verdunkelt und die Tarsen schwarz.
32 82 2 Mt. Constitution 7. VII. 05 und 1 2 Tacoma, Wash. 6. L. rufitibia sp. nov.
Oculis cohaerentibus, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace et scutello dilute cinereis, linea media obscuriore vix distincta, de 3; abdomine oblongo, fere cylindrico, flavido-griseo, binis maculis segmentorum 2 et 3 fere trigonalibus obscuratis, hypopygio valde distincte prominente; pedibus nigris, tibiis rufis, pulvillis elongatis; alis hyalinis, venis long. 3 et 4 divergentibus, squamis albis, halteribus flavidis. Long. 4,5 mm.
Augen im Profil nahezu halbkuglig, mit den schmalen silber- grauen Orbiten in kurzer Strecke zusammenstoßend, Stirn an der Fühlerbasis nur in schmaler stumpfer Ecke vorragend, Wangen noch schmäler, das Untergesicht daher zurückweichend, Backen fast doppelt so breit wie das 3. Fühlerglied, Hinterkopf unten etwas gepolstert, Frontoorbitalborsten jederseits 5, in abnehmender Länge bis zur schmalsten Stelle der Stirn verlaufend, Fühler in der Augenmitte eingelenkt, den unteren Augenrand kaum er- reichend, schwarz, 3. Glied kaum doppelt so lang als das 2., Borste pubeszent, Taster schwarz, Rüssel ziemlich kurz und dick, nicht glänzend. Thorax und Schildchen hell aschgrau mit einem Stich
Nordamerikanische Anthomyiden 53
ins Gelbliche, eine linienförmige Mittelstrieme auf ersterem nur bei gewisser Betrachtung sichtbar, die Brustseiten von den Schulter- beulen abwärts wie gewöhnlich etwas heller grau, dc 3, a paarig, aber sehr kurz und fein und genähert. Hinterleib länglich, fast walzenförmig, wie der Thorax gefärbt mit je einem Paar nicht sehr großer, verloschen dreieckiger, dunkler grauer Flecke auf Ring 2 und 3, von der Mitte des 2. Ringes an mehr oder weniger lang abstehend beborstet, beide Abschnitte des Hypopygs stark entwickelt, der untere noch größer als der obere und durch eine Längsfurche geteilt, von der Seite gesehen beide übereinander liegend und mäßig vorragend. Beine schwarzgrau, Schienen gelb, Pulvillen und Klauen verlängert; Vorderschienen mit 1 sehr feinen und kurzen Borste, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 1 Borste, Hinter- schenkel unterseits abgewandt vor der Spitze mit 3—4 längeren Borsten. Flügel fast glashell, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader stark divergierend, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen weißlichgelb, Schwinger gelblich. — Das Weibchen trägt auf Ring 2 und 3 des Hinterleibes je ein Paar ziemlich großer, aber sehr verloschener bräunlicher Flecke, gleicht im übrigen dem Männchen und ist an den gelblichen Schienen leicht zu erkennen.
1 8 Moscow 12. VI. 10 (Mel.) und 1 2 Montreal (Bezzi).
7. L. squamosa Sp. nov.
Oculis intime fere cohaerentibus, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace et scutello atris, de 3; abdomine oblongo, atro, marginibus anterioribus segmentorum utrinque et linea media fusco-pollinosis; pedibus nigris, pulvillis paullo elongatis; alis nigris, versus apicem paullo dilutioribus, squamis atris, halteribus rufis. Long. 4,5—7 mm.
Augen oben fast zusammenstoßend, Frontoorbitalborsten von der Fühlerbasis bis zum Scheitel verlaufend und ziemlich dicht stehend, Stirn und die schwach gekielten Wangen in äbgerundeter Ecke etwas vorragend, Backen fast doppelt so breit wie das 3. Fühler- glied, Fühler ganz wenig unter der Augenmitte eingelenkt, den unteren Augenrand nicht erreichend, 3. Glied 114 mal so lang als das 2., Borste pubeszent, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen tiefschwarz, etwas gleißend, de 3, Grundbehaarung ziemlich dicht, abstehend. Hinterleib länglich, 1. Ring ganz schwarz, 2. und 3. hellgrau bestäubt mit paarigen schwarzen Flecken, die so ausgebreitet sind, daß nur die Vorderränder der Ringe zu beiden Seiten und eine schmale Mittellinie grau gefärbt erscheinen, letzter Ring grau bestäubt mit 2 fleckenartigen Mittelstriemen, die sich nach hinten verbreitern, am Grunde kürzer, gegen die Spitze zu länger abstehend behaart und beborstet. Beine schwarz, Pulvillen wenig verlängert ; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt und innen abgewandt ebenfalls mit je 2 Borsten. Flügel namentlich an der Basis schwarz,
9, Heft
54 Prof. P. Stein:
gegen die Spitze zu verwaschener, 3. und 4. Längsader divergie- rend, Randdorn fehlt, Schüppchen schwarz, Schwinger rotgelb.
7 &, die an Größe recht verschieden sind, Mt. Constitution 22.9 11. 09,7: VILL. 09.
8. L. subrostrata sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, ore valde producto, antennis et palpis nigris, seta pubescente, haustello gracili, apice fere ut in genere Drymeia hamato; thorace nigro, vix cinereo-pollinoso, vitta media plus minusve distincta, dc 4; abdomine subovato, ut in specie fumosa signato; pedibus nigris, pulvillis paullo elongatis, tibiis intermediis intus seta plus minusve distincta armatis; alis _ vix infuscatis, spinula nulla, venis long. 3 et 4 divergentibus, squa- mis albidis, halteribus flavis. — Femina similis mari, ore producto, haustello hamato et seta interiore tibiarum intermediarum facile recognoscenda. Long. 5,5—6,5 mm.
Augen mit den schmalen Orbiten meist zusammenstoßend, sehr selten durch eine äußerst feine, schwarze Linie getrennt, Stirn im Profil etwas vorragend, Wangen nach unten allmählich breiter werdend, so daß der vorn schief abgeschnittene Mundrand ziemlich stark vortritt, Backen doppelt so breit wie das 3. Fühlerglied, Fühler ziemlich kurz, 3. Glied höchstens doppelt so lang als das 2., Borste pubeszent, Taster fadenförmig, schwarz, Rüssel ziemlich schlank, die Saugflächen deutlich zurückgeschlagen, fast wie bei Drymeia hamata Fall. Thorax und Schildchen schwarz, schwach glänzend, ersterer vorn mit einer noch dunkleren Mittelstrieme, Brustseiten wie gewöhnlich etwas grau bestäubt, de 4. Hinterleib länglich eiförmig, 2. und 3. Ring mit je einem Paar so großer schwarzer Flecke, daß nur die Vorderränder zu beiden Seiten und eine äußerst feine Mittellinie grau bestäubt bleiben, 4. Ring eben- falls schwarz, die Vorderränder in größerer Ausdehnung zu beiden Seiten grau, Hypopyg fast ganz im letzten Ring versteckt, Be- borstung die gewöhnliche. Flügel graulich, Kostalzelle intensiver, Randdorn fehlt, 3. und 4. Längsader divergierend, Schüppchen weißlich, Schwinger gelblich. Der Mundrand des Weibchens ist noch auffallender vorgezogen, die Saugflächen des Rüssels etwas kürzer und dicker, daher der Rüssel nicht so auffallend geknieet, Thorax und Hinterleib mehr grau, letzterer fast ungefleckt, die Mittelschienen tragen außen vorn und außen hinten je 2 Borsten und sind auch innen mit 2 kürzeren Borsten versehen.
Mehrere Pärchen mit der Bezeichnung Carbonate to Prairie ‚Hills, Br. Col. 12. VII. 08 (Bradley).
9. L. umbrina sp. nov. &
Oculis semiglobosis, intime fere cohaerentibus, setis fronto- orbitalibus prorsus deficientibus vel minimis, antennis et palpis nigris, seta pubescente; thorace et scutello umbrinis, opacis, fere nudis, de 4; abdomine oblongo, dense flavido-cinereo pollinoso, segmento 1, binis maculis fere triangularibus segmentorum 2 et 3
Nordamerikanische Anthomyiden 55
et duabus vittis approximatis segmenti 4 nigris; pedibus nigris, pulvillis parvis; alis flavidis, spinula minima, venis long. 3 et 4 levissime tantum divergentibus, fere parallelis, sgquamis et halte- ribus flavidis. Long. 5 mm.
Augen nahezu halbkuglig, oben fast in einem Punkt zu- sammenstoßend, die oberen Fazetten etwas größer als die unteren, Stirn und Wangen im Profil gar nicht vorragend, Backen doppelt so breit als das 3. Fühlerglied, Mundrand nicht vorgezogen, Hinter- kopf unten gepolstert, Frontoorbitalborsten vollständig fehlend oder nur äußerst kurz und haarförmig, Fühler in der Augenmitte eingelenkt, ziemlich kurz, 3. Glied kaum doppelt so lang als das 2., schwarz, Borste bei starker Vergrößerung pubeszent, Taster faden- förmig, schwarz, Rüssel ziemlich kurz und dick, kaum glänzend. Thorax und Schildchen ganz stumpf, einfarbig schokoladenbraun, Brustseiten etwas heller braun, dc 4, im übrigen der Thorax fast nackt. Hinterleib länglich, ziemlich hoch gewölbt, von hinten gesehen dicht hell gelbgrau bestäubt, 1. Ring bis auf eine feine Mittellinie und schmalen Hinterrandsaum, je ein Paar dreieckiger, durch einen Zwischenraum von der Breite des 3. Fühlergliedes ge- trennter, die ganze Länge der Ringe einnehmender Flecke auf Ring 2 und 3, und 2 genäherte, hinten abgekürzte Längsstriemen auf Ring 4 schwarz; die Hinterränder der Flecke bleiben auf Ring 2 wenig, auf Ring 3 mehr von den Seiten des Hinterleibs zurück. Hypopyg deutlich entwickelt, aber im letzten Ring versteckt, Bauchlamellen verhältnismäßig deutlich. Beine schwarz, Pul- villen und Klauen kurz; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen abgewandt meist mit 1, innen abgewandt mit 2 in der Endhälfte stehenden Borsten, sämtlich nicht sehr lang, Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit einigen Borsten. Flügel deutlich gelblich, ohne Rand- dorn, 3. und 4. Längsader fast parallel, hintere Querader sehr steil, unten etwas nach außen gestellt, Schüppchen und Schwinger schwach gelblich.
2 S Ithaca 22. VII. 01 (Joh.).
10. L. concolor sp. nov. &
Toto corpore, alis, squamis, halteribus nigris, antennarum seta pubescente. Long. 4,5—5 mm.
Augen durch eine sehr schmale schwarze Strieme nur wenig getrennt, Fühlerborste pubeszent. Thorax und Schildchen tief schwarz, schwach gleißend, nur bei ganz reinen Stücken vielleicht eine Mittelstrieme erkennbar, de 4. Hinterleib ebenfalls tiefschwarz ; betrachtet man ihn ganz schräg von hinten, so erscheinen die Vorderrandssäume des 2. und 3. Ringes äußerst schmal und ebenso eine feine Mittellinie schwach graulich, wodurch angedeutet ist, daß die schwarze Färbung durch Zusammenfließen großer schwar- zer Flecke entstanden ist. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen etwas verlängert, Beborstung nichts Besonderes bietend. Flügel
9, Heft
56 Prof. P. Stein:
‘ schwarz, nach der Spitze zu blasser, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader divergierend, Schüppchen und Schwinger tiefschwarz. 2 & Marshall Pars 28. VII. 08 und 1 $ Hunters Creek, Wyom. 1: .X.0n; Alte Arten. | | 11. L. aequifrons Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 205, 4 (1897). Mehrere Stücke beiderlei Geschlechts in Aldrichs Sammlung aus Pacific Grove, Cal. V. 06, Wawawai, Wash. VII. 04 Troy, Id. V. 06, in Melanders Sammlung aus Stevenson 20. VII. 06, Prosser, Wash. 4. V. 11, ferner je 1 & Cortland, N. Y. (Bezzi) und Ithaca (Joh.). 12. L. aörea Fall. | Mehrere & Keyport, Wash. 7. VIII. 05, Olga, Wash. 26. VII. 09, Dewatto, Wash. 15. VIII. 10 und ein Pärchen Ovilcene?, Wash. 16. VIII. 10.
13. L. arcuata Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 201, 1 (1897). 2 & 1 2 Austin, Tex. 17. II. 01. | |
14. L. armipes?) Stein, Arch. Nat. A. 10, 89, 2 (1915). 1 Pärchen Mt. Rainier 3. VIII. 05.
15. L. fumipennis') Zett. 1 8 Moscow 4. VII. 11 (Mel.)
16. L. leucogaster Zett. ’ 1 & dieser schönen unverkennbaren Art vom Mt. Rainier 2. VIII. 05 ‚(Aldr.).
17. L. hitorea Fall. 3 8 Nelson, B. C. 17. VII. 10 (Mel.).
18. L. narona WIk., List Dipt. IV, 945 [Anth.] (1849).
Die Art findet sich zahlreich in allen mir vorliegenden Samm- lungen und ist die einzige, mir bis jetzt bekannte nordamerikanische, bei welcher die 4. Längsader am Ende recht deutlich zur 3.. auf- gebogen ist. Die Stücke stimmen vollständig mit der von mir beschriebenen Type und unterscheiden sich nur dadurch, daß die 3. Längsader an der Basis mit weitläufigen Börstchen besetzt ist, die namentlich beim Weibchen ausgebildet.sind und bisweilen über die kleine Querader hinausreichen. Bei der sonstigen Überein- stimmung in allen Merkmalen dürfte es sich kaum um eine be- sondere Art handeln. Ich habe sie in meiner ersten Arbeit als cyrtoneurina beschrieben und erst später ihre Identität mit narona WIk. festgestellt. Leider habe ich bei der Londoner Type nicht auf eine etwaige Beborstung der 3. Längsader geachtet und kann auch nachträglich vor Beendigung des Krieges darüber keine Aus-
9) Die Art ist nach Ringdahl mit brunneisguama Zett. identisch. ı0) Ringdahl hat für diese Art, die nach ihm nicht mit der Zetter- stedtschen zusammenfällt, den Namen baltica eingeführt. _— Tug
Nordamerikanische Anthomyiden 57
künft erhalten. Fundorte sind folgende: Keyport, Wash. VIII. 05, Pacific Grove V. 06, Pine Lake, Redwood City IV. 06, Stanford Un. V. 06, Mt. Rainier VI. 05, Chicago VII. 08, Galveston, Tex., Austin, Tex. II. 01, San Diego VII. 06, Palo Alto III. 95.
Anm. Eine größere Anzahl Stücke in Johannsens Sammlung, die aus dem Okefenokee Swamp, Ga. VI. 12 stammen, erreichen nur eine Größe.von 4—-4,5 mm, haben fast unbeborstete 3. Längs- ader und weichen noch dadurch etwas ab, daß die 4. Längsader am Ende nur schwach aufgebogen ist. :In allen übrigen Merk- malen stimmen auch sie’mit den übrigen überein.
19. L. narina WIk., List Dipt. IV, 933 [Anth.] (1849).
Leider liegen mir von dieser Art, die ich in der Bestimmungs- tabelle nicht berücksichtigt habe, nur 3 Weibchen vor, die sich in Bezzis Sammlung befinden und in Montreal 20. VI.'03 gefangen sind. Ihre Identität mit der Walkerschen Type unterliegt keinem Zweifel. Wie ich schon bei der Beschreibung der letzteren bemerkte, hat die Art große Ähnlichkeit mit dem Weibchen der L. dispar Fall., unterscheidet sich aber sofort durch die auffallend ins Gelbliche ziehende graue Färbung des ganzen Körpers und besonders da- durch, daß die Mittelschienen auf der Innenseite keine Borste Tagen. \:;',
20. L. nigripes (R. D.) Stein $
Ich gebe von dieser Art, die sich nur in einem männlichen Stück in der Melanderschen Sammlung aus Dewatto, Wash. 15. VIII. 10findet und die in die nächste Verwandtschaft von Zrrangula Fall. gehört, eine ausführliche Beschreibung, um so mehr, als letztere in Amerika nicht vorzukommen scheint und ich daher nicht auf sie verweisen kann. Die hohen und etwas schmalen Augen nehmen im Profil fast den ganzen Kopf ein, da die Stirn an der Fühlerbasis nur sehr schwach abgerundet vorragt, während die Wangen kaum sichtbar sind, Backen auch nur schmal, Hinterkopf unten mäßig gepolstert. Die breite Stirn ist von vorn gesehen an der Fühler- basis noch etwas breiter als ein Auge und bleibt bis zum Scheitel fast gleichbreit; sie wird zum größten Teil von der schwarzen, stumpfen, hinten tief ausgeschnittenen Mittelstrieme eingenommen, während die grauen Orbiten fast linienförmig sind. Fühler den untern Augenrand nicht erreichend, 3. Glied kaum doppelt so lang als das 2., Borste kaum pubeszent, Taster fadenförmig, schwarz, Rüssel ziemlich schlank, glänzend schwarz. Thorax und Schildchen aschgrau, schwach glänzend, ersterer mit 3 etwas dunkleren Strie- men, die nur bei gewisser Betrachtung etwas deutlicher werden, und von denen die mittlere sehr schmal ist und den Raum zwischen den Akrostichalborsten ausfüllt, während die seitlichen recht breit sind und sich vorn von den Dorsozentralborsten bis zu den Schulter- beulen ausschließlich und hinten bis fast zur Flügelwurzel er- strecken, Schildchenbasis jederseits mit schwach ausgebildetem, dunklerem Fleck, der aber nur wenig deutlich ist, de 4. Hinterleib
9. Heft
58 Prof. P. Stein:
länglich, Hypopyg wohlentwickelt, aber im letzten Ring versteckt. Er ist wie der Thorax gefärbt und trägt auf Ring 2 und 3 je 2 große dreieckige, bräunliche Flecke, die so genähert sind, daß nur eine schmale graue Linie dazwischen liegt, letzter Ring mit einem Mittel- fleck, Mitte und Hinterrand des letzten Ringes abstehend beborstet. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen sehr kurz; Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 2, Hinterschienen außen ab- gewandt und innen abgewandt mit je 1 Borste. Flügel schwach graulich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader schwach divergie- rend, hintere Querader sehr steil, unten ziemlich nach außen ge- stellt, Schüppchen weißlich, Schwinger gelb. Länge kaum 4 mm.
Anm. Die ungemein ähnliche Zriangula Fall. unterscheidet sich nur durch den Besitz von 3 Dorsozentralborsten und dadurch, daß die 3. und 4. Längsader etwas konvergieren. Beide Arten sind in Deutschland recht häufig.
21. L. nobilis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 207, 5 (1897). 2&3 2 Friday Harbor 17. VII. 05, Keyport, Wash. 7. VIII. 05 (Aldr.) und Vancouver 15. V. 96 (Mel.).
22. L. nupta Zett.
3 d Mt. Constitution 7. VII. 05, Friday Harbor 30. VI. 09 und Moscow 12. VI. 10. Ich verweise auf die genaue Beschreibung, die ich von dieser Art im Arch. Nat. A 10, 106, 34 (1915, 16) ge- geben habe. Im übrigen ist sie an dem bräunlichen Toment auf dem hinteren Teil des Thorax leicht zu erkennen.
23. L. surda Zett.
Mehrere Pärchen Friday Harbor 6. VII. 05, Mt. Rainier 3. VII. 05, Pullman, Ithaca, Cortland 21. V. 05 und ziemlich häufig aus Montreal.
16. Limnospila Schnbl. 1. L. albifrons Zett. 3 @ Woods Hole 2. VIII. 1900. Auf diese früher zur Gattung Coenosia gezogene Art hat Schnabl mit Recht eine neue Gattung gegründet.
17. Phyllogaster Stein 1. Ph. inermis sp. nov.
Similis Ph. cord'yluroides Stein, differt genis latioribus, colore corporis albido-griseo et terebra feminae prorsus inermi.
Das einzige Männchen, das mir vorliegt, hat blaß messinggelb bestäubte Wangen und Backen, während Hinterkopf und Stirn hell aschgrau gefärbt sind, im übrigen der Bau des Kopfes und die meisten andern Merkmale wie bei cordyluroides. Thorax, Schildchen und Hinterleib weißlich aschgrau, erstere mit 4 Dorsozentral- borsten, letztere nur ganz von hinten gesehen mit der kaum sicht- baren Spur einer sehr feinen bräunlichen Mittellinie. Hypopyg wie bei cordyluroides kräftig entwickelt und von der Seite gesehen deutlich vorragend, Bauchlamellen dagegen nicht sehr auffallend.
Nordamerikanische Anthomyiden 59
Beine schwarz, nur die äußerste Basis der Schienen gelblich, während bei cordyuroides die gelbe Färbung entschieden etwas mehr ausgebreitet ist, Pulvillen und Klauen im Verhältnis zur geringen Größe der Art recht kräftig, im übrigen die Beborstung wie bei cordyluroides, doch tragen die Hinterschienen außen nur eine kurze Borste in der Nähe der Basis, während sich bei jener je 1 Borste am Ende des 1. und 2. Drittels findet. — Das Weibchen ist ebenfalls an der heller grauen Grundfärbung zu unterscheiden, hat im übrigen dieselbe Beborstung wie das Männchen, weicht aber dadurch von den anderen Arten ab, daß die Legeröhre auch nicht die geringste Spur hakiger Borsten erkennen läßt.
1 & Dewatto 15. VIII. 10 und je 1 2 Friday Harbor 1. VII. 05 und Stanford Un.
2. Ph. maxima sp. nov.
Simillima Ph. cordyluroides Stein, differt statura multo majore, genis latioribus, tibiis intermediis etiam antice seta longa armatis et pulvillis robustis. — Femina praeterea terebra duabus tantum spinis curvatis armata differt. Long. 7—8 mm.
Die Art ist der von mir zuerst beschriebenen cordyluroides sehr ähnlich, unterscheidet sich aber außer durch die bedeutende Größe sofort durch einige plastische Merkmale. Die Wangen, die bei jener linienförmig sind, zeigen bei der neuen Art eine Breite, welche die des 3. Fühlergliedes übertrifft. Die Vorderschienen tragen eine deutliche Borste, die Mittelschienen eine lange Borste außen vorn und 2 ebenfalls recht lange Borsten hinten, während sie bei cordy- luroides nur hinten mit 2 mäßig langen Borsten versehen sind und die Vorderschienen gar keine Borste zeigen. Auch die beiden Borsten auf der Außenseite der Hinterschienen, die bei cordyluroides nur kurz sind, erreichen hier eine ansehnliche Länge. Pulvillen und Klauen der neuen Art sind im Gegensatz zu cordyluroides recht kräftig. Sämtliche angegebenen Unterschiede gelten auch für das Weibchen, wozu noch kommt, daß die Legeröhre mit 2 kräftigen, gekrümmten, hakenförmigen Borsten besetzt ist, von denen die Legeröhre der cordyluroides nur eine schwache Andeutung zeigt.
2 &2 2 Woods Hole, Mass. 9. VIII. 1900.
3. Ph. cordyluroides Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 256, 1 (1892). 4 84 2 Woods Hole 2. VIII. 1900.
13. Tetramerinx Berg. 1. T. rufitibia Stein 1 & San Francisco 11. XI. 07 auf Dünen (Bradley), das hin- reichend mit der von mir aus Südamerika beschriebenen Type, Arch. Nat. I, 1, 144, 1 (1911), übereinstimmt. Die Hinterleibs- strieme ist ziemlich breit und die paarigen Flecken auf Ring 2 und 3 sind verhältnismäßig groß.
9. Heft
60 Prof. P. Stein:
2. T. unica Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 254, 1 [Tetrachaeta] . (1897). 3 @ Woods Hole 2. VIII. 1900.
3. T. parvimaculata sp. nov.
Simillima T. rufitibiae Stein, differt colore dilutiore, setis .dorsoc. 3 et abdominis maculis parvis.
Die Art unterscheidet sich von rufitibia durch heller graue Körperfärbung, den Besitz von 3 Dorsozentralborsten und die Zeichnung des Hinterleibes. Die unterbrochene Rückenstrieme ist sehr schmal, im übrigen scharf begrenzt, und die paarigen Flecke auf Ring 2 und 3 sind nur punktförmig und dem Hinterrand sehr genähert. Färbung der Beine und Beborstung genau wie bei rufitibia.
2 S und 2 2 Galveston, Tex. VI. 1900 und 2 2 Chicago 16. VII. 98.
Anm. Durch die schmalen Backen, das nicht vorragende Hypopyg und die kurzen Pulvillen unterscheiden sich die Arten dieser Gattung von der vorigen.
19. Pseudocoenosia Stein 1. Ps. longicauda Zett. 1 3 Mt. Constitution 22. VII. 09 (Mel.) und 1 2 Mt. Rainier 7. VIII. 05 (Aldr.).
2. Ps. uralica sp. nov.
Simillima Ps. longicaudae Zett. et aegerrime tantum distin- guenda, differt corpore robustiore, colore dilutiore, antenuarum seta distinctius pubescente, interdum breviter pilosa, abdomine minus setoso, maculis distinctioribus, hypopygio majore, tibiis inter- mediis antice plerumque nudis et setis tibiarum posticarum extus in latere.a corpore averso aeque longis. — Femina abdomine im- maculato a mare et colore flavido-griseo a femina longicaudae differt.
Die Art hat außerordentliche Ähnlichkeit mit longicavda Zett. und scheint auf den ersten Blick mit ihr identisch zu sein, doch läßt eine Anzahl plastischer Unterscheidungsmerkmale, von denen jedes einzelne geringfügig ist, in ihrer Gesamtheit keinen Zweifel an der Selbständigkeit der Art aufkommen. Zunächst ist die ganze Körperfärbung eine hellere, mehr gelbgraue. Die Fühlerborste ist deutlich pubeszent, bei einzelnen Stücken kurzhaarig, Akrostrichal- borsten, die bei longica'da deutlich zweireibig sind, fehlen ganz. Der Hinterleib trägt auf Ring 2 und 3 je ein Paar recht deutlicher, rundlicher, bräunlicher Flecke und ist vom Hinterrand des 3. Ringes an abstehend beborstet, während er bei longicauda.schon vom Hinterrand des 2. Ringes an abstehende Borsten trägt, das Hypo- pyg ist noch auffallender entwickelt als bei jener Art. Auch die Beborstung der Beine läßt einige Unterschiede erkennen. Die Mittelschienen sind außen vorn meist nackt oder zeigen höchstens
Nordamerikanische Anthomyiden 61
‚eine wenig auffallende.Borste, während sie bei longicauda an dieser Stelle mit einer kräftigen und langen Borste versehen sind, und endlich sind die beiden Borsten auf der dem Körper abgewandten Außenseite der Hinterschienen gleich lang, während bei longicauda die untere regelmäßig weit länger ist. — Das Weibchen ist zum Teil durch dieselben Merkmale von dem der longicauda zu unter- scheiden und namentlich an der viel heller gelbgrauen Färbung des Körpers zu erkennen.
3 &1 2 North Park, Col. VII. und 1 $ Tabernash, Col. VIII.
Anm. Ein Pärchen der eben beschriebenen Art findet sich in der Villeneuveschen Sammlung unter dem obigen von Schnabl gegebenen Namen und ist von letzterem in Newjanski im Ural gefangen. Ich habe leider während des Krieges nicht ermitteln können, ob Schnabl die Art irgendwo beschrieben hat. Sollte dies der Fall sein, so müßte er als Autor zugesetzt werden.
20. Lispa Latr.
Ausführliches über die nordamerikanischen Arten dieser Gat- tung findet man in einer wertvollen Arbeit von Aldrich, die in dem Journ. New York Ent. Soc. XXI, 126—146 (1913) erschienen ist, und auf welche ich verweise. In dem mir gesandten Material finden sich folgende Arten:
1. L. albitarsis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 277, 1 (1897).
Nicht selten Chicago 21. V. 99, Woods Hole 9. VII. 1900, Ithaka (Joh.) und Montreal (Bezzi).
2. L. cinifera Beck., Zeitschr. Ent. Bresl. 41, 22 (1904).
1 Pärchen vom Great Salt Lake, Utah 31. VII. 08. Es scheint mir zweifellos, daß die von Aldrich als salina beschriebene Art mit der Beckerschen identisch ist, nachdem Becker selbst erklärt hat, keinen Unterschied finden zu können. Der von Aldrich für die Verschiedenheit beider Arten angeführte Grund, die weite Ent- fernung beider Fundorte, ist nicht stichhaltig, sind doch auch die von mir aus Tibet beschriebenen Eriphia metatarsata und die gleich folgende Chirosia hirtipes in Amerika gefunden worden.
3. L. Nasoni Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 280, 4 (1897.) Mehrere Stücke beiderlei Geschlechts Cuba, Chicago 21. V. 99, Austin 20. X. 01, Spring Creek, Ga. (Joh.).
4. L. palposa WIk., List. Dipt. IV, 926 [Anth.] (1849).
Ziemlich häufig Pullman 16. VIII. 07 (Mel.).
Anm. 2 & und1 9, die in Dungeness, Wash. 24. VIII. 10 ge- fangen sind (Aldr.) gleichen der. falposa außerordentlich, haben aber gelbe Taster. Außerdem ist der 4. Hinterleibsring und die Seiten des 2. und 3. messinggelb bestäubt, was bei Palposa höchstens am 4. Ring vorkommt. Die Thoraxstriemung ist nicht so deutlich wie bei palposa. Das sind die einzigen Unterschiede, die ich außer der Tasterfärbung erkennen kann und lassen es daher zweifelhaft erscheinen, ob wir es mit einer besonderen Art zu tun haben.
9, Heft
62 Prof. P. Stein:
5. L. spinipes Aldr., Journ. New York Ent. Soc. XXI, 2, 136 (1913). $ 1 & Spring Creek, Ga. 16. VI. 12 (Joh.)
6. L. tentaculata Deg. Häufig Potlatch, Id. VI. 07, Erwin, S. D. VI. 08, Austin 29. X. 99, Rock Lake, Chicago, Stevenson.
7. 7. L. uliginosa Fall. Nur einige Weibchen Big Stone, S. D., Nelson 17. VII. 10, Spring Creek.
21. Lispocephala Pok. 1. L. alma Meig. 2<&1 2 Orono Me. (Joh.) und je 1 2 Rock Lake, Wash. 29. III. 02. Ithaca 4. V. 02.
2. L. erythrocera R. D.
Häufig Marshall Pass. 28. VII. 08. Harrison, Id., Chicago 30. IV. 99., Pullmann, Woods Hole 15. VII. 02., Miller, Ind., Orono, Mc.. Algonquin 19. IV. 96., 17. VII. 96. Cache, Utah.
22. Pentacrieia Stein
1. P. Aldrichii Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 249, 1 (1897). 1 2 Chicago 28. V. 99.
23. Chelisia Rond. 1. Ch. elegans sp. nov.
Differt a Ch. monili Meig. statura multo majore (4,5—5,5 mm), pedibus flavis, femoribus anticis et omnibus tarsis nigris, nervis transversis praesertim in femina infuscatis.
Die Art ist durch die braune, bis auf die Spitze des Schildchens fortgesetzte Thoraxmittelstrieme und die keilförmigen, in der End- hälfte gebräunten, an der Basis blassen Flügel sofort als nächste Verwandte unserer monilis zu erkennen, unterscheidet sich aber leicht durch bedeutendere Größe und die Färbung der Beine. Vorderschenkel braun, Mittel- und Hinterschenkel schmutziggelb, letztere am Ende oft mit bräunlichem Wisch. Schienen gelb, die Vorderschienen in der Endhälfte verdunkelt, Tarsen schwarz. Die Bräunung der Queradern ist beim Weibchen deutlich, beim Männ- chen wegen der Flügelbräunung schwerer zu erkennen. Beim Weibchen sind die Flügel in der Endhälfte nicht gebräunt.
Zahlreich in Houghs Sammlung Monterey, Cal. 2. VII. 96 und San Diego, Cal. 5. III. 97. Ferner kommt die Art vor in Palo Alto, Cal. 7. I. 95, Stanford Un. IX. 97, Claremont u. Santa Clara.
24. Chirosia Rond. 1. Ch. idahensis Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 251, 1 (1897). Ziemlich zahlreich Seattle, Wash., Mt. Constitution 17. V. 10, Portland, Or. 27. V. 10, Washovgal?, Wash. 25. V. 10, Monroe, Wash. 20. V. 08, Vancouver 18. V. 96, Nooksack, Wash. 20. V. 02.
Nordamerikanische Anthomyiden 63
2. Ch. hirtipes Stein, Ann. Mus. Zool. Petersb. XII, 368, 56 (1907). 2 & vom Marshall Pass 28. VII. 08, die vollständig mit der von mir aus Tibet beschriebenen Art übereinstimmen.
25. Myopina R. D. 1. M. reflexa R. D. 1 Pärchen Chambly, Can. 19. VII. 02 (Bezzi).
26. Fucellia R. D. 1. F. fucorum Fall.
Nicht selten Friday Harbor VIII. 05, Seattle 2. VIII. 08.
2. F. maritima Hal. 3 2 Woods Hole 2. VIII. 1900.
3. F. rufitibia Stein, Wien. ent. Zeitg. XXIX, 25. 11 (1910). Häufig Pacific Grove V. 06 und Dungeness, Ga. 24. VIII. 10.
27. Anthomyia Meig. 1. A. oculifera Big., Ann. Soc. Ent. Fr. ser. 6. V. 299, 8 (1885). 1 & Wawawai, Wash. und 4 d 1 2 Ithaca (Joh.). Durch die zu einer Querbinde hinter der Naht zusammen- geflossenen Thoraxflecke unterscheidet sich die Art im männlichen Geschlecht sofort von Pluvialis L.
28. Calythea Schnb. 1. C. albicincta Fall.
Sehr häufig, Fundorte sind Pine Lake, Moscow, Austin, Mt. Constitution, Woods Hole, Stevenson, Pullman, Almota, Claremont, Sheridan, Palo Alto.
Die bei unseren Stücken fast weiße Bestäubung des Hinter- leibes geht bei den amerikanischen oft ins Hellbräunliche über, sonst ist nicht der geringste Unterschied wahrzunehmen.
2. C. pratincola Pnz. Weniger häufig als die vorige, Woods Hole, Wawawai, Almota 24. VI. 11, Pullman 12. VIII. 07. 29. Pegomyia R. D.
1 Schüppchen deutlich ungleich Schüppchen gleichgroß oder das untere kaum merklich vor-
ragend 2 Thorax zum größten Teil blaßgelb unicolor Stein Thorax verdunkelt 3 3 Fühlerborste deutlich behaart socialis Stein (Spelog.) Fühlerborste nackt oder pubeszent 4
4 Stirn des Männchens an der schmalsten Stelle halb so breit wie ein Auge abnormis Sp. noV. Augen sehr genähert 5 Taster schwarz, Schildchen an der Spitze nie rötlich squamifera Stein Taster gelb, Schildchen an der Spitze gelblich 6
9. Heft
e ""Prof.. Pi’ Bteing® 0°
6 Thorax schwarz, grau bestäubt, Taster fadenförmig, $ra deutlich Winthemi Meig. Thorax hell lehmfarben, Taster an der Spitze deutlich etwas
verbreitert, fra ganz fehlend oder nur ein Härchen . abnormis var. 7 Thorax blaßgelb I; Thorax anders gefärbt 9 8 Hypopyg wenig entwickelt, so daß der Hinterleib am Ende ziemlich flach ist geniculata Bche& Hypopyg kräftig entwickelt, Hinterleib an der: Spitze deutlich verdickt pallida Stein (gilva Ze
9 Alle Schenkel gebräunt A: Höchstens die Vorderschenkel zum Teil gebräunt = 10 Thorax einfarbig gelbgrau, Hinterschienen innen zugekehrt fast der ganzen Länge nach mit einer Reihe ziemlich dicht stehender Borsten, fra kurz und haarförmig sefigera sp. nov. Thorax mehr oder weniger deutlich dreistriemig, Hinterschienen innen zugekehrt nackt, $ra deutlich und ziemlich lang 11 11 Thoraxmittelstrieme sehr dünn, Seitenstriemen wenig deutlich, Vorderschienen gelb trilineata Stein Mittelstrieme breiter, die seitlichen recht auffallend, Vorder- schienen verdunkelt trivittata Stein 12 pra länger und kräftiger als die-1. dc hinter der Naht 13 pra fehlend oder höchstens annähernd so lang wie die 1. de ' 20 13 Beide Queradern schwach, aber deutlich gesäumt
fuscinervis sp. noV.
Queradern gar nicht gesäumt 14
14 Flügelvorderrand bis zum Randdorn ziemlich lang und kräftig beborstet costalis Stein Flügelvorderrand höchstens kurz gedörnelt 15 15 Fühlerborste mindestens so lang behaart als das 3. Fühlerglied breit ist 2 Fühlerborste höchstens pubeszent +
16 Augen so eng zusammenstehend, daß auch kaum Orbiten wahr- zunehmen sind, Thorax mit nicht sehr auffallenden schwärz- lichen Seitenstriemen, die vorn nicht zusammenhängen, Bauchlamellen wenig entwickelt und dunkel
jwvenihs Stein (Hyl.)
Augen mit deutlichen Orbiten aneinanderstoßend, Thorax mit fast glänzend schwarzen, scharf begrenzten Seitenstriemen, die ganz vorn zusammenhängen, Bauchlamellen wohl ent- wickelt, gelblich connexa Sp. NOV.
17 Augen durch eine deutliche schwarze Strieme und schmale Orbiten getrennt, Thorax bei keiner Art der Pe mit dunklen Seitenstriemen _ a
Augen eng zusammenstoßend, Thorax Sn von "hinten ‚ge- sehen mit deutlichen dunklen Seitenstriemen ' ° 19
Nordamerikanische Anthomyiden 65
18 Taster gelb, Hypopyg grau flavicans Stein (Hyl.) Taster verdunkelt, Hypopyg rotgelb anorufa sp. nov. 19 Fühlerborste vollständig nackt, 2. Fühlerglied undeutlich röt- lichgrau, Vorderschenkel gebräunt bivittata Stein
Fühlerborste deutlich pubeszent, 2. Fühlerglied auffallend röt- lich, Vorderschenkel höchstens mit bräunlichem Längswisch
| lipsia WIk.
20 Randdorn auffallend lang und kräftig, Flügelvorderrand kräftig beborstet spinosissima Stein Randdorn meist klein oder fehlend, wenn aber deutlicher, dann der Flügelvorderrand nicht beborstet 31
21 Beide Queradern deutlich gebräunt 22 Queradern gar nicht gebräunt 23
23 Orbiten an der schmalsten Stelle so breit oder etwas breiter als die linienförmige Mittelstrieme, Randdorn so lang wie die kleine Querader, Mittelschienen innen vorn ohne Borste
affinis Stein
Orbiten an der schmalsten Stelle schmäler als die Mittelstrieme, Randdorn auffallend länger als die kleine Querader, Mittel- schienen innen vorn mit deutlicher Borste finitima Stein
23 Hinterleib grau oder bräunlich 24 Hinterleib rotgelb 26
24 Kopf rötlichweiß bestäubt, Taster gelb ruficeps Stein Kopf schwarz, grau bestäubt, Taster schwarz, höchstens an der Basis gelblich 25
25 Mundrand deutlich etwas vorgezogen, mindestens so weit vor- stehend wie die Stirn, Taster an der Basis gelblich, Augen fast eng zusammenstoßend, 3. Fühlerglied kaum 1%amal so lang als das 2., Vorderschenkel gebräunt cognata sp. nov.
Mundrand nicht vorgezogen, weniger vorragend als die Stirn, Taster ganz schwarz, Augen durch eine deutliche schwarze ‚ Strieme getrennt, 3. Fühlerglied doppelt so lang als das 2,,
Vorderschenkel gelblich striata sp. noV.
26 Wangen und Backen schwarz, grau bestäubt, ohne rötlichen Schimmer bicolor Wied. Wangen und Backen rötlich, mit seidenartig weißlicher Be- stäubung 27
27 3. Fühlerglied doppelt so lang als das 2., Rüssel die Taster ziemlich weit überragend, Schildchen an der Spitze meist deutlich rötlich, Hinterleib walzenförmig _calyptrata Zett.
3. Fühlerglied kaum doppelt so lang als das 2., Rüssel die Taster nur wenig überragend, Schildchen einfarbig gelbgrau, Hinter- leib an der Basis flach gedrückt rujescens Stein
Neue Arten. 1. P. abnormis sp. nov. Oculis late disjunctis, raro arcte cohaerentibus, antennis nigris, articulo 2 rufo, seta vix pubescente, palpis subclavatis, flavis;
Archiv für Naturgeschichte 1918. A. s B 9. Heft
66 . Prof. P. Stein:
thorace flavido-griseo, humeris et scutello flavidis; abdomine ob- longo, fere lineari, subdepresso, flavido, subpellucido, dense flavido- griseo pollinoso, vitta media nigrescente, singulis maculis latera- libus segmentorum 2—4 interdum indistinctis; pedibus flavis, pul- villis elongatis; alis flavidis, spinula nulla, squamis inaequalibus albido-flavis, halteribus flavidis. — Femina fronte latiore, setis decussatis distinctis, abdomine oblongo, apice acuto differt. Long. ca.. 7,5 mm. |
Stirn über den Fühlern von vorn gesehen etwa ?/, so breit wie ein Auge, nach der Mitte zu sich nur wenig verschmälernd, nach dem Scheitel zu wieder etwas breiter werdend, Mittelstrieme je nach dem Alter des Stücks heller bis dunkler rot, hinten nur wenig ausgeschnitten und mit kaum sichtbaren Kreuzborsten versehen, die gelblichgrauen Orbiten wenigstens 1; so breit wie die Mittel- strieme, Frontoorbitalborsten jederseits etwa5, mäßig lang, Vertikal- borsten deutlich. Im Profil ragt die Stirn an der Fühlerbasis nur schwach abgerundet vor, während die Wangen linienfömig sind und die Backen etwa so breit wie das 3. Fühlerglied, Hinterkopf unten gepolstert. Fühler ziemlich breit, den unteren Augenrand nicht erreichend, schwarz, das 3. Glied kaum doppelt so lang als das rote 2., Borste nur bei starker Vergrößerung schwach pubeszent, Taster an der Spitze deutlich verbreitert, gelb. Thoraxrücken hell lehmgrau, Schulterbeulen, Schildchen und Brustseiten gelblich, letztere aber zum Teil graulich gefleckt, fra fehlend oder nur ein feines Härchen, a deutlich zweireihig, von einander so weit entfernt wie von den Dorsozentralborsten, zuweilen mit kleinen Börstchen zwischen sich. Hinterleib fast streifenförmig, etwas flach gedrückt, dicht abstehend behaart, an den Einschnitten kräftig abstehend beborstet. Gegen das Licht gehalten ist er durchscheinend gelblich und läßt feine. schwärzliche Ringeinschnitte deutlicher, eine schmale Rückenlinie nur verloschen erkennen. Betrachtet man ihn aber ganz schräg von hinten, so ist er dicht rötlichgrau bestäubt und zeigt eine deutliche bräunliche Mittelstrieme, während die Ringeinschnitte nicht dunkler erscheinen. Bei einzelnen Stücken sind die Vorderränder der letzten Ringe zu beiden Seiten schwach verdunkelt, so daß sie wie gefleckt aussehen. Beine gelb, Pulvillen und Klauen verlängert; Vorderschienen mit 1—2 kleinen Borsten, Mittelschienen außen vorn und außen hinten mit je 1 etwas kräf- tigen, hinten mit 2 kleineren Borsten, Hinterschienen außen mit 2, von denen die untere recht lang ist und dadurch auffällt, daß sie nach der Spitze zu sehr dünn wird, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 1 Borste. Flügel schwach gelblich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader parallel, hintere Querader steil und gerade oder schwach geschwungen, die deutlich, aber nicht sehr ungleichen Schüppchen weißlichgelb, Schwinger gelblich. — Beim Weibchen ist die Stirn über den Fühlern breiter als ein Auge; die Mittelstrieme hat kräftige Kreuzborsten, die Taster sind recht auffallend keulenförmig verbreitert, der Hinterleib breiter und
Nordamerikanische Anthomyiden 67
hinten zugespitzt, nicht durchscheinend, sondern gelbgrau bis ziegelrötlich, aber verschmutzt, mit verloschener Rückenstrieme.
Zahlreiche Pärchen Moscow 23. VIII. 08, 22. VII. 11.
Anm. 3 8, die zur selben Zeit und am selben Ort gefangen sind, unterscheiden sich nur dadurch von den übrigen Stücken, daß die Augen aufs engste zusammenstoßen, so daß auch kaum Orbiten zu sehen sind, daß die oberen Fazetten ein wenig größer sind als die unteren, und daß die Vorderränder der 3 letzten Ringe zu beiden Seiten einen deutlicheren dunkeln Fleck tragen. Im übrigen stimmen sie bis ins Kleinste überein, so daß ich sie vor- läufig nur als eine Abänderung der beschriebenen Art ansehen kann. Nimmt man an, daß die breitstirnigen Anthomyiden in der Entwicklungsgeschichte die älteren sind, so würden die genannten 3 Männchen einen Fortschritt in der Entwicklung darstellen. Der umgekehrte Fall würde dann bei der oben beschriebenen Phaonia flava vorliegen, indem die breitstirnigen Männchen als atavistische Rückbildung angesehen werden könnten.
2. P. anorufa sp. nov.
yrage P. flavicans Stein, differt palpis nigris et hypopygio rutilo.
Die Art gleicht in Gestalt und Färbung vollständig der von mir in der Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 213, 5 (1897) als Hylemyia beschriebenen P. flavicans. Die Augen sind durch eine schmutzig- rote Mittelstrieme und schmale Orbiten so breit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle mindestens so breit ist wie das 3. Fühlerglied, die Orbiten nebst den vorragen en gekielten Wangen und ziemlich breiten Backen sind seidenartig rötlichweiß bestäubt. Fühler schwarz, 2. Glied rötlichgrau, Borste pubeszent, Taster braun, an der Basis schwach gelblich. Thorax, Schildchen und der walzenförmige Hinterleib hell aschgräu, ohne Zeichnung, fra sehr lang, a vor der Naht 1—2 Paar. Hinterleib kurz abstehend be: haart, an den Einschnitten lang abstehend beborstet, das wohl- entwickelte, vorragende Hypopyg und die Bauchlamellen rötlich- gelb, wie bei P. fraepotens Wied., zu deren Verwandtschaft die Art gehört ; Beine gelb, Vorderschenkel obenauf mit schwärzlichem Wisch, Beborstung genau wie bei flavicans. Flügel gelblich, nament- lich an der Basis, mit langem Randdorn und deutlich gedörneltem Vorderrand, hintere Querader schief und stark geschwungen, letzter Abschnitt der 4. Längsader so lang wie der vorletzte, Schüppchen weißlich, Schwinger gelb.
1 Sin der Sammlung des Wiener Museums aus Colorado, I, 79.
3. P.-cognata Sp. nov. |
Simillima P. hyoscyami Pnz., differt oculis fere arcte cohaeren- tibus, haustello graciliore, hypopygio non prominente. Long. 4—4,5 mm. |
Mir liegen 3 $ aus Stanford Un. 28. X. 06 vor, die unserer hyoscyami nahestehen, sich aber in einigen Merkmalen deutlich
5* 9. Heft
68 Prof. P. Stein:
unterscheiden, so daß ich sie für eine besondere Art halten darf. Die Augen sind nur durch eine linienförmige schwarze Strieme und ebenso feine weiße Orbiten getrennt, so daß sie fast aneinander- stoßen, Fühler schwarz, 2. Glied schmutzig rot, Taster fadenförmig, dunkelbraun, an der Wurzel gelblich, Rüssel schlanker als bei hyoscyami, im übrigen der Bau des Kopfes genau derselbe. Thorax und Schildchen bräunlichgrau, ersterer ohne Spur von Striemung, pra ganz fehlend, a zweireihig. Hinterleib walzenförmig, die ein- zelnen Ringe abstehend behaart, am Hinterrand abstehend be- borstet, Hypopyg entwickelt, aber von der Seite gesehen voll- ständig im letzten Ring versteckt, während es bei hyoscyami deut- lich hervortritt, Bauchlamellen gelblich durchscheinend. Von hinten gesehen ist der Hinterleib dicht bräunlich bestäubt und läßt eine Rückenstrieme nur sehr schwach erkennen, während eine solche bei hyoscyami mehr oder weniger deutlich ist. Beine gelb, Vorder- schenkel gebräunt, Mittel- und Hinterschenkel oft etwas ver- schmutzt, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen wenig verlängert; Vorderschienen mit 1 feinen Borste, Mittelschienen außen hinten mit 1 etwas längeren, hinten mit 2 kürzeren Borsten, während sich bei hyoscyami außerdem noch stets außen vorn eine Borste findet, Hinterschienen außen mit 2 gleichlangen, im Gegensatz zu hyoscy- ami, bei der die untere gewöhnlich auffallend länger ist, außen abgewandt mit 2, innen abgewandt mit 1 kurzen Borste. Flügel schwach angeräuchert, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längs- ader etwas divergierend, hintere Querader steil und gerade, so lang oder noch etwas länger als ihre Entfernung von der kleinen, beide Queradern mit der äußerst schwachen Spur einer Trübung, Schüppchen weißlich, Schwinger gelblich. — 2 Weibchen, die ich für zugehörig halte, obgleich sie an anderem Ort gefangen sind, haben eine breiterotgelbe Stirnmittelstrieme, hellgraüen Hinterleib mit etwas verloschener, aber deutlicher Mittelstrieme, und ganz gelbe Beine und haben noch größere Ähnlichkeit mit unserer hyoscyami.
Anm. Ich hatte die Art anfänglich für eine dunkle Form von vicina Lintn. gehalten, was, da auch unsere Ayscyami_sehr ver- änderlich ist, ganz gut der Fall sein könnte. Dem widerspricht aber die ganz steile und gerade hintere Querader, deren eingebogene Form Lintner bei seiner vicina besonders hervorhebt.
4. P. connexa Sp. nov.
Oculis arcte cohaerentibus, orbitis albis distinctis, antennis nigris, articulo 2 sordide rufescente, seta haud longe plumata, palpis filiformibus nigris; thorace nigro, dense. albido-pollinoso, vitta laterali utrinque, antice cum altera connexa, nigra, nitida; abdomine cylindrico, nigro, flavido-cinereo pollinoso, linea media indistincta, lJamellis ventralibus flavidis; pedibus flavis, tarsis nigris, pulvillis vix elongatis; alis flavidis, spinula distincta, sed haud longa, squamis aequalibus et halteribus albidis. — Femina fronte lata differt. Long. 6—6,5 mm.
Nordamerikanische Anthomyiden 69
Die Art gleicht auf den ersten Blick ungemein der von mir in der Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 211, 3 (1897) beschriebenen Hyl. jwvenilis und gehört wie diese zur Gattung Pegomyia. Die Augen stoßen mit den silberweißen Orbiten eng zusammen, doch sind letztere so breit, daß die Augen selbst nicht zusammenkommen, während bei juwvenilis die Orbiten so schmal sind, daß sich die Augen fast berühren. Fühler schwarz, 2. Glied schmutzigrot, Borste deutlich, aber mäßig lang gefiedert, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax, namentlich von hinten gesehen, dicht weißlich bestäubt, eine breite, ziemlich intensiv schwarze Strieme jederseits, deren innere Grenze die Dorsozentralborsten bilden und die ganz vorn mit der der anderen Seite zusammenstößt, recht auffallend. Bei jwenilis ist diese Strieme viel weniger intensiv, ihre innere Grenze bleibt ziemlich weit von den Dorsozentralborsten entfernt, und sie verläuft in gerader Richtung bis zum Vorderrand, ohne mit der der anderen Seite zusammenzustoßen; pra lang und kräftig, a deutlich zweireihig. Hinterleib walzen- bis kegelförmig, kurz an- liegend behaart, an den Einschnitten lang abstehend beborstet. ‘Von hinten gesehen ist er dicht gelblichgrau bestäubt und läßt eine schwärzliche Rückenstrieme nur undeutlich erkennen, Bauch- lamellen wohlentwickelt und gelblich, während sie bei juvenilis kaum zu erkennen und schwarz sind. Beine gelb, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen kaum verlängert; Beborstung wie bei ldsıa und jwvenilis. Flügel gelblich, mit kleinem, aber deutlichem Rand- dorn, hintere Querader steil und kaum geschwungen, die gleich- großen Schüppchen weißlich, Schwinger etwas gelblich. — Das Weibchen hat eine breite, schwarze Stirnmittelstrieme, ohne Kreuz- borsten, und gleicht im übrigen vollständig dem Männchen.
1 Pärchen in Aldrichs Sammlung aus der Umgegend von Philadelphia und 1 $ in der Wiener Sammlung aus Morrison, Georgia III. 77.
5. P. fuscinervis sp. noV.
Oculis fere cohaerentibus, antennis nigris, articulo 2 sordide rufescente, seta breviter pubescente, palpis filiformibus, fuscis, basi dilutioribus; thorace et scutello flavido-griseis, immaculatis; ab- domine oblongo, fere cylindrico, flavido-griseo, vitta media obscu- riore plus minusve distincta, interdum fere nulla; pedibus flavis, femoribus anticis supra obscuratis, pulvillis elongatis; alis sub- flavidis, spinula valida, nervo transv. posteriore distincte sinuoso, nervis transversis leviter obscuratis, squamis aequalibus albidis, halteribus flavis. — Femine fronte lata differt. Long. 6—7,5 mm.
Augen so genähert, daß die silberweißen Orbiten nur durch eine linienförmige schwarze Strieme, die schmäler ist als sie selbst und nur selten etwas breiter wird, getrennt sind. Stirn im Profil an der Fühlerbasis in stumpfer Ecke deutlich vorragend, die ge- kielten Wangen schmäler, Backen etwas breiter als das 3. Fühler- glied, Hinterkopf unten gepolstert, sämtliche Teile silbergrau be-
9, Heft
70 Prof. P. Stein:
stäubt, mit schwärzlichen Reflexen. Fühler ganz wenig unter der Augenmitte eingelenkt, den untern Augenrand erreichend, schwarz, das 2. Glied schwach rötlich, Borste bei starker Vergrößerung kurz pubeszent, Taster fadenförmig, schwärzlich, an der Basis bisweilen gelblich. Thorax und Schildchen einfarbig gelbgrau bis hell asch- grau, ersterer kaum mit der Spur einer dunkleren Mittelstrieme; pra lang und kräftig, a deutlich zweireihig, das 1. Paar vor der Naht länger und kräftiger. Hinterleib länglich, zuweilen fast walzenförmig, gegen das Ende zu etwas schmäler, der 1. Ring ‚abstehend, die übrigen anliegend behaart, sämtliche Einschnitte lang beborstet. Er ist wie der Thorax gefärbt und läßt eine dunkle Rückenstrieme mehr oder weniger deutlich erkennen, selten fehlt sie ganz. Das nicht besonders stark entwickelte Hypopyg ragt nur wenig aus dem letzten Ring hervor, Bauchlamellen unansehnlich. Beine gelb, Vorderschenkel obenauf mehr oder weniger gebräunt. Vorderschienen mit 1 ziemlich kräftigen Borste, Mittelschienen außen vorn mit 1 kräftigen, außen hinten mit 2 etwas kürzeren, hinten mit 1—2 Borsten, Hinterschienen außen und außen ab- gewandt mit je 2 langen Borsten, innen abgewandt mit 1. Flügel schwach gelblich, mit recht auffallendem Randdorn, 3. und 4. Längs- ader kaum etwas divergierend, hintere Querader schief und deut- lich geschwungen, fast in der Mitte zwischen kleiner Querader und Flügelspitze, beide Queradern mehr oder weniger deutlich gesäumt, .die gleichgroßen Schüppchen weißlich, Schwinger gelb. — Die breite, vorn rote, hinten schwarze Stirnmittelstrieme des Weibchens trägt keine Kreuzborsten, die Vordertarsen sind nicht wie bei vielen Arten verbreitert, die Mittelschienen tragen auch innen vorn eine kleine Borste, im übrigen gleicht es dem Männchen.
Zahlreiche Stücke aus Palo Alto 27. IV. 06, San Jose, Cal. 5. IV. 06, Stanford Un. 28. II. 06, Pullman, Big Stone, Monterey, Cal. 1. VII. 96, Berkeley, Cal. 26. III. 97, San Jacinto, Cal., Pine Lake, Visalia. ;
6. P. setigera sp. nov. &
Oculis arcte fere cohaerentibus, antennis nigris, seta. vix pubescente, palpis nigris; thorace et scutello flavido-griseis, im- maculatis; abdomine lineari, subdepresso, flavido-griseo, vitta media fusca satis distincta; pedibus nigris, genubus anticis et tibiis posterioribus obscure rufis, tibiis posticis intus serie setarum in- structis; alis flavidis, spinula minuta, squamis albidis, halteribus flavis. Long. ca. 5 mm. a | |
Augen nur durch eine linienförmige schwarze Strieme un
schmale, gelblichgraue Orbiten getrennt, die etwas vorragende Stirn nebst den gekielten Wangen und den Backen, die fast doppelt so breit sind als die Fühler, seidenartig gelbgrau bestäubt, mit schwärzlichem Schiller, Fühler schwarz, Borste kaum pubeszent, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen einfarbig hell- braun, die Brustseiten wie gewöhnlich noch etwas heller, ersterer
Nordamerikanische Anthomyiden 71 ohne Striemung; fra kurz und nur ein feines Haar, a kräftig, zwei reihig. Hinterleib streifenförmig, etwas flach gedrückt, schwarz, dicht gelbgrau bestäubt, mit deutlicher schwarzer Mittelstrieme, "Form und Beborstung etwa wie bei Chort. cilicrura Rond. Beine schwarz, die Vorderkniee, Mittel- und Hinterschienen dunkelrot, Pulvillen und Klauen wenig verlängert; Hinterschienen außen abgewandt!!) ‚mit wenigstens 6 kräftigen, gleichlangen Borsten, innen zugekehrt fast der ganzen Länge nach mit einer ziemlich dicht stehenden Reihe schwächerer Borsten und auch innen abgewandt mit einer mehr oder weniger vollständigen Reihe von Borsten, Hinterschenkel unterseits zugekehrt von der Basis bis zur Mitte mit einer Reihe feiner, nicht sehr langer Borsten. Flügel schwach gelblich, mit kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader schwach konvergierend, hintere Querader steil und kaum geschwungen, die gleichgroßen Schüppchen weißlich, Schwinger gelblich.
1 & Prosser, Wash. 2 V2 ER;
7. P. striata sp. nov.
Oculis paullo disjunctis, antennis et palpis nigris, seta nuda; thorace griseo, vitta media angusta satis distincta et vittis latera- libus obscurioribus parum observandis; abdomine subcylindrico, paullo depresso, apice parum incrassato, dense flavido-griseo pollinoso, vitta media nigra, marginibus posterioribus segmentorum interrupta, distincta, ‚marginibus anterioribus paullo obscuratis; pedibus sordide flavis, tarsis nigris; alis subflavidis, spinula nulla, squamis aequalibus albidis, halteribus flavis. Long. 5,5 mm.
Augen durch eine schwarze Strieme und linienförmige weiße Orbiten so weit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle reichlich halb so breit ist wie das 3. Fühlerglied, Frontoorbital- borsten nur 3 jederseits, von der Fühlerbasis bis zur schmalsten Stelle der Stirn verlaufend. Stirn im Profil etwas vorstehend, die gekielten Wangen zurückweichend, Backen reichlich 'so breit wie das 3. Fühlerglied, sämtliche Teile schwarz, mit seidenartigem, grauem Schimmer. -Fühler schwarz, das 3. Glied gut doppelt so lang wie das rötlichgraue 2., Borste nackt, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen hell gelbgrau, ersterer von hinten gesehen mit einer schmalen dunkler grauen Mittelstrieme, die genau den Raum zwischen den Akrostichalborsten einnimmt, und nur bei gewisser Betrachtung schwach zu erkennenden breiteren, an der Quernaht unterbrochenen Seitenstriemen; ra kurz, höch- stens halb so lang wie die 1. dc hinter der Naht, a zweireihig, aber kurz und spärlich. Hinterleib schwach walzenförmig, etwas flach gedrückt, am Ende durch das wohlentwickelte, aber zum größten Teil im letzten Ring versteckte Hypopyg etwas verdickt. Er ist von hinten gesehen dicht gelbgrau bestäubt und läßt eine an den
11) Die auf der Außenseite der Hinterschienen befindlichen Borsten sind oft nicht besonders erwähnt, aber bei den N Pegomyia, Hylemyia, Chortophila immer vorhanden.
9. Heft
72 Prof. P. Stein:
Hinterrändern der Ringe unterbrochene schwache Mittelstrieme deutlich erkennen, während die Vorderränder der Ringe undeutlich verdunkelt sind. Beine gelb, Schenkel etwas verschmutzt, Tarsen schwarz, Pulvillen und Klauen kaum etwas verlängert; Hinter- schienen außen mit 2, außen abgewandt mit 3, innen abgewandt mit 2 Borsten, von denen die obere viel kürzer ist. Flügel schwach gelblich, ohne Randdorn, 3. und 4. Längsader parallel, hintere Querader steil und gerade, die gleichgroßen Schüppchen weißlich, Schwinger gelb. 1 8 Opelousas, La. III. 97.
Alte Arten. 8. P. affinis Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 286 (1897). Einige Stücke aus Hampton, N. H. V. 05 (Aldr.) und sehr zahlreich in Johannsens Sammlung aus Ithaca.
9. P. bicolor Wied. Nicht selten Friday Harbor, VII. 05, Mt. Constitution 31. VII. 08, Wintock 20. V. 10, Nelson 17. VII. 10, Olga 17. V. 10, Dewetto 15. VIII. 10. 10. P. finitima Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 241, 6 (1897). 2 2 Hampton, N. H. V. 05 (Aldr.).
11. P. geniculata Bche.
Ziemlich häufig in Johannsens Sammlung aus Ithaca, wie es scheint, gezogen, da sämtliche Stücke recht unausgefärbt sind. 12. P. gilva Zett.
1 & Polk, Wisc. VII. 1 2 Montreal 15. VII. 05.
13. P. juvenilis Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 211, 3 [Yylemyia] (1897).
2 8 Columbus, O. 30. V. 01 (Joh. Jund 1 Pin Houghs Sammlung ohne Ortsangabe.
14. P. lipsia WIk., List Dipt. IV. 928 [Anth.] (1849).
Recht häufig Lyndon 22. VIII. 10, Mac Henry VIII. 08, Woods Hole 15. VIII. 02, Oronto, Ithaka, Lynn, Melrose, Phila- delphia.
15. P. ruficeds Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 286, 13 (1897).
1 8 Texas (Bezzi) und 1 $ Raleigh, N. C. 9. V. 05 (Joh.).
16. P. spinosissima Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 242, 7 (1892). 1 8 Fort Collins, Col. 18. VII. 02 (Bezzi).
17. P. squamifera Stein, Wien. Ent. Zeitg. XXV, 63, 7 (1906). Einige Stücke in der Wiener Sammlung aus Colorado I. 79.
18. P, trilineata Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 245, 9 (1897). 1 8 Montreal (Bezzi).
19. P. Winthemi Meig. 1 Q aus New York ohne nähere Ortsangabe und 2 Pärchen
aus Ithaca, die von Johannsen gezogen sind.
Nordamerikanische Anthomyiden 23
25h: &
Ein aus Colorado stammendes, in Houghs Sammlung befind- liches Männchen stimmt bis ins Kleinste mit der von mir im Arch. Nat. A. 8, 50, 7 (1913) als Aylemyia beschriebenen P. praeclara überein und unterscheidet sich nur durch. nicht lang behaarte, sondern deutlich pubeszente Fühlerborste. Ich möchte sie auf diesen einzigen Unterschied hin nicht als besondere Art ansehen, trotzdem sich auch noch ein Weibchen findet, das höchstwahrschein- lich das zugehörige ist und auf dem Marshall Pass 28. VII. 08 ge- fangen wurde. Man hüte sich, die Art zur folgenden Gattung zu ziehen, die durch ganz nackte Fühlerborste, den Besitz von 2 Posthumeralborsten und meist etwas flachgedrückte, an der Spitze oft ein wenig verbreiterte Taster gekennzeichnet ist.
30. Eremomyia Stein
Die mir bis jetzt bekannten Arten der Gattung lassen sich leicht nach folgender, kurzer Tabelle bestimmen.
1 Beine ganz schwarz humeralis Stein
‚ Beine zum Teil gelb
2 Stirn des Männchens an der schmalsten Stelle viel schmäler, als das 3. Fühlerglied breit ist, Queradern schwach, aber
deutlich etwas gebräunt cylindrica Stein Stirn an der schmalsten Stelle breiter als das 3. Fühlerglied, Queradern kaum gesäumt 3
3 Stirn nur wenig breiter als das 3. Fühlerglied, Hinterleib rein walzenförmig mit kaum sichtbarer, sehr schmaler Rücken- strieme, Enddrittel der Mittel- und Hinterschenkel rotgelb
apicalis Stein
Stirn fast doppelt so breit als das 3. Fühlerglied, Hinterleib
an der Basis etwas flach gedrückt, mit ziemlich breiter, ver-
hältnismäßig deutlicher Rückenstrieme, Mittel- und Hinter-
schenkel nur an der äußersten Spitze rotgelb incompleta Stein
Die Weibchen der genannten Arten mit absoluter Sicherheit
zu bestimmen, ist mir nicht gelungen; ich glaube aber, daß folgende Tabelle zum Ziele führen wird.
1 Beine ganz schwarz humeralis Stein Beine zum Teil gelb 2
2 2. und 3. Vordertarsenglied deutlich etwas verbreitert, Quer- adern schwach gebräunt ceylindrica Stein
Vordertarsen nicht verbreitert, Queradern kaum gebräunt 3 3 2. Fühlerglied schwarz, kaum mit der Spur eines rötlichen Schimmers, Taster an der Basis kaum gelblich, Mittel- und Hinterschenkel höchstens im Endfünftel rotgelb incompleta Stein 2. Fühlerglied deutlich rot, Taster an der Basis durchscheinend gelb, Mittel- und Hinterschenkel an der Spitze ausgebreiteter gelb apicalis Stein
9, Heft
74 Prof. P. Stein:
1. E. apicalis Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 227, 3 (1897). 1 & Palo Alto 16. II. 95 und 3 Q Moscow 17. VI. 94 und Portola, (a1.:18: IV. 06.
2. E. cylindrica Stein, Berl. Ent. Zeitschr. XLII, 226, 2 (1897). Einige Pärchen Ithaca 5. IV. 02, Columbus, O. 12. IV. 02, Guelph, Ont. V. 09.
3. E. humeralis Stein 1. c. 223, 4, 1 (1897). Ziemlich häufig Pullman 13. IV. 04, Chicago 30. IV. 99, Moscow 3. VI. 11.
4. E: incompleta Stein, 1. c. 224 (1897). 1 d 2 2 Pullman 18. III. 09 und Beck, Id. 18. IV. 1900.
| 31. Acroptena Pok. 124% a Fall.
Zahlreich Guemes Isl. VII. 05, Big Stone, Mt. Rainier VIII. 05, Moores Lake VII. 07, Friday Harbor VII. 05, Moscow, Mt. Con- stitution VII. 05, Potlach 17. VI. 11, Bath, Ill. 7. VIII. 99, Pullman ° 14. IV. 98, Nelson 17. VII. 10, Montreal 10. Y 03. 8
2. A. divisa Meig. Einige Stücke Oakville, Cal. 28. V. 03, Dungeness 24. VIII. 10, Friday Harbor VII. 05, Roswell, Id., Pine Lake, Cal.
3. A: ignobilis Zett: 783 ®@ Mt. Constitution 17. VII. 09, Moscow 1. v1. 07.
32. Hydrophoria RR. 1. A. ruralis Meig. 1 3 Ithaca (Joh.). | 33. Hylemyia R. D. 1 Beine ganz schwarz, höchstens die Hinterschienen etwas bräun- | lich Wenigstens die Hinterschienen durchscheinend gelblich 16 2 Behaarung der Fühlerborste an der Basis oben und unten zu- sammen mindestens doppelt so lang, als das 3. Fühlerglied ‚breit ist 3 Behaarung der Fühlerborste kurz oder nur wenig linger als das 3. Glied breit ist 3 pra ganz fehlend, Flügel auffallend Seihlich, Rüssel dick flavipennis Fall. pra mehr oder weniger Be Flügel graulich, Rüssel schlank 4 4 Randdorn weit länger als die kleine Querader, Hinterleib walzenförmig variata Fall. Randdorn höchstens so lang wie die Elan Querader, Hinter- leib an der Basis flach gedrückt -lasciva Zett. :5 Queradern deutlich, wenn auch nicht stark gesäumt, 1. Ab- schnitt des Hypopygs glänzend schwarz ‚pullula Zett. -Queradern nie gesäumt,..1. Abschnitt des. Hypopyss grau . bestäubt 6
Nordamerikanische Anthomyiden 75
6 Hinterschienen auf der dem Körper zugekehrten Seite der ganzen Länge nach mit einer Reihe von 10—12 gleichlangen Borsten, Endabschnitt des Hypopygs kräftig entwickelt, Bauchlamellen nicht beborstet seriata Sp. Nov.
Hinterschienen zugekehrt höchstens mit einigen ungleichen Borsten, wenn aber gleich lang und in größerer Ausdehnung beborstet, dann der Endabschnitt des Hypopygs kaum ent-
“wickelt oder die Bauchlamellen mit langen, einwärts ge-
© “ krümmten Borstenhaaren besetzt . 7 Bauchlamellen mit zahlreichen, dicht stehenden, nach. unten i und einwärts gekrümmten Borstenhaaren besetzt
aniseta SP. NOV.
Bauchlamellen nicht auffallend lang und dicht beborstet 8
8 Wangen schmäler, Backen kaum etwas breiter als das 3. Fühler- glied, Hinterleib ziemlich schmal, streifenförmig und an der
Basis deutlich flachgedrückt 9 Wangen und Backen bedeutend breiter als das 3. Fühlerglied, Hinterleib mehr oder weniger walzenförmig 12
-9 Thorax mit 3 verhältnismäßig deutlichen Längsstriemen, 2. Hinterleibssegment auf der Bauchseite ziemlich lang be-
. haart linearis Stein Thorax einfarbig, 2. Segment auf. der Bauchseite nicht auf- fallend. behaart 40
10 "Vorderächienen. innen an der äußersten Spitze ohne bis zum Ende gleichstarke Borste cinerosa Zett.
Vorderschienen innen an der Spitze etwas dem Körper ab- gewandt mit einer kleinen, bis zum Ende gleich starken, dornartigen Borste 14
.11. Thoraxrücken auffallend dunkler braun als die Brustseiten Mittelschienen außen vorn meist mit deutlicher Borste, Hinterleib so lang wie Thorax und Schildchen, Hinterschienen außen abgewandt mit mindestens 8 abwechselnd längeren und kürzeren Borsten lateralis sp. nov.
Thoraxrücken nicht auffallend dunkler als die Brustseiten Mittelschienen außen vorn ohne Borste, Hinterleib länger als Thorax und Schildchen, Hinterschienen außen abgewandt
mit 4—5 Borsten angusta Stein
12 Hinterleib dicht gelbgrau bestäubt, Flügel an der Basis auf-
fallend gelblich, Mundrand kaum vorgezogen inornata Stein Hinterleib dünn aschgrau bestäubt, Flügel nicht auffallend gelblich, Mundrand deutlich vorgezogen 13
13 Fühlerborste viel kürzer behaart, als das 3. Fühlerglied breit ist, Flügelbasis schwarz nigribasis sp. NOV. Fühlerborste so lang oder länger behaart als das 3. Fühlerglied breit ist, Flügelbasis verschieden gefärbt 14
14 Bauchlamellen am untern Rand der ganzen Länge nach mit
abwärts gerichteten, kurzen, dornartigen Borsten, Flügel an ‚der Basis deutlich geschwärzztt ° . .spiniventris Coq.
9, Heft
76 Prof. P. Stein:
Bauchlamellen unterseits höchstens fein gewimpert, Flügel an der Basis kaum geschwärzt 15 15 Thorax und Hinterleib auffallend breit und kräftig, hintere Querader schief und stark geschwungen - robusta sp. nov. Thorax und Hinterleib nicht auffallend kräftig, hintere Quer- ader schief und kaum geschwungen marginata Stein 16 Fühlerborste außerordentlich lang behaart, Hinterleib an der Basis schwach durchscheinend gelblich alcathoe WIk. Fühlerborste nicht auffallend lang gefiedert, Hinterleib an der Basis nicht durchscheinend 17 Hinterleib unterseits vor der Spitze mit auffallend langen Borsten besetzt 18 Hinterleib unterseits nicht auffallend beborstet 19 18 Große, 8—9 mm lange, kräftige Art mit starker fra und deutlich geschwungener hinterer Querader setiventris Stein Kleine, 5 mm lange, zarte Art ohne fra und steiler, kaum ge- schwungener Querader anisela Sp. noV. 19 Hinterschenkel ganz gelb 20 Hinterschenkel wenigstens an der Basis verdunkelt 22 20 Augen des Männchen breit getrennt, fra sehr lang coenosiaeformis Stein Augen sehr genähert, fra fehlend oder kurz 21 21 Vorderschenkel höchstens mit einem schwachen, dunkeln Wisch obenauf, mindestens das Schildchen gelblich testacea Stein Vorderschenkel ganz verdunkelt, Schildchen grau depressa Stein 22 3. und 4. Vordertarsenglied mit je einem langen, nach unten gerichteten Borstenhaar, Augen durch eine schmale schwarze Strieme und mindestens ebenso breite silbergraue Orbiten getrennt pihtarsis sp. nov. Vordertarsen obenauf nicht auffallend behaart, Augen eng zusammenstoßend oder durch eine schmale Strieme und nur linienförmige Orbiten etwas getrennt 23 23 fra deutlich und kräftig 24 pra ganz fehlend oder nur ein kurzes Härchen 25 24 Thorax fast schwarz, Augen so eng zusammenstoßend, daß auch kaum Orbiten zu sehen sind nigrithorax Sp. Nov. Thorax heller, Augen mehr oder weniger deutlich getrennt ventralis sp. nov. 25 Mittelschienen hinten kurz vor der Spitze mit 1 ziemlich langen, kräftigen Borste, oft noch mit einer zweiten auf der Mitte 26 Mittelschienen hinten kurz vor der Spitze ohne auffallende Borste 27 26 Hinterschienen außen mit mehreren sehr langen Borsten, außen abgewandt fast der Anz Länge nach mit feinen Borsten- haaren megatricha Kert. Hinterschienen außen nur mit den gewöhnlichen, mäßig langen Borsten,außenabgewandt ohne feine Behaarung simikssp.nov.
Nordamerikanische Anthomyiden Ti
27 4. Vordertarsenglied auf der Oberseite mit einem langen, ab-
wärts gerichteten Borstenhaar pilimana sp. nov.
4. Vordertarsenglied oberseits ohne Borste 28
28 Vorderschienen innen an der äußersten Spitze mit einer ab- wärts gerichteten, bis zum Ende gleich starken Borste
coarctata Fall.
Vorderschienen innen am Ende ohne solche Borste depressa Stein
Neue Arten. 1. H. aniseta sp. nov.
Similis 7. coarctatae Fall. Antennarum seta breviter pilosa, thorace et scutello flavido-griseis, immaculatis; abdomine angustis- simo, tlavido-griseo, linea media angusta obscuriore satis distincta, lamellis ventralibus et segmento quarto subtus utrinque pilis longissimis curvatis instructis; pedibus nigris, tibiis paullo rufescen- tibus, tarsorum anticorum articulis intermediis paullo dilatatis; alis flavidis, spinula minuta, squamis albidis, halteribus flavis. Long. 5 mm.
Bau des Kopfes genau wie bei H. coarctata Fall., der sie auch sonst in Färbung und Zeichnung völlig gleicht. Die Stirmmittel- strieme ist nur bei vollständig ausgebildeten Exemplaren schwarz, sonst mehr oder weniger rötlich, Fühlerborste kurz, aber deutlich behaart, an der äußersten Basis merklich verdickt. Thorax und Schildchen einfarbig graugelb oder lehmgelb, fra fehlend, a paarig, aber mäßig stark, Thorax außer den stärkeren Borsten fast nackt. _ Hinterleib sehr schmal, wie der Thorax gefärbt, mit schmaler dunkler Mittelstrieme, die ganz von hinten gesehen verhältnismäßig deutlich ist, die Bauchlamellen und die Seitenränder des 4. Ringes mit zahlreichen, dicht stehenden, langen, nach unten und einwärts gekrümmten Borsten besetzt. Beine schwarz, Schienen oft schwach gelblich, aber meist verdunkelt, Beborstung wie bei coarctata Fall., aber die Borsten an den Mittelschienen sehr kurz und fein. Bei starker Vergrößerung zeigen auch die Vordertarsen eigentümliche Bildung. Das 2. und 3. Glied ist herzförmig, schwach verbreitert und ebenso wie das 1. am Ende schwach durchscheinend gelblich gefärbt; außerdem tragen die 3 ersten Glieder an der Spitze jeder- seits eine kleine, etwas flachgedrückte Borste. Flügel schwach gelblich, mit deutlichem, aber feinem Randdorn, Schüppchen blaß- gelb, Schwinger gelblich.
Mehrere Männchen North Park, Col. VII., Mac Lean, N. Y. 3. VII. 04 (Bradley), Soon Lake, Selkirk Mts., Br. Col., 14. VI. 08 (Bradley).
2. H. lateralis sp. nov. |
Oculis vitta nigra paullo disjunctis, antennis et palpis nigris, seta longe pubescente, fere breviter pilosa; thorace fusco-nigro, dorso paullo dilutiore, lateribus albido-pollinosis; abdomine an- gusto, depresso, nigro, griseo-pollinoso, vitta media sat lata et marginibus anterioribus segmentorum obscuris; pedibus nigris,
9. Heft
78 -- Prof. P. Stein: --
pulvillis et unguibus sat brevibus; alis leviter flavidis, spinula minuta, squamis et halteribus albido-flavis. — Femina flavido- grisea, vitta longitudinali thoracis utrinque fusca indistincta, spinula costali longiore differt. Long. 4,5 mm. Re -
Augen durch eine schmale, schwarze, bei nicht ausgereiften Stücken oft rötliche Mittelstrieme und kaum sichtbare weiße Or- biten so weit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle etwa so breit ist wie das 3. Fühlerglied, die ungefähr in der Augenmitte eingelenkten Fühler und die fadenförmigen Taster schwarz, Borste deutlich pubeszent, fast kurzhaarig, die Behaarung an der Basis fast so lang wie das 3. Fühlerglied breit ist. Thorax auf dem Rücken schwarzgrau, schwach glänzend, die Schulterbeulen und Brustseiten weißlich bestäubt; betrachtet man ihn schräg von hinten, so bemerkt man eine feine, noch dunklere Mittelstrieme und breitere Seitenstriemen, die sich von oberhalb der Schulter- beulen bis zur Flügelwurzel erstrecken und die Grenze zwischen der dunkeln Färbung des Rückens und der helleren der Brustseiten bilden. Der hintere Teil des Thorax ist etwas heller bestäubt, das Schildchen von der Farbe des Thoraxrückens; ra fast von der Länge der 1. dc hinter der Naht, a ein deutliches Paar vor der Naht. Hinterleib streifenförmig, ganz schräg von hinten gesehen schmutzig grau bestäubt, mit ziemlich breiter Mittelstrieme und ebenfalls ziemlich breiten Vorderrändern der einzelnen Ringe. Er ist ab- stehend behaart, an den Einschnitten länger abstehend beborstet. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen kaum verlängert; Vorder- schienen mit 1 Borste, Mittelschienen außen vorn mit 1, außen hinten mit 2, hinten mit 2 noch kürzeren Borsten, Hinterschienen außen mit den gewöhnlichen Borsten, außen abgewandt der ganzen Länge nach mit abwechselnd längeren und kürzeren Borsten. innen abgewandt mit mehreren kurzen Borsten, auch innen zu- gekehrt mit einigen in der Nähe der Basis stehenden Borsten, Flügel graulichgelb, mit kleinem Randdorn, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen und Schwinger weißlichgelb. — Das Weibchen hat eine breite rotgelbe, von hinten her mehr oder weniger geschwärzte Stirnmittelstrieme, die mit Kreuzborsten versehen ist, der Thorax ist einfarbig gelbgrau und läßt von hinten gesehen je eine nicht sehr deutliche, bräunliche Seitenstrieme erkennen. Hinterleib zugespitzt, grau, mit feiner, schwärzlicher Mittelstrieme. Flügel intensiver gelb als beim Männchen, mit deutlichem Randdorn.
Mehrere Pärchen Mt. Constitution 11. VII. 09 und 1 $ Montreal 20. VI. 04 (Bezzi). ö
3. H. nigribasis sp. nov. Simillima H. spiniventris Cogq., differt antennarum seta pube- cente et lamellis ventralibus subtus setis inaequalibus instructis. Die Art hat außerordentliche Ähnlichkeit mit spiniventris Coq. und ist auch mit ihr zusammen gefangen. Sie unterscheidet sich durch die nur kurz pubeszente Fühlerborste und die Bauchlamellen,
Nordamerikanische Anthomyiden 79
welche unterseits, namentlich hinten, mit mehreren längeren Borsten besetzt sind, aber nie bedornt wie bei spiniventris Coq. oder regelmäßig bewimpert wie bei marginata Stein.
Mehrere Männchen Marshall Pass 28. VII. 08.
4. H. nigrithorax sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, antennis et palpis nigris, seta distincte pubescente; thorace et scutello nigris subnitidis, humeris et lateribus fusco-pollinosis; abdomine angusto, depresso, fusco- pollinoso, linea media et marginibus anterioribus segmentorum obscuris; pedibus nigris, tibiis posticis, raro etiam intermediis flavidis; alis flavido-cinereis, basi subflavidis, spinula minuta, squamis et halteribus flavis. — Femina colore corporis flavido- griseo differt. Long. ca. 5 mm.
Augen so eng zusammenstoßend, daß auch von Orbiten nur wenig zu sehen ist, Fühler unter der Augenmitte eingelenkt, so daß die Entfernung von der Fühlerbasis bis zum Scheitel größer ist als bis zum Mundrande, schwarz, mit deutlich pubeszenter Borste, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax tief schwarzbraun, vorn stumpf, nach hinten zu nebst dem Schildchen schwach glänzend, Schulterbeulen, Brustseiten und je ein Seitenfleck :un- mittelbar vor dem Schildchen bräunlich bestäubt ; fra so lang wie die 1. dc hinter der Naht, a deutlich zweireihig. Hinterleib ziemlich schmal, streifenförmig, bräunlich bestäubt, ganz schräg von hinten gesehen mit schmaler Rückenlinie und breiteren Vorderrand- säumen, doch ist die Zeichnung bei beiden vorliegenden Männchen nicht deutlich erkennbar, Hypopyg mäßig entwickelt. Er ist kurz abstehend behaart und nur der letzte Ring am Hinterrand länger beborstet. Beine schwarz, die Hinterschienen, seltener auch die Mittelschienen durchscheinend gelblich, Pulvillen und Klauen kaum verlängert; Beborstung der Vorder- und Mittelschienen ziemlich dürftig, Hinterschienen außen mit 3—4, außen abgewandt mit 8—10 abwechselnd längeren und kürzeren Borsten, innen ab- gewandt mit 6—8 etwas kürzeren und innen zugekehrt ebenfalls mit 6-8 noch etwas kürzeren Borsten, Hinterschenkel unterseits abgewandt der ganzen Länge nach mit längeren Borsten, zugekehrt in der Endhälfte etwas länger beborstet. Flügel gelbgrau, an der Basis deutlich gelb, mit kleinem Randdorn, hintere Querader steil und gerade, Schüppchen und Schwinger gelblich. — Die breite, mit Kreuzborsten versehene Stirnmittelstrieme des Weibchens ist rotgelb, Orbiten und die übrigen Teile des Kopfes gelbgrau, von gleicher Färbung der Thorax und etwas mehr graulich der Hinter- leib, auf welchem man eine verloschene Mittelstrieme bemerkt. Die Flügel sind recht intensiv gelblich, namentlich an der Basis und der Randdorn kräftiger. Durch die helle Körperfärbung sieht es dem Männchen sehr unähnlich und ist nur dadurch als zu- gehörig von mir erkannt worden, daß es am selben Ort und zur selben Zeit gefangen ist.
2.& und 5 @ Mt. Constitution 7. VII. 05, 31. VII. 08.
9, Heft
80 Prof. P. Stein:
5. H. Pilimana sp. nov.
Differt a coarctata Fall. oculis arcte cohaerentibus, antennarum seta multo brevius pubescente, tarsorum anticorum articulo 4 apice supra duabus setis longis armatis.
Gleicht auffallend der H. coarctata Fall., hat aber in der Regel ganz eng zusammenstoßende Augen, eine viel kürzer behaarte Fühlerborste, und das 4. Glied der Vordertarsen trägt auf der Oberseite an der Spitze 2 lange, nach unten gerichtete Borsten- haare. Das Weibchen hat im Gegensatz zu coarctala gebräunte Schenkel und ist besonders durch die kurz behaarte Fühlerborste von den Weibchen ähnlicher Arten zu unterscheiden.
Mehrere Pärchen vom North Park und Rabbit Ear Pass, Col.
Anm. Ein Männchen, das mir leider nur in einem Stück vor- liegt, hat Augen, die durch eine deutliche schwarze Strieme und ebenso breite Orbiten so breit getrennt sind, daß.die Stirn an der schmalsten Stelle mindestens so breit ist als das 3. Fühlerglied, eine kurz, aber deutlich behaarte Fühlerborste und an den Vorder- tarsen trägt das 3. Glied am Ende ein nach vorn gerichtetes Borstenhaar, während auch das vorletzte an der Spitze mit einigen Borstenhaaren versehen ist. Die Präalarborste ist deutlich, wenn auch nicht sehr kräftig, und von den Akrostichalborsten ist das erste Paar vor der Naht bedeutend länger als die übrigen.
6. H. seriata sp. nov.
Simillima iterum coarctatae Fall., differt colore parum obscu- riore, pedibus totis nigris, tibiis posticis in latere versus corpus directo per totam longitudinem serie setarum instructis.
Die Art gleicht ebenfalls ungemein der coarctata Fall., unter- scheidet sich aber durch etwas dunklere Färbung, durch den Besitz einer kleinen, aber deutlichen Präalarborste und hauptsächlich dadurch, daß die Hinterschienen auf der dem Körper zugekehrten Seite der ganzen Länge nach mit einer Reihe von etwa 10—12 annähernd gleichlangen Borsten besetzt sind, die etwas schwächer sind als die übrigen Schienenborsten. Außerdem tragen die Mittel- schienen im Gegensatz zu coarctata auch außen vorn eine deutliche Borste. — Das Weibchen wird von den ähnlichen Weibchen nur durch ganz schwarze Beine zu unterscheiden sein.
Zahlreiche Stücke North Park, Col. VII und 1 & Marshall Pass 28. VII. 08.
7. H. similis sp. nov. je
Simillima H. megatrichae Kert., differt setis tibiarum postica- rum brevibus.
Die Art gleicht vollständig der H. megatricha Kert., ist aber sofort durch die Hinterschienen zu unterscheiden, die außen nur mit den gewöhnlichen, nicht langen Borsten besetzt sind und auch auf der innern, dem Körper abgewandten Seite keine feine Be- haarung zeigen. Im übrigen ist die Art durch die in der Be- stimmungstabelle angegebene charakteristische Beborstung der
Nordamerikanische Anthomyiden 81
Mittelschienen sofort zu erkennen. — Das Weibchen hat ganz gelbe Beine und ist weder von dem der coarctata Fall. noch von dem ‚der megatricha Kert. zu unterscheiden.
Mehrere Stücke beiderlei Geschlechts mit der Bezettlung Color. Springs (Tucker). 8. H. ventralis sp. nov. d
Oculis vitta nigra paullo disjunctis, antennis et palpis nigris, seta distincte pubescente; thorace flavido-griseo, linea media paullo obscuriore vix observanda, thoracis lateribus griseis; ab- domine lineari, subdepresso, dense flavido-pollinoso, vitta media sat lata nigra; pedibus nigris, tibiis flavis, anticis saepe obscuratis; alis subflavidis, spinula distincta, squamis et halteribus flavis. Long. ca. 6,5 mm.
Kopfbau genau wie bei H. brunnescens Zett., cardui Meig., criniventris Zett. und anderen, Augen so weit getrennt, daß die Stim an der schmalsten Stelle etwa halb so breit ist wie das 3. Fühlerglied, Fühler und Taster schwarz, Borste namentlich an der Basis deutlich pubeszent. Thorax hellbraun, Brustseiten mehr graulich, eine schmale bräunliche Mittelstrieme auf ersterem nur schwach angedeutet, fra so lang wie die 1. dc hinter der Naht, a vor der Naht 3 Paar, aber nicht sehr kräftig, im übrigen der Thorax fast nackt, Schildchen wie der Thorax gefärbt. Hinterleib streifenförmig, wie bei den genannten Arten gebaut, an der Spitze durch das wohlentwickelte Hypopyg etwas verdickt, fein ab- stehend behaart, an den Einschnitten lang abstehend beborstet. Von hinten gesehen ist er dicht gelblich bestäubt und läßt eine ziemlich breite schwarze Mittelstrieme recht deutlich erkennen. Beine schwarz, Schienen gelb, die vorderen bisweilen verdunkelt, Pulvillen und Klauen verlängert ; Vorderschienen mit 1—2 Borsten, Mittelschienen außen vorn und außen hinten mit je 1, hinten mit 2 Borsten, Hinterschienen außen mit 3, außen abgewandt mit 4—5 an Länge etwas verschiedenen, innen abgewandt mit 3 Borsten und auch innen zugekehrt mit einigen locker stehenden Borsten in der Basalhälfte. Flügel gelblich, mit deutlichem Rand- don, hintere Querader schief und etwas geschwungen, Schüppchen und Schwinger gelb.
Je 1 $ Mt. Constitution 17. VII. 09 und Friday Harbor 30. VI. 09.
Alte Arten.
9. H. alcathoe WIk., List Dipt. IV, 937 [Anth.) (1849).
Findet sich zahlreich in allen Sammlungen und scheint in Nordamerika so gemein zu sein wie bei uns H. strigosa Fbr. Auf Angabe bestimmter Fundorte kann ich danach verzichten.
"10. H. antigua Meig. 1 @ Bozeman, Montana.
Archiv a nehle 6 9. Heft
82 Prof. P. Stein:
11. H. cinerosa Zett.
Eine Anzahl Männchen und Weibchen aus Montreal VI. VII. 04 stimmen so gut mit unserer Art überein, daß ich die ge- ringen Unterschiede vernachlässigen zu können glaube. Die Prä- alarborste ist bei sämtlichen Stücken kleiner als bei der europäischen Art und auch die Akrostichalborsten kürzer und feiner. Die Flügel sind intensiver gelblich und die Fühlerborste deutlicher pubeszent. Ich glaube kaum, daß es sich um eine besondere Art handelt. Ob ein anderes ebenfalls aus Montreal stammendes Männchen auch zu dieser Art gehört, muß ich zweifelhafter lassen. ' Es ist etwas größer, hat eine Kaum pubeszente Fühlerborste, kräftige Präalar- borste, während die Akrostichalborsten zweireihig sind, einen recht auffallend langen Flügelranddorn und deutlich gedomte Costa. Die Beborstung der Beine ist kräftig und ziemlich auf- fallend, besonders an den Hinterbeinen. Die Hinterschienen tragen nämlich innen abgewandt und auf der dem Körper zugekehrten Seite fast der ganzen Länge nach je eine Reihe gleichlanger und ziemlich kräftiger Borsten, von denen sich bei cinerosa immer nur eine Andeutung findet; auch die übrige Beborstung der Hinter- schienen ist kräftiger und länger. Da mir nur 1 Männchen vorliegt, möchte ich von Aufstellung einer neuen Art absehen.
12. H. coarctata Fall.
Stücke, die vollständig mit unseren übereinstimmten, habe ich in keiner Sammlung gefunden. Zahlreiche Stücke beiderlei Geschlechts, die mit aniseta und seriata am selben Ort gefangen sind, unterscheiden sich nur dadurch von unserer coarctata, daß die Hinterschenkel unterseits abgewandt der ganzen Länge nach mit ziemlich ansehnlichen Borsten besetzt sind, während bei allen mir vorliegenden Stücken der europäischen coarciata die Be- borstung auf der Unterseite nur sehr kurz ist. Auch einige aus Colorado stammende Männchen ziehe ich nur mit Bedenken zu dieser Art.. Zunächst sind sie bedeutend kleiner, da sie nur eine Länge von 5 mm erreichen, während unsere Stücke gewöhnlich 6 mm lang sind. Mittel- und Hinterschenkel sind ferner an der Spitze stets gelblich, während bei coarctata die schwarze Färbung bis zur äußersten Spitze reicht, und endlich sind bei den amerika- nischen Stücken die Hinterschenkel unterseits zugekehrt der ganzen Länge nach fein behaart, während sie bei coarctata hier ganz nackt sind. In allen übrigen Merkmalen stimmen sie überein.
13. H. coenosiaeformis Stein, Ann. Mus. Nat. Hung. II, 477, 2 (1904).
Mehrere Pärchen aus Montreal 3. VI. 05 in Bezzis Sammlung. Das Männchen unterscheidet sich durch die breite Stirn von allen übrigen Hylemyia-Arten, das Weibchen durch die lange Präalar- borste von dem der coarctata, welchem es sonst sehr ähnlich ist. 14. H. depressa Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 214, 6 (1897).
1 & Orono, Mich. (Joh.) und 1 $& Wellesley, Mass. 10. VII. 10 (Bezzi).
Nordamerikanische Anthomyiden 83
.. Beide stimmen genau mit der Beschreibung. Außer der -Fär- bung der Beine und Taster unterscheidet sich diese Art noch da- durch von coarctata Fall., daß die Vorderschienen innen an der Spitze keine Borste tragen, während sich hier bei der letzteren eine charakteristische, bis zum Ende gleichstarke Borste findet, und daß die hintere Querader nicht schief und geschwungen, sondern ganz steil und gerade ist.
15. H. flavipennis Fall. 1 mit unserer Art übereinstimmendes Weibchen aus Montreal:
16. H: inornata Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 220, 13 (1897). 2.& Ithaka (Joh.) Durch die namentlich an der Basis recht gelblichen Flügel auffallend.
17. H. lasciva Zett. 1 8 Mt. Constitution 28. VII. 09 und 1 2 Sheridan VIII. 09.
18. H. megatricha Kert., III. asiat. Forschungsr. Zichy II, 199, 153 (1901). Mehrere Männchen in Houghs Sammlung aus Colorado, ohne nähere Angabe. Die Art ist zuerst aus Omsk in Sibirien beschrieben und später von Schnabl bei Orenburg im südlichen Ural gefangen und als Leptohylemyia villosa beschrieben. Die amerikanischen Stücke stimmen mit beiden überein.
19. H. pullula Zett. Nicht häufig Pullman 12. VI. 07 und Troy 14. VI. 08.
20. H. setiventris Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 216, 9 (1897). 3 d&2 2 Pullman V., VI. 07, Moscow 22. VII. 11. f
21. H. spiniventris Coq., Pr. Wash. Ac. Soc. 449 (1900).
- Ich habe in den Ann. Mus. Nat. Hung. II, 476, 1 (1904) diese Art unter dem Namen sinilamellata beschrieben und auf das mögliche Zusammenfallen mit der Coquilletschen Art aufmerksam gemacht. Die Beschreibung der letzteren, die mir damals nicht - zur Verfügung stand, läßt keinen Zweifel, daß meine Vermutung richtig war. Außer den in der genannten Arbeit erwähnten Stücken aus Alaska liegen mir mehrere Pärchen vor, die sämtlich auf dem Marshall Pass 28. VII. 08 gefangen sind. An den breiten Wangen, dem stark vorgezogenen Mundrand, der verhältnismäßig lang be- haarten Fühlerborste, deren Befiederung bei einzelnen Stücken an der Basis fast doppelt so lang ist als das 3. Fühlerglied breit, vor allem aber an den auf der Unterseite mit ziemlich kräftigen Dornen besetzten Bauchlamellen ist die Art im männlichen Ge- schlecht leicht zu erkennen. Das Weibchen ist einfarbig gelbgrau, erinnert sehr an das Weibchen von Chort. varicolor Meig. und ist an.dem vorgezogenen Mundrand und der lang behaarten Fühler- borste als das zugehörige zu erkennen. Akrostichalborsten fehlen in beiden Geschlechtern. Die von mir in der Berl. ent. Zeitschr. XLII, 221, 14 (1897) beschriebene H. marginata unterscheidet sich
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fast nur dadurch von spiniventris, daß die Bauchlamellen unter- seits nicht stark bedornt, sondern nur fein gewimpert sind. Es ist immerhin möglich, daß beide nur eine Art bilden, die dann den Namen marginata führen müßte.
In Melanders Sammlung findet sich noch 1 d aus Gallatin, Mont. 27. VI. 1900.
22. H. testacea Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 208, 1 (1897).
1 83 2 aus Sheridan VII., VIII., die vollständig mit der von mir gegebenen Beschreibung stimmen. Auch 1 $ und 2 9 aus Luck Wyom. 26. VIII. 95 und mehrere Weibchen aus Chicago 6. VII. 95 zeigen dieselbe rötliche Färbung des ganzen Körpers, während das 3. Fühlerglied entweder ebenfalls gelbrot oder zum größten Teil gebräunt, ja geschwärzt ist. Der Thorax einiger Weibchen zeigt von oben gesehen und gegen das Licht gehalten 1 oder 3 grauliche Striemen, die bei anderer Betrachtung kaum zu sehen sind. Bei einer Anzahl Männchen, die ebenfalls in Chicago 6. VII. 95 gefangensind, ist der Thorax mit Ausnahme des Schildchens lehmfarben, etwa wie bei A. coarctata Fall. und das 3. Fühlerglied verdunkelt, so daß man annehmen muß, daß die Färbung des Thorax sehr variiert. Der Hinterleib ist bei diesen Stücken auch etwas verdunkelt, aber von hinten gesehen mit dichter, fast gold- gelber Bestäubung bedeckt. Die Stirnstrieme nimmt ebenfalls entsprechend der Veränderlichkeit des Thorax alle Färbungen von rotgelb bis schwarz an, genau wie das 3. Fühlerglied, während das Schildchen stets gelb zu bleiben scheint. Bei 1 d und 3 Q aus Hampton, N. Y. ist der Thorax lehmfarben, Brustseiten etwas heller, Schulterbeulen gelblich, Schildchen gelb.
93. H. variata Fall.
Ziemlich zahlreich Pacific Grove V. 06, Stanford Un. II. 06, San Mateo, Cal. IV. 06, Pullman, Chicago, Sta Clara, Cal.
34. Hylephila Rond. 1. H. obtusa Zett. 1 & Moscow 17. VI. 04, das hinreichend genau mit unserer Art stimmt, jedenfalls nur unbedeutend abweicht. 2. H. unilineata Zett. 1 & Palo Alto 26. III. 95 (Joh.) und mehrere Pärchen aus New Bedford, Mass. 17. IV., die kaum von unserer Art abweichen.
35. Ammomyia Rond. 1. A. Johnsoni Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 215, 8 [Hylemyva] (1897). 1 $Ithaka (Joh.). Die Art ist der ebenfalls früher zu Hylemyia gezogenen grisea Fall. nahe verwandt.
2. A. maculata Stein, Berl. ent. Zeitschr. XLII, 229, 1 (1897). . 1 & Prosser 4. V. 11.
Nordamerikanische Anthomyiden 85
36. Proboseidomyia Big. 1. P. siphonina Big., Ann. Soc. ent. Fr. ser. 6. V. 267 (1885).
1 2 Westfield, N. Y. 3. IX. 04. Ich habe die Art früher als Dolichoglossa americana beschrieben.
37. Chortophila Macq.
1 Metatarsus der Mittelbeine außen lang beborstet 2 Mittelmetatarsus außen nicht auffallend beborstet 3 2 Thorax ziemlich hellgrau, Hinterschienen innen zugekehrt der
ganzen Länge nach mit einer Reihe kurzer Borsten trichodactyla Rond. Thorax fast schwarz, Hinterschienen innen zugekehrt nackt , armala SP. noV. 3 Hinterschienen innen zugekehrt der ganzen Länge nach mit
einer Reihe dicht stehender gleich langer Borsten
cilicrura Rond. Hinterschienen innen zugekehrt nackt oder nur mit einzelnen
Borsten ' 4 Mittelschienen innen mit 1 deutlichen Borste 5 Mittelschienen innen ohne Borste ? . 5 Hinterschienen außen abgewandt mit 5—6 Borsten radicum L. Hinterschienen außen abgewandt mit 2 Borsten 6 6 Thorax und Hinterleib fast schwarz aestiva Meig. Thorax und Hinterleib ziemlich hellgrau cinerella Fall. 7 Augen aufs engste zusammenstoßend oder durch eine nur linienartige schwarze Strieme getrennt 8 Augen durch eine deutliche bandförmige Strieme mehr oder weniger getrennt 13
8 Mundrand auffallend vorgezogen, Schwinger schmutzig rot 9 Mundrand nicht auffallend vorgezogen, Schwinger gelb 10
9 Größere, 5—6 mm lange Art, dc 4 muscaria Fbr. Höchstens 4 mm lange Art, dc 3 parva R. D. 10 Hinterschienen außen abgewandt mit 2 Borsten 12 Hinterschienen außen abgewandt mit ziemlich zahlreichen Borsten 12
11 Thorax tiefschwarz, auch von hinten gesehen nicht gestriemt, Taster am Ende recht auffallend verbreitert latipalpis sp. nov. Thorax von hinten gesehen bräunlich bestäubt, mit 3 breiten schwarzen Striemen, Taster gegen das Ende zu allmählich und nur wenig verbreitert nigroscutellata Sp. noV.
12 Thorax tiefschwarz, kaum mit der Spur einer Striemung . octoguttata Zett. Thorax dunkel grüngrau, mit ziemlich deutlicher Mittelstrieme fugax Meig. 13 Mittelschienen außen vorn mit 2 kräftigen und fast gleich- langen Borsten 14 ‘ Mittelschienen außen vorn höchstens mit 1 Borste, über welcher selten noch eine kleinere steht 15
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14 Wangen auch an der schmalsten Stelle noch breiter als die Fühler, a vor der Naht nur haarförmig, 1. Hinterleibsring am Hinterrand mit ziemlich kräftigen Borsten varicolor Meig.
Wangen an der schmalsten Stelle schmäler als das 3. Fühler- glied, vor der Naht 1 Paar ziemlich kräftiger Akrostichal- borsten, die Borsten am Hinterrand des 1. Hinterleibsringes sich kaum von der übrigen Behaarung abhebend
incrassala Sp. NOV.
15 Mittelschienen innen vorn mit Borste, Randdorn sehr auffallend, Hinterleib rein walzenförmig . . dorsilinea Sp. nov.
Mittelschienen innen vorn ohne Borste, Randdorn nicht sehr auffallend, Hinterleib an der Basis meist flach gedrückt 16
16 Hinterschenkel unterseits abgewandt nur vor der Spitze mit 2—3 längeren Borsten, an der Basis kurz zottig behaart
brassicae Wied. Hinterschenkel unterseits abgewandt fast der ganzen Länge
nach mit längeren Borsten 17
17 Orbiten an der schmalsten Stelle ziemlich Beil, etwa halb so breit als die Fühler | t; glabra Sp. noV. Orbiten nur äußerst schmal 18
18 Hinterleib fast ganz schwarz, so daß auch von hinten gesehen
eine Mittelstrieme kaum erkennbar ist 19
- Hinterleib von hinten gesehen mehr oder weniger deutlich be-
stäubt, mit ziemlich deutlicher Mittelstrieme — 20
19 Flügel an der Basis deutlich geschwärzt pratensis Meig.
Flügel an der Basis gelblich : laevis Stein 20 Hinterleib hell bräunlichgrau bestäubt mit unterbrochener,
nach der Spitze zu allmählich schmäler werdender Rücken-
strieme, Ringeinschnitte kaum verdunkelt, Hinterschenkel
unterseits abgewandt nur in der Endhälfte länger beborstet
vilis SP. nov.
Hinterleib von hinten gesehen meist nur an den Hinterrändern
der Ringe bräunlich bestäubt, Rückenstrieme aus Flecken bestehend, die den Hinterrand der Ringe oft nicht ganz er-
reichen, Vorderränder der Ringe verdunkelt, Hinterschenkel
unterseits fast bis zur Basis lang beborstet discreta Meig.
Neue Arten.
1. Ch. armata sp. nov.
Oculis intime cohaerentibus, antennis nigris, seta pubescente, palpis tenuissimis nigris; thorace et scutello nigris subnitidis, humeris griseo-pollinosis; abdomine lineari, depresso, nigro. vix cinereo-pollinoso, linea media. angusta indistincta, hypopygio paullo prominente; pedibus nigris. metatarso intermedio extus setoso; alis flavidis, spinula minima, squamis aRgBaNbUS tlavidis, halteribus flavis. Long. 4,5 mm.
‚Augen aufs engste zusammenstoßend,. so daß auch kaum Orbiten wahrzunehmen sind, Stirn kaum, Wangen gar nicht vor-
Nordamerikanische Anthomyiden 87
ragend, Backen etwa halb so breit wie das 3. Fühlerglied, Fühler schwarz, 3. Glied höchstens 11% mal so lang als das 2., Borste kurz pubeszent, Taster sehr dünn, schwarz. Thorax und Schildchen einfarbig schwarz mit einem Stich ins Grünliche, glänzend, Schulter- beulen graulich bestäubt; #ra haarförmig oder fehlend, a deutlich zweireihig und ziemlich lang. Hinterleib streifenförmig, flach- gedrückt, am Ende durch das etwas vorragende Hypopyg schwach verdickt, abstehend behaart, an den Einschnitten länger abstehend beborstet. Ganz schräg von hinten gesehen erscheint er schwach bräunlichgrün bestäubt und läßt nur bei dieser Betrachtung eine schmale Rückenlinie undeutlich erkennen. Beine schwarz, Mittel- metatarsus wie bei frichodactyla Rond. auf der Außenseite lang be- borstet, Beborstung der Hinterschienen zum Teil abgebrochen, so daß sie sich nicht genau angeben läßt. Flügel deutlich angeräuchert, mit sehr kleinem Randdorn, hintere Querader steil und gerade, die gleichgroßen Schüppchen gelblich, Schwinger noch intensiver. 1 & Mt. Constitution 31. VII. 08.
2. Ch. dorsilinea sp. nov.
Oculis vitta nigra angusta paullo separatis, fronte et episto- matis lateribus paullo prominentibus, peristomate satis lato, an- tennis nigris. seta fere nuda, palpis filiformibus nigris; thorace et scutello griseis, immaculatis; abdomine cylindrico, griseo, linea media fusca distincta ;pedibus nigris, pulvillis elongatis; alis flavidis, spinula longa, squamis aequalibus albido-flavis, halteribus flavis. Long. ca. 6 mm.
Augen durch eine schwarze Strieme und linienförmige graue Orbiten nur wenig getrennt, Frontoorbitalborsten von der Fühler- basis bis zur schmalsten Stelle der Stirn in einer Zahl von jederseits 6—7 sich erstreckend, Stirn etwa in der Breite des 3. Fühlergliedes vorragend, die gekielten Wangen etwas schmäler werdend, Backen fast doppelt so breit als das 3. Fühlerglied, sämtliche Teile weißlich bestäubt, mit schwärzlichem Schimmer. Fühler schwarz, 3. Glied doppelt so lang als das grau bestäubte 2., Borste nackt, Taster fadenförmig, schwarz. Thorax und Schildchen einfarbig hellgrau, ohne Striemung, fra etwa halb so lang wie die 1. dc hinter der Naht, aber viel feiner, a deutlich zweireihig. Hinterleib walzen- förmig, das wohlentwickelte Hypopyg von der Seite gesehen kaum vorragend, Bauchlamellen deutlich. Er ist wie der Thorax gefärbt und läßt eine feine dunklere Mittellinie deutlich erkennen. Beine schwarz, Pulvillen verlängert; Mittelschienen außen vorn ‘und außen hinten mit je 1 kräftigen, im Beginn des letzten Drittels stehenden Borste, innen: vom und innen hinten mit je 2 etwas kürzeren, von denen die eine auf der Mitte, die andere zwischen Mitte und Spitze steht, Hinterschienen mit der gewöhnlichen Be- borstung, auch dem Körper zugekehrt mit einigen Borsten. Flügel gelblich, mit sehr langem Randdorn, wie bei Hylemyia varıata Fall., an welche die Art auch in Größe, Gestalt und Zeichnung erinnert,
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3. und 4. Längsader parallel, hintere Querader etwas schief und geschwungen, die gleichgroßen Schüppchen weißlichgelb, Schwinger gelb.
1 & Marshall Pass 28. VII. 08.
3. Ch. glabra sp. nov.
Oculis fere cohaerentibus, fronte distincte prominente, peri- stomate sat lato, antennis nigris, seta nuda, basi incrassata, palpis filiformibus, apice paullo latioribus, nigris; thorace et scutello griseis immaculatis; abdomine subcylindrico, depresso, griseo, vitta media vix observanda, incisuris non setosis; pedibus nigris, pulvillis paullo elongatis; alis fere haylinis, spinula valde minuta, squamis aequalibus albidis, halteribus flavis. Long. 6 mm.
Die Augen stoßen mit ziemlich breiten silberweißen Orbiten eng zusammen, es ist aber möglich, daß sich bei reiferen Exem- plaren dazwischen eine schmale Mittelstrieme findet. Stimm so breit vorragend wie der halbe Querdurchmesser des Auges, die gekielten Wangen allmählich zurückweichend, Backen doppelt so breit wie das 3. Fühlerglied, Hinterkopf unten ziemlich stark ge- polstert, sämtliche Teile seidenweiß bestäubt, mit schwärzlichem Schimmer. Fühler etwas unter der Augenmitte eingelenkt, schwarz, 3. Glied kaum doppelt so lang wie das 2., Borste nackt, an der Basis verdickt, Taster dünn, gegen die, Spitze zu allmählich etwas verdickt, schwarz. Thorax und Schildchen ziemlich hellgrau, die Brustseiten kaum etwas lichter, ohne jede Striemung; ra etwa 3%, so lang als die 1. dc, aber dünner, a deutlich entwickelt, zwei- reihig, dc auf einer Seite, die andere ist von der Nadel durchbohrt, 4, aber wahrscheinlich nur abnorm. Hinterleib länglich walzen- förmig, auf dem Rücken flachgedrückt, mit anliegenden kurzen Borsten besetzt und die Hinterränder der Ringe mit Ausnahme des letzten nur an den Seiten länger beborstet, auf der Mitte kurz, das wohlentwickelte, aber im letzten Ring versteckte Hypopyg ziemlich lang und dicht beborstet. Er ist wie der Thorax gefärbt und läßt auch ganz schräg von hinten gesehen nur die verschwom- mene Spur einer Rückenstrieme erkennen. Beine schwarz, Pul- villen wenig verlängert; Vorderschienen mit 1 ziemlich langen, aber feinen Borste, Mittelschienen außen vorn mit 1, außen hinten mit 2 Borsten, Hinterschienen außen abgewandt ebenfalls mit 2—3, innen abgewandt mit 1 Borste, Hinterschenkel unterseits abgewandt mit einer Reihe ziemlich langer Borsten, zugekehrt in der Basalhälfte mit einigen langen Borsten. Flügel fast glashell, mit sehr kleinem Randdorn, 3. und 4. Längsader etwas divergierend, hintere Querader steil und gerade, die gleichgroßen Schüppchen weißlich, Schwinger gelb.
1 & Pullman 26. II. 01 (Mel.).
4. Ch. incrassata SP. nov.
Oculis vitta nigra angusta et orbitis angustissimis paullo dis-
junctis, fronte magis, epistomatis lateribus minus prominentibus,
Nordamerikanische Anthomyiden 89
peristomate modice lato, antennis nigris, seta fere nuda, palpis filiformibus nigris; thorace et scutello obscure griseis, vitta media paullo obscuriore parum distincta; abdomine lineari, basi sub- .depresso, apice incrassato, griseo, linea media aegerrime obser- vanda, hypopygio satis magno; pedibus nigris, pulvillis elongatis; alis subflavidis, spinula parva, sed distincta, squamis albidis, halteribus flavis. Long. 6—6,5 mm.
Augen durch eine schwarze Strieme und seidenweiße Orbiten so weit getrennt, daß die Stirn an der schmalsten Stelle etwa halb so breit ist wie das 3. Fühlerglied, Stirn und Profil reichlich so weit vorragend, als das 3. Fühlerglied breit ist, die gekielten Wangen allmählich schmäler werdend, Backen etwa 11% mal so breit als die Fühler, sämtliche Teile silbergrau bestäubt mit schwärz- lichem Schimmer. Fühler schwarz, 3. Glied 14, mal so lang als das 2., Borste nackt an der Basis etwas verdickt, Taster faden- förmig, schwarz. Thorax und Schildchen hell aschgrau, eine schmale Mittellinie auf ersterem etwas dunkler grau, fra so lang wie die 1. dc, a vor der Naht 2—3 Paar, hinter der Naht feiner werdend. Hinterleib länger wie Thorax und Schildchen, schwach walzenförmig, aber an der Basis mehr oder weniger flachgedrückt, am Ende durch das wohl entwickelte, von der Seite gesehenetwas vor- ragende Hypopyg verdickt. Er ist kurz abstehend behaart,” vom Hinterrand des 2. Ringes an abstehend beborstet. Seine Färbung ist die des Thorax, eine schmale, etwas dunklere Rückenlinie kaum angedeutet. Beine schwarz, Pulvillen und Klauen ziemlich kräftig und verlängert; Mittelschienen außen vorn, außen hinten und innen hinten mit je 2 Borsten, Hinterschienen außer den gewöhn- lichen Borsten auch auf der dem Körper zugekehrten Seite mit einigen Borsten, Flügel graulichgelb, mit deutlichem, aber nicht sehr langem Randdorn, 3. und 4. Längsader parallel, hintere Querader schief und etwas geschwungen, die gleichgroßen Schüppchen weißlich, Schwinger gelb.
1 & Almota, Wash. 17. IV.
5. Ch. latipalpis sp. nov.
- Oculis intime cohaerentibus, totum caput occupantibus, an- tennis nigris, seta breviter pubescente, palpis apice distincte di- latatis, nigris; thorace et scutello nigris subnitidis, humeris et vitta laterali usque ad alarum basim pertinente fusco-pollinosis; ab- domine lineari, depresso, nigro, leviter fusco-pollinoso, vitta media sat lata sed parum distincta et marginibus anterioribus segmen- torum late nigris; pedibus nigris, pulvillis paullo elongatis; alis flavidis, spinula nulla, squamis sordide flavis, halteribus flavis. Long. ca. 4 mm.
Augen aufs engste zusammenstoßend, fast den ganzen Kopf einnehmend, da Stirn und Wangen nur in feiner Linie vorragen und auch die Backen sehr schmal sind, Fühler schwarz, 3. Glied doppelt so lang als das rötlichgrau bestäubte 2., Taster an der
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